Die besten Universitäten und Colleges für Pokerspieler

LeadMN - College Students Connecting for Change / Flickr

Poker ist ein Denkspiel. Die Tatsache, dass diejenigen unter uns normalerweise am erfolgreichsten sind, die sich geschickt und strategisch klug verhalten, lässt sich auf viele Bereiche des Lebens übertragen. Auch bei Pokerspielern ist das der Fall und so ist es keine Überraschung, dass einige Stars von den besten Universitäten der Welt direkt zum hochdotierten High-Stakes-Poker wechseln.

Werfen wir einen Blick auf die fünf Universitäten, an denen regelmäßig professionelle Pokerspieler studieren, die ihr Können natürlich nicht dort, sondern beispielsweise hier lernen. Dennoch finden sie vor Ort ideale Rahmenbedingungen, um ihre Pokerkünste auszubauen. In vielen Fällen schaffen es die zukünftigen Profis nicht mal bis zum Abschluss, aber wer mag es ihnen verdenken. Die meisten von uns würden wohl den Uni- oder Arbeitsalltag gegen eine Million Dollar tauschen. Und wer weiß - vielleicht studieren auch an einer unserer Partnerunis die Pokerprofis der Zukunft.

1. University of Waterloo, Kanada

Die University of Waterloo wird nicht umsonst “Poker Factory” genannt. Die kanadische Institution hat die wohl größte Gruppe von Weltklasse-Pokerspielern hervorgebracht, die je studiert hat. Mike "Timex" McDonald beispielsweise, der über eine Million US-Dollar bei einem Hauptturnier der European Poker Tour gewonnen hat, spielte an dieser Universität seine erste Pokerrunde mit keinem geringeren als Steve Paul-Ambrose, dem früheren Millionen-Dollar-Gewinner des PokerStars Caribbean Adventure.

Xuan Liu, Glen Chorny, Scott Montgomery, Matt "Ch0ppy" Kay, Mike "SirWatts" Watson und Nenad Medic studierten ebenfalls in Waterloo und haben alle weit mehr als eine Million Dollar gewonnen. An der University of Waterloo wird Mathematik sehr ernst genommen. So sehr, dass es die erste Schule in Nordamerika war, die eine eigene Mathematik-Fakultät gegründet hat.

2. UC Berkeley, USA

Die UC Berkeley hat eine blühende Pokerkultur. Es gibt sogar einen Kurs in Poker und Blackjack. Die Pokerspiele werden über Mundpropaganda und soziale Medien organisiert. Die Liste erfolgreicher Pokerprofis ist lang. Darunter befinden sich Joe Sebok, Prahlad Friedman, Bill Edler, Bill Chen, Ali Nejad und Lauren Kling.

Online-Poker muss in Berkeley eine große Sache sein, da sich die Universität sogar verpflichtet sah, eine Seite über die Plage des Internet-Pokers ins Netz zustellen. Und so sieht man auf dem Campus viele scheinbar fleißige Studenten mit ihren Laptops, die aber nicht lernen, sondern ihr Glück in Online-Pokerräumen versuchen.

3. Harvard University, USA

Die Worte Harvard und Poker werden immer wieder zusammen genannt. Das liegt sicherlich auch an Charles Nesson und seiner Organisation, der Global Poker Strategic Thinking Society. Nesson hatte die Idee, durch Poker strategisches Denken zu erlernen. Zu den  Harvard-Absolventen, die inzwischen erfolgreiche Pokerspieler sind, zählen Andy Bloch und Richard Brodie. Full-Tilt-Profi Brandon Adams ist hier als Wirtschaftsdozent tätig.

4. Yale University, USA

Poker ist eine große Sache in Yale. Ob es die Nähe zum Foxwoods Casino ist oder die allgemein sehr aufgeweckte Studentenschaft - Yale fördert talentierte Pokerspieler. Auch Yale hat eine Poker Strategic Thinking Society und duelliert sich alljährlich mit Harvard, was die langjährige Rivalität auf den Punkt bringt.

Alex Jacob studierte in Yale und hatte 2006 bereits über 650.000 Dollar eingespielt. Matt Matros hat seit seinem Studium dort mehr als 2,3 Millionen Dollar bei Pokerturnieren verdient. Vanessa Selbst hat bereits mehr als 5,4 Millionen US-Dollar gewonnen und bezeichnet ihre Zeit an der Yale University als Meilenstein auf dem Weg zum Pokerprofi.

5. Trinity College Dublin, Irland

Sogar irische Universitäten dienen als Brutstätte für die nächste Generation von Pokerprofis.
Der Legende nach hatte Andy Black mit einer Gruppe namens Junior Common Room Poker Club am Trinity College angefangen, das Spiel ernst zu nehmen. Andere Mitglieder der Gruppe waren Donnacha O’Dea und Padraig Parkinson.