Sparen auf Reisen: Die 5 besten Tipps für Studenten

Die Zeit des Studiums nutzen viele junge Menschen, um etwas von der Welt zu sehen. Die Phase vor dem Karrierestart eignet sich hierfür bestens, denn während der Semesterferien bleibt ausreichend Zeit für Urlaube und auch dazwischen kann flexibel geplant werden. Ganz einfach ist das mit dem Verreisen aber nicht immer. Oft nämlich mangelt es an finanziellen Mitteln für die geplanten Trips. Mit den folgenden Tipps holen (nicht nur) Studenten mehr aus ihrem Budget heraus.
 

Eine Auszeit vom Vorlesungsalltag tut gut und muss nicht teuer sein. (Quelle: skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

1. Unterkünfte teilen

Eine Reiseunterkunft – wenn es sich nicht gerade um ein Einzelzimmer handelt – ist in der Regel auf die Benutzung durch mehrere Personen ausgelegt. Für Reisende, die allein oder nur zu zweit unterwegs sind, ergibt sich dabei nicht selten ein Leerstand innerhalb des gebuchten Domizils, der sich eigentlich sinnvoller hätte nutzen lassen.

Die Bildung von Reisegruppen, etwa gemeinsam mit Freunden, hilft beim Senken der Reisekosten pro Person. Das gilt selbstverständlich nur dann, wenn der jeweilige Gastgeber nicht je Person abrechnet, sondern einen stets gleichbleibenden Mietpreis für die Unterkunft anbietet. In den meisten Fällen aber ist das üblich.
Was das Teilen von Unterkünften betrifft, kann sogar die bewusste Wahl größerer Domizile unter dem Strich günstiger sein als das Buchen kleiner Häuser oder Wohnungen. Eine Finca auf Mallorca für 1.500 Euro pro Woche, die insgesamt zehn Schlafplätze bietet, kostet pro Person nur noch 150 Euro. Hier lohnt es sich folglich, das komplette Angebot zu durchforsten und den Taschenrechner bereitzuhalten.

2. Günstige Reiseziele auswählen

Das Reiseziel an sich beeinflusst die letztendlichen Kosten deutlich. Schließlich muss im Zielland auch gelebt und konsumiert werden. Die üblichen Lebenshaltungskosten vor Ort stellen dabei immer dann eine sinnvolle Richtschnur dar, wenn keine Pauschalreisen mit Halbpension oder All Inclusive gebucht werden. Eine interessante Übersicht zum Thema hat laenderdaten.info zusammengestellt. In Marokko oder Brasilien kommen Studenten mit dem gleichen Geldbetrag also vermutlich weiter als in Norwegen, Singapur oder den USA.

Was Sparsamkeit im Urlaub betrifft, ist ein Großteil der Studenten ohnehin sehr ambitioniert. Das geht aus einer Studie hervor, über die destinet.de berichtet: Hier gaben 44 Prozent der Studenten an, pro Urlaubstag weniger als dreißig Euro auszugeben und nur insgesamt neun Prozent gönnten sich ein tägliches Budget in Höhe von fünfzig bis über 100 Euro.

3. Bewusst nach Schnäppchen suchen

Reisen sind nicht immer gleich teuer. Die letztendlichen Kosten variieren deutlich und werden von Faktoren wie
•    der Reisezeit,
•    dem Abflughafen
•    der Verpflegung,
•    dem Buchungszeitpunkt
•    und speziellen Angeboten

beeinflusst. So sind Flüge von Frankfurt am Main ausgehend meist teurer als jene, die ihren Startpunkt in Stuttgart oder München haben. Auch nutzen Reiseveranstalter heutzutage gerne das Internet, um spezielle Angebote und Schnäppchen zusammenzustellen. Da sich bei der Reisebuchung im World Wide Web ein geringerer Personalaufwand ergibt und größere Mengen umgesetzt werden können, erlauben sich einige Anbieter besonders günstige Preise.

Für Studenten lohnt es sich, nach Reisezielen und speziellen Konditionen zu suchen, bevor sie sich für eine konkrete Destination entscheiden. Das hat den Vorteil, dass noch keine festen Vorstellungen bestehen und die letztendliche Reise auch unter dem Gesichtspunkt der Gesamtkosten gebucht werden kann.

4. Frühbuchen

Einen Urlaub möglichst früh zu buchen, kann sich tatsächlich lohnen. Während Last Minute Angebote heute eher selten mit wirklich lukrativen Konditionen punkten, sind Frühbucherangebote in vielen Fällen günstiger. Dies trifft besonders auf Reisen zu, die in Hotels führen und mit einer Verpflegung verbunden sind. Je nach Zeitpunkt der Buchung können dabei etwa fünf bis zwanzig Prozent des Hotelpreises gespart werden.
Hierfür allerdings müssen Studenten tatsächlich früh dran sein. Die „Frühbucher-Deadline“ für die günstigsten Angebote in der Sommerzeit liegt nicht selten schon im Dezember des Vorjahres. Natürlich ist es nicht immer leicht, so weit im Voraus zu planen. Wer jedoch die Möglichkeit hat, sollte schon im Winter an die Sommermonate denken.

5. Selbstversorgung wählen

Sich auf Reisen selbst zu versorgen, kann vorteilhaft sein. So besteht die Möglichkeit, auf besondere Ernährungsvorlieben und -weisen wie beispielsweise die vegane Ernährung oder glutenfreie Kost einzugehen, ohne dass vorab mit dem jeweiligen Gastgeber darüber diskutiert werden muss. Auch ist es leichter, im Supermarkt vor Ort nach Angeboten zu suchen, die die tägliche Ernährung besonders günstig machen.
In der warmen Saison sind in vielen Ländern beispielsweise Obst, Gemüse und auch Getreide recht preiswert. Wer nicht täglich Gourmet-Erlebnisse erwartet und auch mit einfachen Gerichten zufrieden ist, kann für wenige Euro pro Person über die Runden kommen. Dennoch lohnt es sich, die zu erwartenden Gesamtkosten zu berechnen und mit einem Verpflegungsangebot zu vergleichen. Manchmal nämlich können Hotels aufgrund großer Gästezahlen günstige Preise ermöglichen.

6. Work and travel

Nicht alle Reisen lassen sich ohne Probleme günstig gestalten. Teilweise sind bereits die Flüge in das Zielland sehr teuer und die Gesamtkosten schnellen schon nach Buchung von Flug und Unterkunft in Gefilde jenseits der 2.000 Euro pro Person. Dennoch können manche Fernreiseziele für Studenten interessant sein. Hier ist es denkbar, den Aufenthalt nicht nur mit Urlaub zu verbringen, sondern vor Ort etwas Geld zu verdienen. Viele Studenten genießen es, bei Praktika im Ausland oder auch beim Jobben in die fremde Kultur einzutauchen und Einheimische besser kennenzulernen.

Wie viel Geld beim Work and Travel wirklich verdient werden kann, unterliegt deutlichen Schwankungen und ist abhängig von der jeweiligen Tätigkeit und dem Reiseland. Erste Inspiration finden Studenten auf der Plattform workaway.info, die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitssuchende nutzen, um sich zu vernetzen.