Neuer Professor für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation

Prof. Dr. phil. Markus Messling, zurzeit Stellvertretender Direktor des Centre Marc Bloch e.V. und Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, wird neuer Professor für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes.

Markus Messling studierte Romanistik und Germanistik an der Freien Universität Berlin und Lettres modernes und Littérature générale et comparée an der Université Jean Moulin (Lyon III). Im Rahmen eines an der FU Berlin angesiedelten DFG-Forschungsprojekts promovierte er 2007 über das Thema "Pariser Orientlektüren. Zu Wilhelm von Humboldts Theorie der Schrift". Seine Promotion wurde mit dem Tiburtius-Preis der Berliner Hochschulen ausgezeichnet. Nach Stationen als Projektleiter Wissenschaft und Forschung bei der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius in Hamburg sowie als Postdoktorand an der renommierten Pariser École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) leitete er von 2009 bis 2014 die DFG-Emmy Noether-Nachwuchsgruppe "Philologie und Rassismus in Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien im 19. Jahrhundert" an der Universität Potsdam. Hier erhielt er 2010 den Nachwuchswissenschaftlerpreis des Landes Brandenburg und habilitierte sich 2015 mit der Forschungsarbeit "Gebeugter Geist. Rassismus und Erkenntnis in der modernen europäischen Philologie". Im Juni 2015 wurde er zum Stellvertretenden Direktor des Centre Marc Bloch e. V. Berlin ernannt, im Oktober 2018 auch zum Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Markus Messling war Fellow der School of Advanced Study der University of London (2014) und der University of Cambridge (2014) sowie Gastprofessor der EHESS Paris (2011, 2015) und der Kobe University in Japan (2016). Gemeinsam mit Franck Hofmann hat Markus Messling zudem von 2011 bis 2017 die Forschergruppe "TRANSMED! Denken der Méditerranée und europäisches Bewusstsein" geleitet.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Markus Messling liegen in den Bereichen der frankophonen Kulturtheorie sowie der Literatur- und Kulturwissenschaft, der historischen Anthropologie und Wissensgeschichte, der Ästhetik und Materialität der Kommunikation, der Politik der Literatur, sowie der materiellen und intellektuellen Konsequenzen aus der postkolonialen Theorie.

Im Herbst 2018 wurde Markus Messling vom European Research Council (ERC) ein Consolidator Grant über 2 Millionen Euro zugesprochen, der es ihm erlauben wird, an der Universität des Saarlandes über fünf Jahre ein Team zum Thema "Minor Universality. Narrative World Productions After Western Universalism" zu leiten.

Markus Messling wird seinen Dienst als Professor an der Universität des Saarlandes am 1. April 2019 aufnehmen.

 
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