Bergita Ganse

Neue Professorin für Innovative Implantatentwicklung (Frakturheilung)

Bergita Ganse, vormals DFG-Forschungsstipendiatin an der Manchester Metropolitan University in Großbritannien, ist die neue Werner-Siemens Stiftungsprofessorin für Innovative Implantatentwicklung (W3) an der Universität des Saarlandes. Nach dem Studium der Humanmedizin an den Universitäten Halle-Wittenberg und Lübeck, und der Promotion zum Thema Hüftendoprothesenwechsel, arbeitete sie an der Charité - Universitätsmedizin Berlin, an der Universitätsklinik in Köln, beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln, an der Universitätsklinik der RWTH Aachen, und zuletzt an der Manchester Metropolitan University. Sie ist Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie, sowie Fachärztin für Physiologie. Zudem hat sie die Zusatzbezeichnungen Sportmedizin und Notfallmedizin.

An der RWTH in Aachen habilitierte sie in experimenteller Unfallchirurgie über die Anpassung des muskuloskelettalen Systems an Ent- und Belastung im Kontext der Raumfahrt. Seit mehreren Jahren ist Bergita Ganse an großen internationalen Studien mit dem DLR, der ESA und der NASA beteiligt. Die Projekte beinhalten Experimente in Bettruhestudien und auf der Internationalen Raumstation. Ihr Forschungsgebiet umfasst das muskuloskelettale System in der Raumfahrt, bei Immobilisation, im Sport und im Alterungsprozess, sowie Biomechanik, Implantate und Frakturheilung.

Die Stiftungsprofessur für Innovative Implantatentwicklung ist im Chirurgischen Zentrum der Universitätsklinik des Saarlandes angesiedelt und wurde durch den Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Prof. Dr. Tim Pohlemann, über Gelder der Werner-Siemens-Stiftung geschaffen. Inhaltlich geht es um die Entwicklung neuer, intelligenter ("smarter") Implantate zur Versorgung von Knochenbrüchen. In der Lehre wird Bergita Ganse die Weltraummedizin-Vorlesung halten, die sie von der RWTH Aachen mitbringt.

Bergita Ganse hat ihren Dienst als Professorin an der Universität des Saarlandes am 1. März 2021 aufgenommen.