Leitern und Tritte

Aktuelles

Die Unfallkasse Saarland bietet vom 29.06.2023 bis 30.06.2023 ein Seminar zur Ausbildung als "Befähigte Personen Leitern und Tritte" an. Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt dort an.

 


 

Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen Punkte hinsichtlich der Benutzung von Leitern und Tritten gemäß der DGUV Information 208-016 ”Die Verwendung von Leitern und Tritten“, Stand August 2022.
Generell ist immer zu prüfen, ob der Einsatz einer Leiter notwendig ist oder ob es eine andere, sichere Möglichkeit gibt, die Arbeiten auszuführen (z.B. Gerüst, Arbeitsbühne, Arbeitspodest, etc.).

 

Leitern als Verkehrswege

Die Verwendung von Leitern als Zugang zu oder zum Abgang von hochgelegenen Arbeitsplätzen ist zulässig, wenn der zu überwindende Höhenunterschied maximal 5 m beträgt und

  • wegen der geringen Gefährdung und der geringen Verwendungsdauer die Verwendung anderer, sichererer Arbeitsmittel nicht verhältnismäßig ist und
  • die Gefährdungsbeurteilung ergibt, dass der Zugang und Abgang sicher durchgeführt werden können.

Bei sehr seltener Verwendung sind Sprossen- und Stufenleiter als Verkehrswege auch bei einer Höhe > 5 m zulässig.

Leitern als Arbeitsplatz

Die Arbeitsdauer auf Leitern wurde in Abhängigkeit von der Arbeitshöhe beschränkt:

  • 0 m bis 2 m Höhe: zeitlich uneingeschränkt verwendbar
  • 2 m bis 5 m Höhe: maximal 2 Stunden pro Arbeitsschicht zulässig
  • > 5 m Höhe: Arbeiten auf der Leiter über 5 m Höhe sind nicht zulässig

Arbeiten auf Leitern sind nur noch zulässig, wenn die Stufenbreite ≥ 80 mm oder eine Arbeitsplattform auf der Leiter vorhanden ist.Sprossenleitern sind aufgrund der Sprossenbreite nicht mehr geeignet. Mit nachrüstbaren Einhängepodesten oder Aufsetzstufen können die Bedingungen erfüllt werden, diese sind aber nur bedingt zu empfehlen.

Auswahl von Leitern

Leitern sind in die beiden nachfolgend aufgeführten Klassen unterteilt, zu erkennen an der jeweiligen Kennzeichnung der Leitern (seit dem 01.01.2018).

An der UdS dürfen nur Leitern eingesetzt werden, die für den beruflichen Bereich zugelassen sind.

Bei Leitern und Tritten, die das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) oder das DGUV Test Zeichen tragen, hat eine Baumusterprüfung ergeben, dass die geltenden Sicherheitsanforderungen eingehalten sind.

Leitern für den beruflichen Bereich

Leitern für den nicht beruflichen (privaten) Bereich

Standsicherheit

Anlegeleitern mit einer Länge von mehr als 3 m benötigen eine höhere Mindeststandbreite. Entweder muss die Leiter im Bereich des Standfußes breiter ausgelegt sein oder es muss eine Standtraverse am Leiterfuß angebracht sein (diese kann i.d.R. auch nachgerüstet werden).

Nutzen Sie bei Bedarf Leiterzubehör, um Leitern auf jedem Untergrund standsicher aufzustellen und gegen Wegrutschen zu sichern.

 

Unterweisung

Beschäftigte sind vor der erstmaligen Verwendung von Leitern und Tritten zu unterweisen, die Unterweisung muss mindestens einmal jährlich wiederholt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Unterweisung.

Prüfung

Leitern und Tritte sind regelmäßig durch eine befähigte Person zu prüfen.
Die Zeitabstände für die Prüfung richten sich nach den Betriebsverhältnissen, insbesondere nach der Nutzungshäufigkeit, der Beanspruchung bei der Verwendung sowie der Häufigkeit und Schwere festgestellter Mängel bei vorangegangenen Prüfungen. Eine mindestens jährliche Prüfung wird empfohlen.

Checkliste zur Prüfung von Leitern und Tritten