Worum geht es?

Was ist wissenschaftliches Fehlverhalten?

Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt vor, wenn in einem wissenschaftlichen Zusammenhang Falschangaben gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt wird (beispielsweise durch Ideendiebstahl oder unbegründete Autoren- oder Mitautorenschaft), die Forschungstätigkeit anderer behindert wird oder Primärdaten entgegen den gesetzlichen Bestimmungen beseitigt werden.

Was ist gute wissenschaftliche Praxis?

Zur guten wissenschaftlichen Praxis gehört die angemessene Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, das Festlegen angemessener Formen bei der Bewertung wissenschaftlicher Leistungen ebenso wie die Festlegung und Einhaltung von Richtlinien für Autorenschaft. Sie ist Voraussetzung für eine im internationalen Kontext anerkannte und leistungsfähige Wissenschaft.

Den Angehörigen der Universität und den Studierenden werden in Form geeigneter Lehrveranstaltungen die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis vermittelt und die Sensibilität für wissenschaftliches Fehlverhalten gefördert.

Was passiert bei konkreten Verdachtsmomenten?

Bei konkreten Verdachtsmomenten für wissenschaftliches Fehlverhalten kann unverzüglich die Ombudsperson oder deren Geschäftsstelle kontaktiert werden. Die Beratungen und Ombudsverfahren laufen grundsätzlich strikt vertraulich ab, d.h. die beteiligten Personen können darauf vertrauen, dass sie sich zunächst nur der Ombudsperson bzw. deren Geschäftsstelle gegenüber äußern. Damit können sich alle an einem Ombudsverfahren beteiligten Personen frei äußern, ohne einen Reputationsverlust befürchten zu müssen. Alternativ steht jeder Wissenschaftlerin und jedem Wissenschaftler auch der Zugang zur unabhängigen Institution Ombudsman für die Wissenschaft offen.

Was sind die Aufgaben der Ombudsperson?

Die Ombudsperson berät als neutrale und qualifizierte Ansprechperson in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und in Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens und trägt, soweit möglich, zur lösungsorientierten Konfliktvermittlung bei. Sie nimmt Anfragen unter Wahrung der Vertraulichkeit entgegen und leitet Verdachtsfälle  
wissenschaftlichen Fehlverhaltens im Bedarfsfall an die verantwortliche Stelle, zumeist eine Untersuchungskommission, an ihrer Einrichtung weiter.