Der Caelius-Stein

 

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Bei dem Stein handelt es sich um das Grabmal des centurio Marcus Caelius. Wahrscheinlich stand der Stein einst auf dem sogenannten Fürstenberg gegenüber der Lippe-Mündung in der Nähe der heutigen Stadt Xanten, der antiken Colonia Ulpia Traiana. Hier befand sich in römischer Zeit das große Militärlager Castra Vetera. Später war der Grabstein in einem Kloster auf dem Fürstenberg vermauert, bevor er nach Kleve kam, wo Prinz Moritz von Nassau-Oranien, der Statthalter der Niederlande, ihn in seinem eigenen Grabmal verwenden wollte. Das Original befindet sich heute in Bonn. Ein Abguss des Grabsteins wurde 2002 im Foyer des Gebäudes B 3.1 der Universität des Saarlandes aufgestellt, in dem sich auch das Institut für Alte Geschichte befindet. Das Relief zeigt Marcus Caelius im Schmuck seiner militärischen Auszeichnungen und Rangabzeichen. Über seinem Brustpanzer sind auf einem Geflecht aus Lederriemen runde phalerae angebracht. An beiden Handgelenken trägt er armillae, an den Schultern die in sich gedrehten torques - alle unseren heutigen Militärorden vergleichbar. In seiner Rechten hält er die vitis, den aus dem Holz der Weinrebe gefertigten Offiziersstock. Dieser diente nicht nur repräsentativen Zwecken, sondern war in den Mannschaftsdienstgraden als Prügelstock sehr gefürchtet. Zu seiner Rechten und Linken sind zwei Freigelassene dargestellt, die laut Inschrift das Recht hatten, ebenfalls an gleicher Stelle bestattet zu werden.

 

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