Aktuelles

Festschrift für Klaus Martin Girardet "ecclesia victrix?" veröffentlicht.


Die Festchrift für Prof. Klaus Martin Girardet, herausgegeben von Dr. Karen Aydin, Christine van Hoof und Lukas Mathieu, ist Ende letzten Jahres erschienen und beinhaltet Aufsätze rund um das Verhältnis von Staat und Kirche in der Spätantike. Die Verbreitung des christlichen Glaubens führte ab dem 3. Jh. n. Chr. zu zahlreichen Konflikten zwischen dem römischen Staat und der neuen Religion. Mit der seit 306 n. Chr. erfolgenden Legalisierung und der "constantinischen Wende" des Jahres 312 n. Chr. verschieben sich die Konfliktfelder allerdings deutlich. Die bisher immer wieder verfolgte Kirche wird begünstigt und in einem irreversiblen Prozess zum staatstragenden Machtfaktor. Die in der Unvereinbarkeit von Kaiseropfer und Monotheismus begründete Opposition der Kirche gegen den Staat endet. Stattdessen bestimmen nun dogmatische Streitigkeiten um den wahren Glauben und Auseinandersetzungen um die staatliche Rolle der Kirche, ihre Organisation und Hierarchie das christliche Leben. Seit Constantin versuchen die Kaiser in ihrer Rolle als pontifex maximus ordnend in die kirchlichen Belange einzugreifen, geraten allerdings auch immer stärker unter den Einfluss bedeutender Vertreter der Kirche. Dem beschriebenen Konfliktfeld widmet sich dieser Band unter der Frage, inwiefern die christliche Kirche in ihrem Verhältnis zum römischen Staat als Siegerin betrachtet werden kann.

10. Tag des Geschichtsunterrichts

Am 16.02.22 findet der10. Tag des Geschichtsunterrichts statt

Altertumswissenschaftliches Kolloquium am 18.11.21

Am Donnerstag den 18.11.21 um 16 Uhr c.t. veranstaltet das Institut für Alte Geschichte  einen Vortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Kolloquiums:

Samira Scheibner (UdS) spricht zu "Formen und Funktionen weiblichen Martyriums im antiken Christentum". Der Vortrag findet online über Teams statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit diesem Link teilzunehmen: https://t1p.de/scheibner

 

 

 

Kolloquium am 21.07.2021

Adrian Klein: "Die Illyrischen Kaiser – Bewältigung der Reichskrise des 3. Jahrhundert und Bewertung in der Historia Augusta"

Die römische Reichskrise des 3. Jahrhunderts fiel in die Zeit der Soldatenkaiser. In dieser Epoche war das Kaiserreich gleichzeitig starkem Druck von innen und außen ausgesetzt. Für Soldatenkaiser war es charakteristisch, dass sie als Usurpatoren an die Macht kamen. Ihr Amt verdankten sie ihrer militärischen Laufbahn im römischen Heer. So kam es häufig zu Bürgerkriegen, weil die Legionen mehrere Gegenkaiser gleichzeitig ausriefen, die dann untereinander um Legitimität rangen, während die Grenzen von äußeren Feinden bedroht wurden. Der erfolgreichste Usurpator galt als der legitime Kaiser. In einem Zeitraum von knapp 50 Jahren wurde das Imperium so von mehr als 20 verschiedenen Kaisern regiert, von denen nur einer eines natürlichen Todes starb. Es bedurfte tiefgreifender Reformen, um die Stabilität im Reich wiederherzustellen. Die Durchsetzung solcher  Reformen misslang den frühen Soldatenkaisern zunächst aus unterschiedlichen Gründen. Erst einer Reihe von Kaisern aus dem Illyricum gelang in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts die Überwindung der Krise. Eine Hauptquelle zu dieser Epoche stellt die Historia Augusta dar: eine spätantike Sammlung von Kaiserbiographien von zweifelhafter Historizität. Der Vortrag erläutert die Gründe für die andauernde Krise und die in der Historia Augusta greifbare spätantike Diskussion über das richtige oder falsche Handeln der Kaiser. 

Sie können über den folgenden Link an dem Vortrag teilnehmen. Bitte begeben Sie sich schon ab 18:00 in den Raum, um gegebenenfalls auftretende Störungen beheben zu können.

https://kurzelinks.de/KolloquiumAlteGeschichteKlein

Kolloquium am 14.07.2021

Am Mittwoch den 14.07.21, um 18.15 Uhr, veranstaltet das Institut für Alte Geschichte  einen weiteren digitalen Gastvortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Kolloquiums: "Almosen und Propaganda: Überlegungen zur metropolitanen Anhängerschaft des Athanasius von Alexandrien"

Als „unbeugsamen Heiligen“ charakterisiert Manfred Clauss den Bischof Athanasius von Alexandrien, der sich nicht von seinen kirchenpolitischen Gegnern – „Melitianern“, „Arianern“ und „Eusebianern“ – sowie den sie unterstützenden Kaisern unterbekommen ließ. Doch aller Durchhaltewille und jede Unbeugsamkeit sind ohne entsprechende Unterstützung vergeblich. Woher kam diese, wenn sich sogar verschiedene Kaiser und somit die Reichskirche gegen ihn wandten? Immer wieder vermerkt die althistorische und kirchengeschichtliche Forschung, dass sich Athanasius aufgrund seiner Popularität und besonderen Machtbasis in Alexandria durchsetzen konnte. Diese Machtbasis sei durch eine geniale Propaganda in Form seiner Schriften und die Unterstützung großer Mengen an Gläubigen – an ihn gebunden durch die von der Kirche ausgegebenen Getreidespenden und zur Gewalt bereit – aufgebaut worden. Entsprechend sieht ihn Timothy Barnes als einem „modern American gangster or big city boss“ ähnlich, der eine „ecclesiastical mafia“ zur Verfügung habe. Somit sei aber laut Barnes die in Gewalt und Patronage bestehende Machtausübung wohl gar nicht genauer zu durchschauen. Weiter reichen die bisherigen Erklärungen der Forschung nicht, insbesondere etwaige Zusammenhänge zwischen realer Unterstützung und literarisch-propagandistischer Darstellung dieser Vorgänge wurden nicht untersucht. Doch Anhänger tauchen nicht von selbst auf, sondern werden gezielt rekrutiert und zum Einsatz gebracht; eine wirksame Propaganda entsteht nicht einfach, sondern wird bewusst konzipiert und weiterentwickelt. Der Vortrag soll durch mehrere Fallbeispiele den Fragen nachgehen, wie Athanasius seine Anhängerschaft rekrutierte sowie dauerhaft an sich band, konkret in den Auseinandersetzungen zum Einsatz brachte und diese Ereignisse im Anschluss darstellte.

Lukas Mathieu ist Mitarbeiter am Graduiertenkolleg der DFG „Metropolität in der Vormoderne“ an der Universität Regensburg und forscht zum Einsatz der Metropole Alexandria im politischen und literarischen Wirken des Bischofs Athanasius.

Sie können über den folgenden Link an dem Vortrag teilnehmen. Bitte begeben Sie sich schon ab 18:00 in den Raum, um gegebenenfalls auftretende Störungen beheben zu können.

https://kurzelinks.de/AlmosenundPropaganda

Kolloquium im Sommersemester 2021

Das Institut der Alten Geschichte freut sich dieses Semester wieder ein Kolloquium anzubieten. Die Termine und die Titel der Veranstaltungen finden Sie in dem Bild. Dieses Semester wird es noch nicht in Präsenz möglich sein, sondern online über MS- Teams ablaufen. Sie können sich zu den einzelnen Terminen einfach über den nachstehenden MS Teams Link zuschalten. Ab 18:00 wird der Raum für Sie geöffnet sein. Wir bitten Sie sich schon um 18:00 im virtuellen Raum einzufinden, damit wir pünktlich um 18:15 mit den Vorträgen starten können.

 

 

Kaiser Konstantin und die Sonntagsruhe

Dieses Thema greift der WDR in seiner Sendung Zeitzeichen diese Woche auf.

Unter folgenden Links können Sie sich anschauen und besonders anhören, was es damit auf sich hat.

wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/247/2470844/wdrzeitzeichen_2021-07-03_kaiserkonstantinkonkretisiertseinsonntagsdekretam0307321_wdr5.mp3

www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-kaiser-konstantin-sonntags-dekret-100.html

Kolloquium am 30.06.2021

Gastvortrag: "Sein & Schein: Römische Münzen und ihre Imitationen aus der germanischen Siedlung von Frienstedt (Stadt Erfurt)“

Am Mittwoch den 30. Juni, um 18.15 Uhr, veranstaltet das Institut für Alte Geschichte  einen weiteren digitalen Gastvortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Kolloquiums: "Sein & Schein: Römische Münzen und ihre Imitationen aus der germanischen Siedlung von Frienstedt (Stadt Erfurt)“ Gastreferent ist Dipl. Informatiker Mario Schlapke aus Weimar.


Römische Münzen wurden über Jahrhunderte auch außerhalb des Römischen Reiches genutzt und stellen dadurch heute im „Freien Germanien“ eine wichtige archäologische Fundgruppe dar. Im Bereich der Orte Frienstedt und Gottstedt (Stadt Erfurt, Freistaat Thüringen) konnte im Vorfeld des Baus der Autobahn A 71 großflächig eine germanische Siedlung des 2. bis 4. Jh. n. Chr. untersucht und prospektiert werden. Dabei wurden über 200 römische Münzen geborgen und dokumentiert, die aus einem Zeitraum von Ende des 2. Jh. v. Chr. bis ins. 4. Jh. n. Chr. stammen.

Der Vortrag gibt einen Einblick in diesen umfangreichen numismatischen Bestand und seine zeitliche und inhaltliche Struktur. Besonders setzt er sich mit dem dort mit vielen Beispielen nachweisbarem Phänomen von nicht offiziellen Stücken („Imitationen“ und/oder „Fälschungen“) auseinander.

Das Erkennen, Dokumentieren und die recherchefreundliche Bereitstellung solcher nicht offiziellen Stücke in numismatischen Datenbanken und Portalen stellt einen wichtigen Beitrag für eine moderne Interpretation der Herkunft, Datierung und Nutzung „römischer Münzen“ sowie besonders für die Frage einer vielleicht über die Beschreibungen von Tacitus (Germania 5, 3) hinausgehenden Übernahme des Münzgebrauchs jenseits der Reichsgrenzen dar.


Zur Person von Herrn Schlapke:

Als Dipl. Informatiker ist Herr Mario Schlapke Fachreferent für Archäoinformatik und Numismatik am Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Weimar; er betreut die dortige Münzsammlung und das Münzfundarchiv. Als Vertreter des Landes Thüringen ist er auch Mitglied in der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland; in dieser Funktion ist er maßgeblich am Aufbau der numismatischen Datenbank KENOM (www.kenom.de) beteiligt. Dieses Projekt hat er in Saarbrücken im Rahmen eines öffentlichen Workshops über die „Perspektiven der digitalen Objekt- und Bildwissenschaften in der Klassischen Archäologie“ im Juni 2019 vorgestellt ("Das KENOM-Projekt: Normdatenbasierte Beschreibungen und Digitalisate in der Numismatik").

Sie können über den folgenden Link an dem Vortrag teilnehmen. Bitte begeben Sie sich schon ab 18:00 in den Raum, um gegebenenfalls auftretende Störungen beheben zu können.

kurzelinks.de/7i6q

Kolloquium am 23.06.2021

Gastvortrag: „Crisis before the ‚Crisis‘. The Decline and Fall of the Cities of the Tarraconensis"

Am Mittwoch 23. Juni, um 18.15 Uhr, veranstaltet das Institut für Alte Geschichte  einen digitalen Gastvortrag (in englischer Sprache) im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Kolloquiums: „Crisis before the ‚Crisis‘. The Decline and Fall of the Cities of the Tarraconensis at the End of the High Empire.” Gastreferent ist Prof. Dr. Javier Andreu Pintado von der Universidad de Navarra in Pamplona.

Javier Andreu Pintado ist ausgewiesener Experte zu den Vorläufern der Basken, den Vasconen, und hat sich intensiv mit ihrer Geschichte und Kultur auseinandergesetzt. Daneben liegen seine Forschungsschwerpunkte im Bereich der lateinischen Epigraphik, der hispanorömischen Eliten und der hispanischen Stadtentwicklung.

Am Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. Befand sich das urbane Netzwerk des Römischen Reiches in einer Situation der Schwäche und Krise. Wir wissen dies einerseits durch Dekrete aus der flavischen Zeit, Kommentare von Plinius dem Jüngeren zu den finanziellen Problemen einiger Städte und andererseits durch Notizen in der Historia Augusta, die von der Existenz von oppida labentia – „Städten im Niedergang“ – berichten. Der Vortrag geht der Frage nach den Gründen des Niedergangs der hispanischen Städte nach, der im 2. Jahrhundert n. Chr. einsetzt. War dieser wirtschaftlich bedingt oder ist er eher aus der lokalen Autonomie heraus zu erklären?


At the end of the 2nd century AD the urban network of the Roman Empire was subject to weakness and crisis. We know this on one hand through decrees from the Flavian era, comments of Pliny the Younger on the financial problems of some cities and on the other hand through notices in the Historia Augusta reporting the existence of oppida labentia – “cities in decline”.
In this conference, we discuss some of these issues with the following questions: was the municipal system, at least in the Roman West and, particularly in Roman Spain, a useful and sustainable model of managing local autonomy? Was it a durable system? Were new cities more fragile than others in terms of financial sustainability? What were the causes and the indicators signalling the lack of strength of many urban centres from the 2nd century AD onwards?

Sie können über den folgenden Link an dem Vortrag teilnehmen. Bitte begeben Sie sich schon ab 18:00 in den Raum, um gegebenenfalls auftretende Störungen beheben zu können.

https://kurzelinks.de/KolloquiumAlteGeschichte

Kolloquium am 09.06.2021

Der nächste Termin unseres Kolloquiums ist am 09.06.2021 um 18:00 ct.
Der Referent Jens Hartz spricht zum Thema:

„Kampf des antiken Christentums gegen Asklepios Soter“

Adolf Harnack formulierte 1892 in seiner Abhandlung „Medicinisches aus der ältesten Kirchengeschichte“, dass der Asklepios-Glaube im zweiten und dritten Jahrhundert n. Chr. einer der am meisten verbreiteten Kulte gewesen sei und dem Christentum am längsten Widerstand geleistet hätte. Dieser Meinung folgte 1945 Ludwig Edelstein; er bezeichnete Asklepios als gefährlichsten Gegner und größten Antagonisten Jesu Christi. Edelstein verwies darauf, dass es in den christlichen Schriften einen Ton des Unbehagens, der Besorgnis und einzelne Ausbrüche von Bitterkeit gegen den heidnischen Heilgott gebe, die so gegenüber Zeus, Apollo, Hera oder Athene nicht zu finden seien.

Der Vortrag behandelt die Frage, ob diese bis heute vertretene Forschungsmeinung - Asklepios als Hauptfeind des frühen Christentums - tatsächlich mit den christlichen Apologien und Schriften der Kirchenväter zu belegen ist? Oder reiht sich die Polemik und Kritik am heidnischen Erlöser nicht eher in den allgemeinen Kampf des Christentums gegen die ‚falschen Götter‘ ein?

Sie können über den folgenden Link an dem Vortrag teilnehmen. Bitte begeben Sie sich schon ab 18:00 in den Raum, um gegebenenfalls auftretende Störungen beheben zu können.

https://bit.ly/35515yp

Kolloquium am 19.05.2021

Der nächste Termin unseres Kolloquiums ist am 19.05.2021. Beginn wird diese Woche ausnahmsweise um 18:30 sein.
Der Referent Jan Lotz (https://dhh.uni.lu/team/jan/) spricht zum Thema:

„Alte Geschichte im Digitalen Zeitalter: Ansätze zur Untersuchung von Handels- und Transportnetzwerken im Römischen Reich“.

Wurde die Netzwerkanalyse zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch relativ selten in den
Geschichtswissenschaften genutzt, hat sich besonders in den letzten Jahren ihr Einsatz stark erhöht. Ziel der Netzwerkanalyse ist es, Beziehungen und Beziehungsmuster zwischen Akteuren aufzudecken und zu analysieren. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Untersuchung von Handels- und Transportnetzwerken in Gallien und Germanien in den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten. Dafür werden vor allem die Inschriften ausgewertet, die genaueren Aufschluss über Netzwerke zwischen Händler-Familien geben. Der Zweck dieser Netzwerke ist wohl vor allem in der Sicherung und im Ausbau der eigenen Stellung innerhalb der Geschäftswelt zu sehen.

 

Der Lehrstuhl der Alten Geschichte freut sich auf Ihr kommen!

 

Caesarenwahn

Ein Topos zwischen Antiwilhelminismus, antikem Kaiserbild und moderner Populärkultur

Dies ist der Titel der kürzlich erschienenen Publikation, unter Mitwirkung des Lehrstuhls der Alten Geschichte. Grundsätzlich geht das Werk auf eine Ringtagung des Wintersemesters 2015/2016 zurück.  Seit Mitte April ist es nun erhältlich und wird am 05.05.2021 zum Auftakt des Kolloquiums vorgestellt.

"Hat unbegrenzte Macht einen schädlichen Einfluss auf die menschliche Psyche? Diese Vorstellung ist im populären Diskurs moderner Gesellschaften jedenfalls weit verbreitet. Im deutschsprachigen Raum findet sie sich verdichtet im Begriff des ‚Caesarenwahns‘, seit Ludwig Quidde (1858–1941) am Ende des 19. Jahrhunderts am Beispiel des Kaisers Caligula und mit Blick auf Wilhelm II. ironisch aufzuzeigen versuchte, dass Autokraten ihrer Machtstellung wegen besonders anfällig für psychische Störungen seien.

Der vorliegende Sammelband geht den Ursprüngen dieser Topik vom ‚wahnsinnigen Herrscher‘ in der antiken Herrscherinszenierung sowie im Monarchiediskurs des 19. und frühen 20. Jahrhunderts nach und verfolgt ihre Wirksamkeit bis in die Gegenwart. An ausgewählten Beispielen der populären (v.a. filmischen) Inszenierung von Autokraten wird dabei aufgezeigt, wie die Einordnung des Herrschers als ‚verrückt‘ der Simplifizierung der kritischen Auseinandersetzung mit abgelehnten Herrschaftsweisen dient"

 

Willkommen zum neuen Semester!

Unsere Veranstaltungen werden digital durchgeführt.

Bitte informieren Sie sich genauer im LSF  oder in Moodle

Küssen Verboten - Seuchen in der Antike

Vortrag von Dr. Karen Aydin, Mittwoch 03.03.2021, 18:00 über MS Teams

Die Gasthörer/innen, Kulturkreis an der Universität des Saarlandes e.V. veranstalten am Mittwoch den 03.03. 2021 um 18:00 einen freien Vortrag. Referentin ist Dr. Karen Aydin vom Lehrstuhl der Alten Geschichte Saarbrücken. Bei diesem aktuellen Thema, "Küssen Verboten - Seuchen in der Antike"  sind alle Interessierten eingeladen sich zu der offenen Veranstaltung zuzuschalten.

https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_YWVkNjAzM2QtNWEwOC00MzgyLTk4ZmEtZWZhZDlhYzZkYWNh%40thread.v2/0?context=%7B%22Tid%22%3A%2267610027-1ac3-49b6-8641-ccd83ce1b01f%22%2C%22Oid%22%3A%22399fdfb8-9604-4381-b0d3-10b12656668a%22%7D

80. Geburtstag von Universitätsprofessor Klaus Martin Girardet

Am 18. Oktober kann der Professor für Alte Geschichte und ehemalige Dekan der Philosophischen Fakultät I der Universität des Saarlandes Dr. Klaus Martin Girardet seinen 80. Geburtstag begehen.

In Koblenz geboren, absolvierte er zunächst eine kaufmännische Ausbildung und auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studierte er Alte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte sowie Evangelische Theologie, legte zuerst das Magister-Examen ab und wurde 1972 mit der herausragend bewerteten Untersuchung „Kaisergericht und Bischofsgericht“ promoviert. Von 1972 bis 1980 wirkte er – unterbrochen durch ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft – als Assistent für Alte Geschichte an der Universität Trier. 1979 habilitierte er sich dort mit seiner Studie „Die Ordnung der Welt – ein Beitrag zur philosophischen und politischen Interpretation von Ciceros Schrift ‚De legibus‘“.

In der Nachfolge von Prof. Werner Eck 1980 zum Professor für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes ernannt, lehrte und forschte Klaus Martin Girardet über seinen Eintritt in den Ruhestand (2006) hinaus bis zum Sommersemester 2013 auf dem Saarbrücker Campus. In besonderer Weise übernahm der Jubilar auch umfangreiche Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung als Prodekan des Fachbereichs „Kunst- und Altertumswissenschaften“, Senator, Dekan der Philosophischen Fakultät I Geschichts- und Kulturwissenschaften (2000-2004) oder als Mitglied des Universitätsrats (2002-2005).

Der Gründer des 2003 initiierten „Saarbrücker Forums für Altertumskunde“ gehört als Ordentliches Mitglied unter anderem mehreren wissenschaftlichen Organisationen wie der „Accademia Storico-Romanistica Costantiniana“ (Perugia), dem „Deutschen Archäologischen Institut“ (Berlin) und der „Societas Internationalis Historiae Conciliorum Investigandae“ (Rom/Vatikan) an. Sein wissenschaftliches Œuvre umfasst rund 100 Publikationen, vor allem zur Geschichte der Römischen Republik, zum frühen Prinzipat und zur Spätantike, darunter die Monographien „Die Alte Geschichte der Europäer und das Europa der Zukunft“ (2001), „Die Konstantinische Wende“ (2007), „Rom auf dem Weg von der Republik zum Prinzipat“ (2007), „Kaisertum, Religionspolitik und das Recht von Staat und Kirche in der Spätantike“ (2009), „Der Kaiser und sein Gott. Das Christentum im Denken und in der Religionspolitik Konstantins des Großen“ (2010), „Studien zur Alten Geschichte der Europäer“ (2016) oder „Januar 49 v. Chr.: Caesars Militärputsch: Vorgeschichte, Rechtslage, politische Aspekte“ (2017). Außerdem hat er mehrere Studienbücher zur Geschichte und Kultur der Alten Welt, Veröffentlichungen in der Reihe der „Annales Universitatis Saraviensis – Philosophische Fakultät“ oder mit seinem Kollegen Ulrich Nortmann den Band „Menschenrechte und europäische Identität – Die antiken Grundlagen“ (2005) herausgegeben.

 

Hieronymus Einführung in Leben und Wirken

Zu den Jubiläen, 1600 Jahre Heiliger Hieronymus und 70 Jahre Theologische Fakultät Trier, hatte die Universität Trier im Juni 2020 eigentlich eine große Festveranstaltung geplant. Leider fiel die Präsenzveranstaltung der Corona-Pandemie zum Opfer. Trotzdem hat die Theologische Fakultät ein Online Angebot zu den Jubiläen, welches Sie unter dem folgenden Link abrufen können.

Hieronymus Einführung in Leben und Wirken

Die Exkursion nach Rom muss wegen der Corona-Pandemie leider auf das Frühjahr 2021 verschoben werden. Wir informieren hier sehr bald über den neuen Termin!