News
Wahlen der Fakultätsleitung für die Amtsperiode 01.10.2026–30.09.2028
06.07.2026
Der Erweiterte Fakultätsrat hat in seiner Sitzung am 06.07.2026 den Dekan, die Studiendekanin bzw. den Studiendekan mit Stellvertretung sowie den Forschungsdekan mit Stellvertretung für die Amtsperiode vom 01.10.2026 bis 30.09.2028 gewählt.
Zu den gewählten Personen zählen Prof. Dr. Matthias Hannig als Dekan, Prof. Dr. Carola Meier als Studiendekanin, Prof. Dr. Sören Becker als stellvertretender Studiendekan, Prof. Dr. Stefan Rupf als stellvertretender Studiendekan im Bereich Zahnmedizin, Prof. Dr. Matthias Laschke als Forschungsdekan sowie Prof. Dr. Tobias Hartmann als stellvertretender Forschungsdekan. Die Amtszeit beginnt am 01.10.2026 und endet am 30.09.2028.
Die Wahl der Prodekaninnen bzw. Prodekane für die Bereiche Theoretische Medizin und Klinische Medizin erfolgt in der ersten Sitzung der neu gewählten Bereichsräte nach Beginn der Amtsperiode ab dem 01.10.2026.
Vertrag für eine Stiftungsprofessur am Klaus-Faber-Institut für Neuroimmunologie unterzeichnet
01.07.2026
Die gemeinnützige Klaus Faber Stiftung unterstützt die Einrichtung einer Stiftungsprofessur W2 am Klaus-Faber-Institut für Neuroimmunologie, das an der Medizinischen Fakultät am Campus Homburg aufgebaut wird. Dafür wurde jetzt eine vertragliche Vereinbarung unterzeichnet. Ziel des Instituts ist es, neuroimmunologische Mechanismen systematisch zu entschlüsseln und neue Ansätze für Diagnostik und Therapie neuroimmunologischer Erkrankungen – insbesondere der Multiplen Sklerose – zu entwickeln. […]
Saar-Modellprojekt beim Hauptstadtkongress in Berlin: LKW bringt Diagnostik zu Pflegeheim-Bewohnern
22.06.2026
Ultraschall, CT, Röntgen – eine echte Notaufnahme im Spezial-Truck ermöglicht erkrankten Bewohnern direkt vor dem Pflegeheim medizinische Untersuchungen ohne lange Wege: Das Modellprojekt aus dem Saarland stellt sich vom 23. bis 25. Juni auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin (Messe, hub27) vor. Ab September 2026 wird das Spezialfahrzeug mit Hightech-Diagnostik im Saarland im Einsatz sein.
Bei dem europaweit einmaligen medizinischen und pflegerischen Versorgungsmodell arbeiten Universität und Universitätsklinikum des Saarlandes mit zahlreichen Partnern zusammen. Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert das Projekt mit über acht Millionen Euro. […]
Förderung für Entschlüsselung des „Schweizer Taschenmessers“ im Immunsystem von Männern und Frauen
12.06.2026
Warum sind Krebstherapien bei Männern und Frauen unterschiedlich erfolgreich? Wie passen Immunzellen ihre Angriffe auf Tumore an? Dr. Hsin-Fang Chang vom Zentrum für Integrative Physiologie und Molekulare Medizin (CIPMM) sowie vom Zentrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin (CGBM) der Universität des Saarlandes, wurde mit einer Förderung in Höhe von über 330.000 Euro durch die renommierte Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) ausgezeichnet, um genau diese Fragen zu untersuchen. […]
Veranstaltungen
Dr. med. Wissam Aljundi
Freitag, 3. Juli 2026, 15:30 Uhr
Hörsaal 1 Innere Medizin, Geb. 41
Freitag, 12. Juni 2026, 14:00 Uhr
Auditorium CIPMM, Gebäude 48, Campus Homburg
Prof. Dr. Kathrin Ulrich
Molecular and Cell Biology | ZHMB | UdS
Redox-Regulated Chaperones: From a Tightly Controlled Thiol Switch to Proteostasis Regulation and Healthy Aging
PD Dr. Wiebke Jürgens-Wemheuer
Institute for Neuropathology | UKS
Detection of Pathogenic Protein Aggregates for the Diagnosis of Neurodegenerative Diseases
Termine zur mündlichen Promotionsprüfung
| Datum | Uhrzeit | Name | Vorname | Dr.-Grad | Ort (sofern nicht anders angegeben, Campus Homburg) |
| 10.07.2026 | 15.00 | Kaschek | Lea | Dr. rer. nat. | CIPMM, Auditorium, Raum-Nr. 00.03.01, Geb. 48 |
| 13.07.2026 | 16.30 | Petersen | Milena | Dr. med. | Dermatologie, Konferenzraum, Raum-Nr. 1203, 12. Etage, Geb. 6 |
| 20.07.2026 | 13.00 | Benz | David | Dr. med. | Med. Biometrie, Bibliothek, Raum-Nr. 2.06, Geb. 86 |
| 21.07.2026 | 16.00 | Weiser | Felix | Dr. med. | Chirurgie, Konferenzraum Anästhesie, Raum-Nr. 00.158, Geb. 57 |
| 03.08.2026 | 15.30 | Nigdelis | Meletios | Dr. med. | Dermatologie, Konferenzraum, Raum-Nr. 1203, 12. Etage, Geb. 6 |
| 04.08.2026 | 16.00 | Lin | Ching-Hsin | PhD | CIPMM, Auditorium, Raum-Nr. 00.03.01, Geb. 48 |
| 05.08.2026 | 16.00 | Peifer | Carolin | Dr. med. | Humangenetik, Büro Prof. Meese, Raum-Nr. 1.01, Geb. 60 |
| 05.08.2026 | 12.00 | Sauder | Nova | Dr. med. | Med. Mikrobiologie + Hygiene, Seminarraum, Raum-Nr. 1.01 A, 1. OG, Geb. 43 |
| 06.08.2026 | 14.00 | Radermacher | Stefan | Dr. med. | Exp. und Klin. Pharmakologie + Toxikologie, Raum-Nr. SR 00.02.17, EG, Geb. 48.5 |
| 12.08.2026 | 14.00 | Ibrahim | Dalia | PhD | Anatomie, Seminarraum, Raum-Nr. 1.47 |
| 13.08.2026 | 15.00 | Köller | Anna | Dr. med. | Augenheilkunde, Bibliothek, Raum-Nr. 2.073, Geb. 22 |
| 25.08.2026 | 16.30 | Larsen | Elena | Dr. med. | IMED, Seminarraum, Ebene 1, Raum-Nr. E 1.109, Geb. 41 |


Aktuelle Highlight Paper
Patienten nach solider Organtransplantation und Personen mit chronischen Erkrankungen weisen ein erhöhtes Risiko für respiratorische Synzytialvirus (RSV)-Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen und schwerwiegenden Folgen auf. Zur präventiven Schutzmaßnahme wurden im letzten Jahr in Deutschland drei neue RSVpreF-basierte Impfstoffe zugelassen und durch die ständige Impfkommission (STIKO) für Personen mit erhöhtem RSV-Risiko ab einem Alter von 60 Jahren empfohlen, wobei die Datenlage hinsichtlich der Immunogenität und Reaktogenität in Patienten mit geschwächtem Immunsystem limitiert war.
In dieser Arbeit konnten wir nachweisen, dass eine einzelne Dosis eines proteinbasierten RSV-Impfstoffs gut vertragen wurde und in der Mehrheit der Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen und Patienten nach solider Organtransplantation die bereits vorhandene Grundimmunität boostert. Die Impfung führte sowohl zu einem signifikanten Anstieg der RSV-spezifischen IgG-Antikörper als auch polyfunktionaler CD4 T-Zellen, mit vergleichbaren T-Zell-Level gegen die beiden RSV-Subtypen A und B. Die niedrigsten CD4 T-Zell-Antworten wiesen Patienten unter einer hohen immunsuppressiven Therapie auf, darunter Lungentransplantierte oder Patienten im ersten Jahr nach der Transplantation. Zudem wurde die Induktion von RSV-F-spezifischen Antikörpern durch das Immunsuppressivum Mycophenolat-Mofetil und seinem Äquivalent Mycophenolsäure negativ beeinflusst.
Die gewonnenen Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf die Auswirkungen eines Immundefektes bzw. einer immunsuppressiven Therapie auf die humorale und zelluläre Immunität nach Impfungen zu. Zudem können die gewonnenen Daten dazu beitragen, Impfstrategien sowie zukünftige Impfempfehlungen für Patienten mit Immunschwäche zu optimieren.
Cellular and humoral immunogenicity of respiratory syncytial virus vaccination in solid organ transplant recipients - American Journal of Transplantation
In dieser in Homburg koordinierten europäischen Multicenterstudie (2015–2019) mit über 2600 Teilnehmern aus 21 Zentren in 11 Ländern wurde die Aussagekraft des QuantiFERON-TB-Gold-Plus (QFT+)-Tests für den Nachweis einer Tuberkuloseinfektion und zur Vorhersage einer Erkrankung untersucht. 1788 Patienten mit Immundefizienz (Organ- und Stammzelltransplantation, rheumatoide Arthritis, chronische Niereninsuffizienz, HIV) und 861 immungesunde Kontrollpersonen wurden eingeschlossen und über zwei Jahre nachverfolgt. Der QFT+-Test zeigte nur eine geringe Vorhersagekraft für zukünftige Erkrankungen. Nach zwei Jahren entwickelten weder positiv noch negativ getestete Personen eine aktive Tuberkulose, außer einigen wenigen Personen mit HIV-Infektion. Der Test allein reicht nicht aus, um das individuelle Tuberkulose-Risiko in Niedriginzidenz-Ländern zuverlässig zu bestimmen. Künftige Entscheidungen sollten zusätzliche Risikofaktoren wie HIV-Status, Immunlage und Herkunft berücksichtigen.
Diagnostic accuracy and predictive value of the QuantiFERON-TB gold plus assay for tuberculosis in immunocompromised individuals: a prospective TBnet study - PubMed
Die Studie untersuchte, ob Azelastin-Nasenspray zur Vorbeugung von SARS-CoV-2-Infektionen geeignet ist:.
- Teilnehmer: 450 gesunde Erwachsene (18–65 Jahre, überwiegend geimpft).
- Intervention: Azelastin 0,1 % Nasenspray vs. Placebo, 3-mal täglich über 56 Tage.
- Primärer Endpunkt: PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen.
Ergebnisse:
- SARS-CoV-2-Infektionen traten in der Azelastin-Gruppe seltener auf (2,2 % vs. 6,7 %; OR 0,31).
- Infektionen traten später auf (im Mittel 31 vs. 19 Tage).
- Symptomatische Infektionen und Rhinovirus-Infektionen waren reduziert.
- Nebenwirkungen waren überwiegend mild und vergleichbar mit Placebo (häufig bitterer Geschmack, Nasenbluten).
Schlussfolgerung:
Azelastin-Nasenspray senkte in dieser Studie das Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen signifikant und erwies sich als sicher. Es könnte eine praktikable Möglichkeit für die Präexpositionsprophylaxe sein.
Das Paper erreichte große Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und in der Presse. Ein wichtiger Aspekt ist die saarländische Kooperation zwischen UDS und einer lokalen Firma, Ursapharm.

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