News
Ahmad Aljohmani erhält Förderpreis der Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung
20.03.2026
Dr. Ahmad Aljohmani ist einer der beiden Preisträger, die am 19. März in der Aula der Universität des Saarlandes von der Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung ausgezeichnet wurden. Der Nachwuchsforscher im Bereich Medizin, der am Universitätsklinikum des Saarlandes eine eigene Arbeitsgruppe leitet, erforscht Ansatzpunkte für Therapien, die schädliche Entzündungen dämpfen, ohne die antibakterielle Abwehr zu beeinträchtigen. […]
Forscher entdecken „Doppelschlag“-Mechanismus, den Immunzellen im Kampf gegen Krebs einsetzen
17.03.2026
Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in den westlichen Ländern. Häufig entsteht der Eindruck, unser Körper sei dieser Krankheit schutzlos ausgeliefert. Der menschliche Organismus ist jedoch durchaus in der Lage, Krebszellen über lange Zeit erfolgreich zu bekämpfen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität des Saarlandes haben nun einen solchen körpereigenen Abwehrmechanismus gegen Krebs entdeckt. Er könnte Grundlage für neue Therapien sein. […]
Landespreis Hochschullehre 2025 für innovative Lehrformate an der Medizinischen Fakultät
13.03.2026
Am 13. März 2026 wurde in Saarbrücken in der Alten Evangelischen Kirche St. Johann durch das Ministerium der Finanzen und Wirtschaft der Landespreis Hochschullehre 2025 vergeben. Insgesamt wurden drei Preise vergeben, mit zweien wurden Projekte an der Medizinischen Fakultät ausgezeichnet. So erhielt das innovative und standortübergreifende Lehrprojekt „Interuniversitäres PJ-Teaching“ aus der Allgemeinmedizin, das zur Vernetzung und damit zur besseren Ausbildung der PJ-Studierenden im Wahlfach Allgemeinmedizin beiträgt, ein Preisgeld in Höhe von 24.000 €. Die „Teddyklinik Homburg“ wurde mit dem Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement, dotiert mit 2.000 €, ausgezeichnet.
Wir gratulieren den Preisträger*innen zu ihrem Erfolg und freuen uns mit ihnen über die Auszeichnung für ihre Leistungen. […]
Veranstaltungen
Dr. med. vet. Wiebke Jürgens-Wemheuer
Freitag, 30. Januar 2026 14:30 Uhr
Hörsaal im Neurozentrum, Geb. 90
Prof. Dr. med. Andreas Richard Link
Donnerstag, 05. Februar 2026 16:15 Uhr
Hörsaal 2 (E01.193), Innere Medizin, Geb. 41
Freitag, 13. März 2026, 14:00 Uhr
Auditorium CIPMM, Gebäude 48, Campus Homburg
Prof. Dr. Gebriela Krasteva-Christ
Macroscopic Anatomy | UdS
Epithelial sensing bridging immunity and neural regulation in pulmonary host defense
Prof. Dr. Thorsten Keßler
Internal Medicine III – Department of Cardiology and Angiology | UKS
Genetic alterations in the matrisome and atherosclerosis
Termine zur mündlichen Promotionsprüfung
| Datum | Uhrzeit | Name | Vorname | Dr.-Grad | Ort |
| 10.04.2026 | 13.15 | Eppers | Franziska | Dr. med. | Virologie, Seminarraum, EG, Raum-Nr. 0.02, Geb. 47, Campus Homburg |
| 10.04.2026 | 10.00 | Franke | Katharina | Dr. med. | Innere Medizin I, Seminarraum, Raum-Nr. E 1.109, Geb. 41, Campus Homburg |
| 14.04.2026 | 16.00 | Fuchs | Henrik | Dr. med. | Orthopädie, Bibliothek, Raum-Nr. E 46, Geb. 37, Campus Homburg |
| 22.04.2026 | 15.00 | Schätzle | Philipp | Dr. med. | CIPMM, Auditorium, Raum-Nr. 00.03.01, Geb. 48, Campus Homburg |
| 28.04.2026 | 17.00 | Burckhardt | Kristin | Dr. med. | Pädiatrie, Bibliothek, DG, Raum-Nr. 3.92, Geb. 9, Campus Homburg |
| 29.04.2026 | 14.00 | Martin | Elena | Dr. med. | Hörsaalgebäude, Seminarraum 4, Geb. 35, Campus Homburg |
| 29.04.2026 | 14.00 | Schäfer | Daniel | Dr. med. | PZMS, Seminarraum, Raum-Nr. SR 02.02.19, Geb. 48.5, Campus Homburg |
| 30.04.2026 | 13.30 | Simon | Nicolas | Dr. med. | PZMS, kleiner Seminarraum, Raum-Nr. SR 02.02.19, Geb. 48.5, Campus Homburg |
| 05.05.2026 | 10.30 | Carbonero Happel | Eva | Dr. med. | IMED, Konferenzraum, Ebene 1, Raum-Nr. E 1.110, Geb. 41, Campus Homburg |
| 05.05.2026 | 16.00 | Mallis Kyriakides | Orestis | Dr. med. | Gynäkologie, Bibliothek, Raum-Nr. 3.41, Geb. 9, Campus Homburg |
| 06.05.2026 | 15.30 | Leister | Katrin | Dr. med. | Neurologie, Raum-Nr. 423, 4. OG, Geb. 90, Campus Homburg |
| 07.05.2026 | 15.00 | Schönbeck | Christian | Dr. med. | MKG-Chirurgie, Seminarraum, Raum-Nr. 02.05.0, Geb. 71.1, Campus Homburg |
| 09.06.2026 | 16.00 | Nonnweiler | Katharina | Dr. med. | MKG-Chirurgie, Seminarraum, Raum-Nr. 02.05.0, Geb. 71.1, Campus Homburg |

Klinische Studie: ADHS-Symptome bei Erwachsenen lassen sich mit digitaler Anwendung verringern
12.03.2026
Erwachsene mit ADHS sind oft unkonzentriert und haben Probleme, ihrem Alltag eine Struktur zu geben. Viele Betroffene benötigen eine Therapie, die Plätze dafür sind jedoch rar. Eine digitale Anwendung kann hier sofort unterstützen und zeigt ähnliche Erfolge wie eine Verhaltenstherapie. Dies hat eine wissenschaftliche Studie mit 337 Erwachsenen gezeigt, die im renommierten Fachjournal Psychological Medicine veröffentlicht wurde. Erstautor ist Roberto D'Amelio von der Universität des Saarlandes. […]

Aktuelle Highlight Paper
Patienten nach solider Organtransplantation und Personen mit chronischen Erkrankungen weisen ein erhöhtes Risiko für respiratorische Synzytialvirus (RSV)-Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen und schwerwiegenden Folgen auf. Zur präventiven Schutzmaßnahme wurden im letzten Jahr in Deutschland drei neue RSVpreF-basierte Impfstoffe zugelassen und durch die ständige Impfkommission (STIKO) für Personen mit erhöhtem RSV-Risiko ab einem Alter von 60 Jahren empfohlen, wobei die Datenlage hinsichtlich der Immunogenität und Reaktogenität in Patienten mit geschwächtem Immunsystem limitiert war.
In dieser Arbeit konnten wir nachweisen, dass eine einzelne Dosis eines proteinbasierten RSV-Impfstoffs gut vertragen wurde und in der Mehrheit der Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen und Patienten nach solider Organtransplantation die bereits vorhandene Grundimmunität boostert. Die Impfung führte sowohl zu einem signifikanten Anstieg der RSV-spezifischen IgG-Antikörper als auch polyfunktionaler CD4 T-Zellen, mit vergleichbaren T-Zell-Level gegen die beiden RSV-Subtypen A und B. Die niedrigsten CD4 T-Zell-Antworten wiesen Patienten unter einer hohen immunsuppressiven Therapie auf, darunter Lungentransplantierte oder Patienten im ersten Jahr nach der Transplantation. Zudem wurde die Induktion von RSV-F-spezifischen Antikörpern durch das Immunsuppressivum Mycophenolat-Mofetil und seinem Äquivalent Mycophenolsäure negativ beeinflusst.
Die gewonnenen Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf die Auswirkungen eines Immundefektes bzw. einer immunsuppressiven Therapie auf die humorale und zelluläre Immunität nach Impfungen zu. Zudem können die gewonnenen Daten dazu beitragen, Impfstrategien sowie zukünftige Impfempfehlungen für Patienten mit Immunschwäche zu optimieren.
Cellular and humoral immunogenicity of respiratory syncytial virus vaccination in solid organ transplant recipients - American Journal of Transplantation
In dieser in Homburg koordinierten europäischen Multicenterstudie (2015–2019) mit über 2600 Teilnehmern aus 21 Zentren in 11 Ländern wurde die Aussagekraft des QuantiFERON-TB-Gold-Plus (QFT+)-Tests für den Nachweis einer Tuberkuloseinfektion und zur Vorhersage einer Erkrankung untersucht. 1788 Patienten mit Immundefizienz (Organ- und Stammzelltransplantation, rheumatoide Arthritis, chronische Niereninsuffizienz, HIV) und 861 immungesunde Kontrollpersonen wurden eingeschlossen und über zwei Jahre nachverfolgt. Der QFT+-Test zeigte nur eine geringe Vorhersagekraft für zukünftige Erkrankungen. Nach zwei Jahren entwickelten weder positiv noch negativ getestete Personen eine aktive Tuberkulose, außer einigen wenigen Personen mit HIV-Infektion. Der Test allein reicht nicht aus, um das individuelle Tuberkulose-Risiko in Niedriginzidenz-Ländern zuverlässig zu bestimmen. Künftige Entscheidungen sollten zusätzliche Risikofaktoren wie HIV-Status, Immunlage und Herkunft berücksichtigen.
Diagnostic accuracy and predictive value of the QuantiFERON-TB gold plus assay for tuberculosis in immunocompromised individuals: a prospective TBnet study - PubMed
Die Studie untersuchte, ob Azelastin-Nasenspray zur Vorbeugung von SARS-CoV-2-Infektionen geeignet ist:.
- Teilnehmer: 450 gesunde Erwachsene (18–65 Jahre, überwiegend geimpft).
- Intervention: Azelastin 0,1 % Nasenspray vs. Placebo, 3-mal täglich über 56 Tage.
- Primärer Endpunkt: PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen.
Ergebnisse:
- SARS-CoV-2-Infektionen traten in der Azelastin-Gruppe seltener auf (2,2 % vs. 6,7 %; OR 0,31).
- Infektionen traten später auf (im Mittel 31 vs. 19 Tage).
- Symptomatische Infektionen und Rhinovirus-Infektionen waren reduziert.
- Nebenwirkungen waren überwiegend mild und vergleichbar mit Placebo (häufig bitterer Geschmack, Nasenbluten).
Schlussfolgerung:
Azelastin-Nasenspray senkte in dieser Studie das Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen signifikant und erwies sich als sicher. Es könnte eine praktikable Möglichkeit für die Präexpositionsprophylaxe sein.
Das Paper erreichte große Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und in der Presse. Ein wichtiger Aspekt ist die saarländische Kooperation zwischen UDS und einer lokalen Firma, Ursapharm.
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