News
Anneli Peters wird Stiftungsprofessorin für Neuroimmunologie und leitet neues Klaus-Faber-Institut
30.09.2026
Die Heisenberg-Professorin Anneli Peters wird am 1. Oktober die Klaus Faber Stiftungsprofessur für Neuroimmunologie an der Universität des Saarlandes antreten. Zugleich übernimmt sie die Leitung des neu gegründeten Klaus-Faber-Instituts für Neuroimmunologie, das den Ausbau dieses dynamischen Forschungsfeldes am Standort Homburg maßgeblich vorantreiben soll. Schwerpunkt ihrer Forschung sind entzündliche Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems, insbesondere die Multiple Sklerose (MS).
Die Institutsgründung wurde ermöglicht durch eine Wissenschaftsförderung der gemeinnützigen Klaus Faber Stiftung Saarbrücken. […]
Francesca Gilli zur Professorin für Neuroinflammation an der Universität des Saarlandes ernannt
24.09.2026
Francesca Gilli ist neue Professorin für Neuroinflammation an der Universität des Saarlandes. Zuletzt war sie als Associate Professor für Neurologie an der Geisel School of Medicine at Dartmouth in den USA tätig. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Frage, wie Entzündungsprozesse im zentralen Nervensystem zur Entstehung und zum Fortschreiten neurologischer Erkrankungen beitragen. […]
Vorsorgeuntersuchung soll vor Gebärmutterhalskrebs schützen: Virologie leistete wichtige Vorarbeit
07.09.2026
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat vor kurzem eine neue Früherkennungsuntersuchung für Kinder im Alter von 9 und 10 Jahren beschlossen, die U10. Für die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) ist das ein Wendepunkt: Erstmals gibt es einen regulären Vorsorgetermin für alle gesetzlich versicherten Kinder genau in dem Alter, in dem die HPV-Impfung empfohlen wird. Eine wesentliche wissenschaftliche Grundlage dafür lieferte schon vor Jahren das Projekt „PRÄZIS“.
Das Projekt „PRÄZIS“ wurde von Professorin Sigrun Smola am Institut für Virologie der Universität des Saarlandes koordiniert. Das Saarland diente als Modellregion für die Studie. […]
Veranstaltungen
Dr. med. Torben M. Rixecker
Montag, 12. Oktober 2026, 17:30 Uhr
Hörsaal 2 Innere Medizin, Geb. 41
Freitag, 09. Oktober 2026, 14:00 Uhr
Auditorium CIPMM, Gebäude 48, Campus Homburg
Prof. Dr. Barbara Niemeyer
Molecular Biophysics | CIPMM | UdS
Specifying ion channel function
Prof. Dr. Bergita Ganse
Experimental Musculoskeletal Medicine | UKS
Musculoskeletal in vivo measurements – from dinosaurs to spaceflight
Termine zur mündlichen Promotionsprüfung
| Datum | Uhrzeit | Name | Vorname | Dr.-Grad | Ort (sofern nicht anders angegeben, Campus Homburg) |
| 02.10.2026 | 15.00 | Pasieka | Bastian | Dr. med. | CIPMM, Auditorium, Geb. 48 |
| 05.10.2026 | 16.00 | Koch | Johannes | Dr. med. | CIPMM, Auditorium, Geb. 48 |
| 12.10.2026 | 15.30 | Lohse | Yael | Dr. med. | Augenklinik, Bibliothek 2. OG, Raum-Nr. 73, Geb. 22 |
| 13.10.2026 | 15.00 | Dahl | Samira | Dr. med. dent. | Allgemeine Chirurgie, Raum-Nr. E 64, Geb. 57, Campus Homburg |
| 15.10.2026 | 17.15 | Höfer | Berfin | Dr. med. | Anatomie, Da Vinci, 1. OG, Geb. 61 |
| 26.10.2026 | 16.00 | Paoletti | Tommaso | Dr. med. | Augenklinik, Bibliothek, Raum- Nr. 73, Geb. 22 |
| 10.11.2026 | 16.00 | Sneyers | Albéric | Dr. med. | MKG-Chirurgie, Seminarraum, Raum-Nr. 02.05.0, Geb. 71.1 |
| 04.12.2026 | 14.00 | Kube | Maximilian | Dr. med. | Radiologie, Büro Prof. Bücker, Raum-Nr. 022, Geb. 50.1 |

Individualisierte molekulare Strahlentherapie eröffnet Chancen bei fortgeschrittenem Prostatakrebs
17.08.2026
Ein Team um Samer Ezziddin, Professor für Nuklearmedizin an der Universität des Saarlandes und Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum, hat gezeigt, dass eine individuell angepasste PSMA-Radioligandentherapie auch bei Patienten mit weit fortgeschrittenem Prostatakrebs wirksam und gut verträglich eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse der Studie mit 227 Patienten wurden in der Fachzeitschrift European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging veröffentlicht. […]

Aktuelle Highlight Paper
Patienten nach solider Organtransplantation und Personen mit chronischen Erkrankungen weisen ein erhöhtes Risiko für respiratorische Synzytialvirus (RSV)-Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen und schwerwiegenden Folgen auf. Zur präventiven Schutzmaßnahme wurden im letzten Jahr in Deutschland drei neue RSVpreF-basierte Impfstoffe zugelassen und durch die ständige Impfkommission (STIKO) für Personen mit erhöhtem RSV-Risiko ab einem Alter von 60 Jahren empfohlen, wobei die Datenlage hinsichtlich der Immunogenität und Reaktogenität in Patienten mit geschwächtem Immunsystem limitiert war.
In dieser Arbeit konnten wir nachweisen, dass eine einzelne Dosis eines proteinbasierten RSV-Impfstoffs gut vertragen wurde und in der Mehrheit der Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen und Patienten nach solider Organtransplantation die bereits vorhandene Grundimmunität boostert. Die Impfung führte sowohl zu einem signifikanten Anstieg der RSV-spezifischen IgG-Antikörper als auch polyfunktionaler CD4 T-Zellen, mit vergleichbaren T-Zell-Level gegen die beiden RSV-Subtypen A und B. Die niedrigsten CD4 T-Zell-Antworten wiesen Patienten unter einer hohen immunsuppressiven Therapie auf, darunter Lungentransplantierte oder Patienten im ersten Jahr nach der Transplantation. Zudem wurde die Induktion von RSV-F-spezifischen Antikörpern durch das Immunsuppressivum Mycophenolat-Mofetil und seinem Äquivalent Mycophenolsäure negativ beeinflusst.
Die gewonnenen Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf die Auswirkungen eines Immundefektes bzw. einer immunsuppressiven Therapie auf die humorale und zelluläre Immunität nach Impfungen zu. Zudem können die gewonnenen Daten dazu beitragen, Impfstrategien sowie zukünftige Impfempfehlungen für Patienten mit Immunschwäche zu optimieren.
Cellular and humoral immunogenicity of respiratory syncytial virus vaccination in solid organ transplant recipients - American Journal of Transplantation
In dieser in Homburg koordinierten europäischen Multicenterstudie (2015–2019) mit über 2600 Teilnehmern aus 21 Zentren in 11 Ländern wurde die Aussagekraft des QuantiFERON-TB-Gold-Plus (QFT+)-Tests für den Nachweis einer Tuberkuloseinfektion und zur Vorhersage einer Erkrankung untersucht. 1788 Patienten mit Immundefizienz (Organ- und Stammzelltransplantation, rheumatoide Arthritis, chronische Niereninsuffizienz, HIV) und 861 immungesunde Kontrollpersonen wurden eingeschlossen und über zwei Jahre nachverfolgt. Der QFT+-Test zeigte nur eine geringe Vorhersagekraft für zukünftige Erkrankungen. Nach zwei Jahren entwickelten weder positiv noch negativ getestete Personen eine aktive Tuberkulose, außer einigen wenigen Personen mit HIV-Infektion. Der Test allein reicht nicht aus, um das individuelle Tuberkulose-Risiko in Niedriginzidenz-Ländern zuverlässig zu bestimmen. Künftige Entscheidungen sollten zusätzliche Risikofaktoren wie HIV-Status, Immunlage und Herkunft berücksichtigen.
Diagnostic accuracy and predictive value of the QuantiFERON-TB gold plus assay for tuberculosis in immunocompromised individuals: a prospective TBnet study - PubMed
Die Studie untersuchte, ob Azelastin-Nasenspray zur Vorbeugung von SARS-CoV-2-Infektionen geeignet ist:.
- Teilnehmer: 450 gesunde Erwachsene (18–65 Jahre, überwiegend geimpft).
- Intervention: Azelastin 0,1 % Nasenspray vs. Placebo, 3-mal täglich über 56 Tage.
- Primärer Endpunkt: PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen.
Ergebnisse:
- SARS-CoV-2-Infektionen traten in der Azelastin-Gruppe seltener auf (2,2 % vs. 6,7 %; OR 0,31).
- Infektionen traten später auf (im Mittel 31 vs. 19 Tage).
- Symptomatische Infektionen und Rhinovirus-Infektionen waren reduziert.
- Nebenwirkungen waren überwiegend mild und vergleichbar mit Placebo (häufig bitterer Geschmack, Nasenbluten).
Schlussfolgerung:
Azelastin-Nasenspray senkte in dieser Studie das Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen signifikant und erwies sich als sicher. Es könnte eine praktikable Möglichkeit für die Präexpositionsprophylaxe sein.
Das Paper erreichte große Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und in der Presse. Ein wichtiger Aspekt ist die saarländische Kooperation zwischen UDS und einer lokalen Firma, Ursapharm.

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