26.06.2024

Ringvorlesung: „Facetten der Vielfalt – Genderforschung und ihre Bedeutung für die Gesellschaft“

Am 26. Juni hält Prof. Anne Conrad (Universität des Saarlandes) einen Vortrag zum Thema „Von der kirchlichen Frauenfrage zur Queer-Theologie“. Die Vorträge der interdisziplinären Ringvorlesung finden immer mittwochs von 18 bis 20 Uhr auf dem Saarbrücker Campus in Gebäude E2 5 (Hörsaal II) statt.

Klerikale Männerkirche, sexualisierte Gewalt und diskriminierende Strukturen einerseits, Maria 2.0, #Out-in-Church und synodale Reformversuche andererseits – beim Blick auf die Kirchen tun sich Widersprüche auf. Die „Frauenfrage“ ist seit jeher im kirchlichen Alltag präsent, „Geschlechtergerechtigkeit“ steht allerdings noch aus. Allen Widerständen zum Trotz hat sich seit den 1970er Jahren die „Feministische Theologie“ etabliert, inzwischen auch die „Queer-Theologie“. Der Vortrag geht auf die verschiedenen Varianten theologischer Geschlechterforschung ein, zeigt zukunftsweisende Entwicklungen auf und fragt nach Chancen und Grenzen. Mit welchen Widrigkeiten ist zu rechnen? Welche Perspektiven bieten sich? 

Hintergrund zur Ringvorlesung: „Facetten der Vielfalt – Genderforschung und ihre Bedeutung für die Gesellschaft“ 

Der Begriff „Gender“ polarisiert die öffentliche Debatte und spaltet Politik und Gesellschaft. Doch wofür steht die Genderforschung eigentlich? Warum ist es heute für viele Forschungsgebiete relevant, Geschlecht und andere Diversitätsfaktoren zu berücksichtigen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine interdisziplinäre Ringvorlesung der Universität des Saarlandes im Sommersemester. Sie findet jeweils mittwochs von 18 bis 20 Uhr auf dem Saarbrücker Campus in Gebäude E2 5 (Hörsaal II) statt. Zwei Podiumsdiskussionen zur Geschlechterforschung werden am 8. Mai und 24. Juli im Festsaal des Saarbrücker Rathauses veranstaltet.

Die öffentliche Ringvorlesung will unter anderem beleuchten, inwiefern soziale, ethnische, kulturelle und sexuelle Aspekte mit den Themen der Genderforschung zusammenhängen. Sie will dabei nicht an Fächergrenzen haltmachen, sondern aktuelle Forschungsansätze der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Rechts- und Naturwissenschaften einbeziehen. Dabei kommen Expertinnen und Experten der unterschiedlichen Fachgebiete zu Wort und stellen neueste Erkenntnisse etwa aus der feministischen Theorie, den Gender, Queer und Trans Studies sowie der empirischen Genderforschung vor. Bei jedem Vortrag wird es um die Frage gehen, welche Genderaspekte in dem jeweiligen Forschungsgebiet eine Rolle spielen und welche Erkenntnisse daraus für die Gesellschaft gezogen werden können.

Alle Vorträge sind nicht nur für Studierende, sondern für alle Interessierten ohne Anmeldung frei zugänglich. Auch die beiden Podiumsdiskussionen im Rathaussaal der Stadt Saarbrücken wenden sich an die interessierte Öffentlichkeit und wollen die große Bandbreite und Expertise zum Thema Genderforschung in der Region sichtbar machen. Die Podiumsdiskussion am 8. Mai wird von einer Comic-Lesung begleitet und findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Universität des Saarlandes im Dialog“ statt. Auch die letzte Veranstaltung im Rathaus am 24. Juli wird durch ein künstlerisches Rahmenprogramm ergänzt.

Die Ringvorlesung „Facetten der Vielfalt – Genderforschung und ihre Bedeutung für die Gesellschaft“ findet unter der Leitung der Politikwissenschaftlerin Daniela Braun und Amerikanistin Astrid M. Fellner statt, in Zusammenarbeit mit dem Forum Geschlechterforschung der Universität des Saarlandes, dem Gleichstellungsbüro der Universität des Saarlandes, dem AK Queer und dem Referat für Politische Bildung des AStA der Universität des Saarlandes sowie dem Zentrum für lebenslanges Lernen, dem Frauenbüro der Stadt Saarbrücken und der Frauen-Gender-Bibliothek Saar.

Zukünftiges Programm der Ringvorlesung (jeweils mittwochs von 18 bis 20 Uhr):

  • 3. Juli: „Geschlecht als Kontinuum“, Prof. Christel Baltes-Löhr (Universität Luxemburg)
  • 10. Juli: „Gender in der Psychologie“, Dr. Lisa Juliane Schneider (Landeshauptstadt Saarbrücken)
  • 17. Juli: „Frauenliteratur? Gender und Genre am Beispiel der popular romance“, Dr. Heike Mißler (Universität des Saarlandes)
  • 24. Juli: Abschlussdiskussion mit künstlerischem Rahmenprogramm im Saarbrücker Rathaus
    • Organisatorinnen der Ringvorlesung
    • Jun.-Prof. Carola Fricke (Universität des Saarlandes)
    • Julia Pierzina (international Gender Design network)

Kontakt:
Prof. Dr. Daniela Braun / Prof. Dr. Astrid Fellner

d.braun(at)uni-saarland.de und fellner(at)mx.uni-saarland.de

Weitere Informationen: https://www.uni-saarland.de/forschen/gender.html