04 July 2026

Die Saar als Arbeiterin | La Sarre ouvrière

Wie sieht eine Welt aus, in der nicht nur Menschen ihre Rechte vor Gericht einklagen können, sondern auch Flüsse? Am 4. Juli 2026 laden der französische Schriftsteller, Philosoph und Kurator Camille de Toledo, das Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE) sowie regionale und internationale Partner zu einem Bürger:innenforum ein, das diese Frage spezifisch für die Saar stellt.

Können Flüsse Rechte haben? 2017 wurde diese Frage bereits bejaht, als dem Whanganui River in Neuseeland der Status als juristische Person zugesprochen wurde. International finden sich vermehrt Beispiele für natürliche Wesen, die juristisch einklagbare Rechte erhalten. Kann dieser Ansatz dazu beitragen, das Verhältnis von Mensch und Umwelt langfristig und lebenserhaltend zu gestalten?

Diese und andere Fragen zur Rolle der Natur in unseren Gesellschaften stellen wir am 4. Juli 2026 im Saarbrücker Kulturgut Ost auf einem Forum für alle Bürger:innen des Saarbrückens und der Grande Région. Der Schriftsteller, Philosoph und Kurator Camille de Toledo – Mitbegründer der Internationale der Flüsse – hält an diesem Tag einen Impulsvortrag. Anschließend wird es in mehreren Workshops und durch Podiumsdiskussionen zahlreiche Möglichkeiten geben, mit Vertreter:innen aus Politik Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kultur über Flüsse als Akteure und Rechtssubjekte in unseren Gesellschaften zu diskutieren. In welcher Zukunft möchten wir leben? Wie wollen wir unser Verhältnis zur Natur gestalten?

Das Käte Hamburger Kolleg CURE und das Goethe Institut Nancy laden alle Interessierten herzlich zu diesem Bürger:innenforum ein.

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