Grenzen begegnen wir überall und permanent. Als erstes denken wir dabei oft an politische Grenzen, die in der öffentlichen und politischen Diskussion omnipräsent sind: der Ausbau der EU-Außengrenzen durch den neuen Pakt für Asyl und Migration, die seit Herbst 2024 an den deutschen Grenzen durchgeführten Grenzkontrollen oder das Wahlversprechen von Donald Trump der hermetischen Abrieglung der Grenze zu Mexiko. Sind ,Vergrenzungen‘ also das aktuelle Mittel der Wahl zur Bekämpfung drängender politischer Probleme? Was bedeutet das für Grenzregionen und die Menschen, die dort leben? Wie verändern sich Migrationsprozesse? Und wie wird die Zusammenarbeit von Staaten dadurch beeinflusst?
Gleichzeitig findet auch De-Bordering statt und führt dazu, dass Grenzräume zu Laboratorien der Zusammenarbeit und des Zusammenlebens werden. Daraus ergeben sich für die Border Studies vielfältige spannende Fragestellungen. Wie funktioniert grenzüberschreitende Kooperation? Welche Vorteile hat das Leben in einer Grenzregion und welche grenzüberschreitenden Ströme gib es dort? Welche Auswirkung haben Sprachgrenzen, mentale und kulturelle Grenzen?
Durch das Studium in einer Grenzregion werden Absolvent:innen des Master Border Studies nicht nur zu Expert:innen für komplexe Grenz(raum)fragen in theoretischer Hinsicht, sondern kennen auch deren praktische Implikationen. Diese Expertise in Kombination mit den exzellenten Sprachkenntnissen ist nicht nur auf den Arbeitsmärkten in Grenzräumen gefragt, sondern auch in weiteren transnationalen und interkulturellen Berufsfeldern. Unsere Alumni finden schnell attraktive Arbeitsplätze – sie sind in Ministerien, grenzüberschreiten Projekten und Organisationen, Bildungseinrichtungen, Tourismus sowie Regionalentwicklung tätig und ihre Karrieren entwickeln sich extrem positiv.
Bewerbungsfrist an der Universität des Saarland ist der 15. Juli 2026. Weiter Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Zulassungsvoraussetzungen finden Sie hier
