Decentralized Data Privacy Protocol - ddpp

ddpp
Decentralized Data Privacy Protocol - offenes, dezentrales Webprotokoll zur dienstübergreifenden Verwaltung von Datenschutzpräferenzen
- Laufzeit: 2026 - 2029
- Förderer: BMFTR
Statt Datenschutzeinstellungen in jedem einzelnen Dienst separat verwalten zu müssen, sollen Nutzende ihre Präferenzen künftig über einen sogenannten »Personal Privacy Preferences Place« an zentraler Stelle steuern können. Die Präferenzen werden anschließend automatisiert mit den angebundenen Diensten synchronisiert. Ziel ist es, Datenschutzfreundlichkeit, Transparenz und digitale Souveränität zu stärken und gleichzeitig eine standardisierte, interoperable Lösung zu schaffen, die sich in bestehende digitale Dienste integrieren lässt.
Dabei setzt das Projekt auf das Prinzip »Privacy by Default«: Datenschutzfreundliche Einstellungen sollen von Anfang an technisch unterstützt werden, sodass Nutzerinnen und Nutzer ihre Privatsphäre wirksam schützen können, ohne sich durch komplexe Einstellungen oder zahlreiche Einwilligungsabfragen arbeiten zu müssen. Die Projektergebnisse sollen zudem die Grundlage für eine mögliche Standardisierung bilden und zentrale Konzepte in relevante Fach- und Standardisierungsgremien einbringen.
Ziele und Vorgehen
Das Forschungsprojekt ddpp (Decentralized Data Privacy Protocol) entwickelt ein offenes, dezentrales Webprotokoll zur dienstübergreifenden Verwaltung von Datenschutzpräferenzen. Ziel ist die Etablierung einer standardisierten und interoperablen Lösung, die Datenschutzentscheidungen für Nutzende vereinfacht und gleichzeitig Unternehmen bei der datenschutzkonformen Umsetzung regulatorischer Anforderungen unterstützt.
Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE (als Konsortialführer) forschen wir in unserem neuen Forschungsprojekt »ddpp – Decentralized Data Privacy Protocol« an einem offenen, dezentralen Webprotokoll, das Datenschutzpräferenzen standardisiert, dienstübergreifend verwaltbar und synchronisierbar macht. Als Lehrstuhl für Rechtsinformatik an der Universität des Saarlandes bauen wir dabei die Brücke zwischen den rechtlichen Rahmenbedingungen und der technischen Umsetzung am Fraunhofer IESE.
Aus juristischer Sicht freuen wir uns besonders auf die Blickwinkel der assoziierten Partner, gerade weil sich darunter fünf Datenschutzaufsichtsbehörden befinden: die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, das Unabhängige Datenschutzzentrum Saarland, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg sowie das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein. Den Blick aus der Praxis bringen 15 Partner aus Industrie und Wirtschaft ein.
Die zugehörige Pressemitteilung finden Sie auf der Webseite der Universität des Saarlandes sowie unter https://idw-online.de/de/news876028.