Sonstige Zertifikate

Zertifikat Portugiesisch: Lusophone Sprachen und Kulturen

Die portugiesischsprachige Welt um die Ecke - O mundo da língua portuguesa ao virar da esquina

Das Zertifikat Portugiesisch: Lusophone Sprachen und Kulturen vermittelt den Studierenden zunächst grundlegende kommunikative Kompetenzen im Bereich der portugiesischen Sprache. In Seminaren, Vorlesungen und Übungen zu kulturwissenschaftlichen, literaturwissenschaftlichen und landeskundlichen Themen werden darüber hinaus Kenntnisse der komplexen Zusammenhänge von lusophonem Kulturkontakt und Kulturkonflikt erworben. Die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen vermitteln Sicherheit im Umgang mit den spezifischen nationalen Kulturen lusophoner Länder und verbessern die Chancen auf einem international expandierenden Arbeitsmarkt.

Hier finden Sie weitere Informationen.

Modulübersicht

Modul 1: Portugiesische Sprache 1

  • Portugiesisch A1 Teil 1+2 (ehemals Elementarkurse)
  • Portugiesisch A2 Teil 1+2 (ehemals Aufbaukurse)

Modul 2: Portugiesische Sprache 2

  • Portugiesisch B1 Teil 1+2 (ehemals Zertifikatskurse)

Modul 3: Lusophone Kulturen und Literaturen

  • Portugiesisch B1 - Lusophone Literatur und Medien
  • Portugiesisch B1 - Landeskunde/Kulturwissenschaft lusophoner Länder

 

Insgesamt: 16 SWS

Sprache: Das Zertifikat vermittelt den Studierenden in Modul 1 und 2 mit insgesamt 12 CP grundlegende Kenntnisse der portugiesischen Sprache (entsprechend Niveau B1 des europäischen Referenzrahmens).

Geschichte, Literatur und Kultur: In einem dritten Modul werden Kompetenzen im Bereich der Landeskunde/ Kulturwissenschaft lusophoner Länder vermittelt und ein Überblick über lusophone Literatur und Medien gegeben.

 

Lernziele und Kompetenzen

In den Sprachkursen:

  • Erwerb von Basiskenntnissen in der portugiesischen Sprache bis inkl. Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens;
  • Erwerb/Vertiefung der mündlichen und schriftlichen Sprachkompetenz in den vier Grundfertigkeiten Hören, Sprechen, Schreiben, Lesen und hinsichtlich Grammatik sowie Vokabular.

In den literatur-, kulturwissenschaftlichen und landeskundlichen Veranstaltungen:

  • Grundlagen der Kultur Portugals, Brasiliens und/oder weiterer portugiesischsprachiger Länder
  • Vergleichendes Studium transkultureller Phänomene der Lusophonie am Beispiel von Filmen, literarischen Werken, Pressetexten, Radiosendungen, usw.

 

Ausstellung des Zertifikats

Hier derAntrag für die Zertifikaterstellung - bitte ausfüllen und an den Lehrstuhl von Prof. Reinstädler per Mail schicken. 

Kontakt für die Ausstellung des Zertifikats:

Univ.-Prof. Dr. Janett Reinstädler
FR Romanistik 
Gebäude A5 3, Raum 0.10
Tel.:+ 49 681 302 3514 
reinstaedler(at)mx.uni-saarland.de

Zur Sprache

Bulgarisch – eine Sprache voller Überraschungen

Bulgarisch klingt vielleicht zunächst vertraut – besonders, wenn du schon eine andere slavische Sprache kennst. Aber aufgepasst: Bulgarisch hat einige Besonderheiten, die es von seinen slavischen Nachbarsprachen unterscheiden. Rund 9 Millionen Menschen sprechen Bulgarisch – vor allem in Bulgarien, aber auch in anderen Ländern.

Hier sind 6 Dinge, die Bulgarisch besonders machen:

  1. Ein neues Alphabet? Keine Angst!

    Auf den ersten Blick sieht geschriebenes Bulgarisch vielleicht ungewohnt aus, denn Bulgarisch wird mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben. Aber keine Sorge: Die Schrift ist viel leichter zu lernen, als man vielleicht denkt! 

    Viele Buchstaben kommen dir sogar bekannt vor. Und einige kennst du vielleicht schon, ohne es zu wissen: Die kyrillische Schrift findet sich auch auf den Euro-Banknoten. Dort ist sie neben der lateinischen und griechischen Schrift vertreten – als Erinnerung daran, dass Bulgarien seit 2007 Mitglied der Europäischen Union ist. 

    Nach kurzer Zeit kannst du die ersten bulgarischen Wörter lesen – und plötzlich sehen България (Bulgarien), София (Sofia) oder кафе (Kaffee) gar nicht mehr so geheimnisvoll aus. 

    Bulgarien spielt außerdem eine besondere Rolle in der Geschichte der kyrillischen Schrift. Im Mittelalter wurde das Land zu einem wichtigen Zentrum der slavischen Schrift- und Bildungskultur, von dem aus sich die kyrillische Schrift in weite Teile der slavischen Welt verbreitete. Also: Neues Alphabet, aber keine unüberwindbare Hürde – eher eine spannende neue Tür, die sich öffnet!

  2. Bulgarisch kann über die Vergangenheit ziemlich genau erzählen

    „Ich habe gegessen“ und „Ich aß“ – ist das nicht eigentlich dasselbe? Im Bulgarischen kann man viel genauer unterscheiden, wie eine vergangene Handlung abgelaufen ist. Eine wichtige Zeitform ist dabei der Aorist, mit dem abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit ausgedrückt werden. Klingt zunächst kompliziert, ist aber mit etwas Übung gut zu verstehen!

  3. Ja oder nein? Schau lieber zweimal hin!

    Eine der bekanntesten Besonderheiten Bulgariens sind die traditionellen Gesten für „ja“ und „nein“. Das Kopfnicken und Kopfschütteln kann in Bulgarien traditionell anders verwendet werden als in vielen anderen Ländern: Nicken kann „nein“ bedeuten, Kopfschütteln „ja“. Aber Vorsicht: Im Alltag ist das nicht immer eindeutig und kann je nach Person und Situation variieren. Am besten also nicht nur auf den Kopf schauen – sondern auch auf den Kontext! 

  4. Keine Fälle? Doch, du bist wirklich bei einer slavischen Sprache!

    Wer bereits Deutsch, Russisch, Polnisch oder eine andere slavische Sprache kann, könnte überrascht sein: Bulgarische Substantive haben keine grammatischen Fälle. Das macht Bulgarisch in dieser Hinsicht ziemlich ungewöhnlich innerhalb der slavischen Sprachfamilie. Beziehungen zwischen Wörtern werden stattdessen vor allem mit Präpositionen und der Wortstellung ausgedrückt. Das bedeutet: Wer Angst vor sechs oder sieben Fällen hat, darf hier erst einmal aufatmen.

  5. Der Artikel steht nicht vor dem Bezugswort

    „Das Buch“ heißt auf Bulgarisch книгата [knigata]. Das Besondere: Der bestimmte Artikel steht am Ende des Wortes. Aus книга [kniga] – Buch wird книгата [knigata] – das Buch. Ein kleines Detail – aber eines, das Bulgarisch sofort erkennbar macht.

  6. „Ich möchte lesen“ – aber wo ist der Infinitiv?

    Im Deutschen sagen wir: „Ich möchte lesen.“ Im Bulgarischen gibt es keinen produktiven Infinitiv wie im Deutschen. Stattdessen verwendet man да + Präsens: искам да чета [iskam da četa] = „Ich möchte lesen.“ Wörtlich könnte man das ungefähr als „Ich möchte, dass ich lese“ verstehen. Genau solche Besonderheiten machen Bulgarisch so spannend: Man entdeckt eine Sprache, die vertraut und gleichzeitig überraschend anders ist.

Lust bekommen, Bulgarisch zu entdecken? Dann komm zum Bulgaricum! Lerne eine neue Sprache, entdecke eine faszinierende Kultur und lerne Bulgarien aus einer ganz neuen Perspektive kennen.

Kursstruktur

An der Universität des Saarlandes gibt es zwei Wege, Bulgarischkenntnisse zu erwerben.

  1. Bulgaricum

    Das Bulgaricum ist ein in Deutschland einmaliges Angebot der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der Universität Sofia und richtet sich an Studierende, Berufstätige und sonstige Interessenten. Innerhalb eines Jahres werden umfangreiche Kenntnisse der bulgarischen Sprache und spezifische Aspekte von Bulgariens Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Recht, Geschichte und Geographie vermittelt.

    Unter anderem sind zwei Intensivsprachkurse in der vorlesungsfreien Zeit sowie ein Sommersprachkurs in Sofia vorgesehen. Der gesamte Unterricht wird nach einem für den Jahreskurs speziell konzipierten Programm durchgeführt.

    Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten des Bulgaricums über Termine, Umfang und Kosten.

  2.  Reguläres Kursangebot im Semester: Bitte beachten Sie, dass aktuell keine Sprachkurse am Sprachenzentrum angeboten werden! Während des Semesters werden 2-stündige Bulgarischkurse auf verschiedenen Niveaus angeboten. Der Einstieg für Anfänger ohne Vorkenntnisse ist in der Regel nur im Sommersemester möglich. Genauere Informationen erhalten Sie über das Kursinformationssystem des Sprachenzentrums.

Kursstruktur:

  • Bulgarisch A1 Teil 1+2 (Phase I des Bulgaricums)
    • Stunden pro Woche (SWS): 4
      • Landeskunde (2 SWS)
      • Sprachunterricht Bulgarisch (2 SWS)
    • Unterrichtete Stunden gesamt: 60
    • GER: A1
  • Bulgarisch A2 Teil 1+2 (Phase II des Bulgarkums - Intensivkurs à 2 Wochen)
    • Stunden pro Woche (SWS): 30
    • Unterrichtete Stunden gesamt: 60
    • GER: A2
  • Bulgarisch B1 Teil 1+2 (Phase III des Bulgaricums)
    • Stunden pro Woche (SWS): 4
      • Sprachunterricht Bulgarisch (2 SWS)
      • bulgarische Kultur in Geschichte und Gegenwart sowie geschichtliche und staatliche Strukturen Bulgariens (2 SWS)
    • Unterrichtete Stunden gesamt: 60
    • GER: B1
  • Bulgarisch B2 Teil 1+2  (Phase IV des Bulgaricums, Sommerschule à 3 Wochen)
    • Stunden pro Woche (SWS): 35
    • Unterrichtete Stunden gesamt: 105
    • GER: B2
  • Bulgarisch Vertiefungskurs (Phase V des Bulgaricums, Intensivkurs à 2 Wochen)
    • Stunden pro Woche (SWS): 30
    • Unterrichtete Stunden gesamt: 60
    • GER: B2
  • Bulgarisch 2 (für Fortgeschrittene - ergänzender Kurs, nicht Bestandteil des Bulgaricums)
    • Stunden pro Woche (SWS): 2
    • Unterrichtete Stunden gesamt: 30
    • GER: B2.2
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