25.06.2026

Gastvortrag: Auf dem Weg zum Basistext. HS 1936/7 8° und ihre Marginalien

Im Rahmen des mediävistischen Kolloquiums am 25. Juni um 8:30 Uhr stellt Maria Dötsch von der Universität Trier ihre aktuellen Forschungen vor. Der Vortragstitel ihres Gastvortrags lautet: „Auf dem Weg zum Basistext. HS 1936/7 8° (Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier) und ihre Marginalien“ (Campus, Gebäude C5 3, Raum 206).

Die schlichte, kleinformatige Gebrauchshandschrift mit der Signatur 1936/7 8° überliefert als einzig bekannter Textzeuge den Pilgerbericht des Koblenzer Bürgers Peter Fasbender, der in den Jahren 1492 und 1493 zum Heiligen Grab nach Jerusalem reiste. Dabei fasziniert die Handschrift aus objektbiographischer Sicht: Neben einem Haupttext in deutlich moselfränkischer Sprachfärbung enthält sie zahlreiche handschriftliche Nachträge zwischen den Zeilen oder an den Rändern. Daneben finden sich Streichungen einzelner Wörter oder ganzer Passagen. Dies wirft die Frage auf, wie genau der Basistext zu rekonstruieren ist und wie als sekundär gewertete Marginalien hinsichtlich ihres Verhältnisses zum Basistext und ihrer Funktion klassifiziert werden können. 

Der Vortrag gibt Einblicke in ein laufendes Editionsprojekt zur Handschrift und diskutiert ein Modell zur Typologisierung sekundärer Eintragungen.

Maria Dötsch (M.A., M.Ed.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Ältere deutsche Philologie, Schwerpunkt Historische Linguistik, an der Universität Trier.

Zeit und Ort des Gastvortrags: 
Donnerstag, 25. Juni, 8:30 Uhr
Gebäude C5 3, Raum 206 
Zudem besteht die Möglichkeit einer Online-Teilnahme. Interessierte erhalten einen Zugangslink nach kurzer Nachricht an: Stephanie.Muehlenfeld(at)uni-saarland.de