Vorschlag für ein antirassistisches Selbstverständnis der UdS

Unser Vorschlag für ein antirassistisches Selbstverständnis der UdS lehnt sich an Resolutionen des AStA, des Senats und des Präsidiums an:


1. Die Universität des Saarlandes versteht sich als Ort der gelebten Vielfalt und des Fortschritts mit gesellschaftlichem Vorbildcharakter. Sie solidarisiert sich mit allen von Rassismus betroffenen Menschen. Pluralität, Vielfalt und kritisches Denken kennzeichnen unsere offene und internationale Universität. Die AG Antirassismus setzt sich gemeinsam mit weiteren Initiativen und Institutionen für die konkrete Umsetzung dieses Anspruchs ein. Sie positioniert sich gegen jegliche Formen der Diskriminierung aufgrund von Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischem Rassismus, Antiziganismus und Antislawismus. Die AG Antirassismus setzt sich mit Partnern gegen weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (wie z.B. Sexismus, Homo-/Transfeindlichkeit, Ableismus, Altersdiskriminierung, Klassismus) ein und beachtet die intersektionale Verschränkung der verschiedenen Diskriminierungsformen. Die AG Antirassismus ist sich bewusst, dass die Liste der Diskriminierungsformen aufgrund der Komplexität verschiedener Diskriminierungserfahrungen notwendigerweise unvollständig bleibt.


2. Studierende, Mitglieder und alle Besucherinnen und Besucher der Universität haben ein Recht auf ein diskriminierungsfreies Studium, eine diskriminierungsfreie berufliche und wissenschaftliche Tätigkeit und den Abbau bestehender Nachteile. Die AG Antirassismus will Impulse für den Aufbau von Strukturen setzen, um dieses Recht für alle zu sichern.


3. Im Sinne ihres Anspruchs als offene und diskriminierungsfreie Institution sieht sich die Universität in der Pflicht, Entstehungsbedingungen und Funktionsmechanismen von Rassismus als gesamtgesellschaftliches und strukturelles Phänomen zu erforschen und im Studium zu thematisieren. Die AG Antirassismus möchte die Universität dabei unterstützen, antirassistisches Denken und Handeln in ihrem Leitbild zu verankern und dieses in Forschung, Lehre und Verwaltung besser zu integrieren.


4. Die AG Antirassismus sieht den Aufbau antirassistischer Strukturen an der Universität des Saarlandes als Voraussetzung für die Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis sowie exzellenter Forschung und Lehre und setzt sich dementsprechend für eine antirassistische Universitätsentwicklung ein.


Stand 04.02.2021