Krisenkommunikation in digitalen Zeiten
Wie kommunizieren Sie glaubwürdig, wenn Informationen fehlen und schnelle Antworten erwartet werden?
Krisen setzen Organisationen unter hohen Entscheidungs- und Kommunikationsdruck. Informationen sind unvollständig, während Beschäftigte, Medien und weitere Anspruchsgruppen schnelle Orientierung erwarten. Soziale Netzwerke und digitale Plattformen können diese Dynamik zusätzlich verstärken. Das weiterbildende Modulzertifikat „Krisenkommunikation in digitalen Zeiten“ vermittelt Ihnen Kenntnisse und Kompetenzen, um Krisen frühzeitig zu erkennen, systematisch vorzubereiten und professionell zu begleiten.
Sie betrachten Krisenkommunikation als Prozess vor, während und nach einer Krise. Dabei verbinden Sie die Analyse von Risiken und Stakeholdern mit organisatorischen Strukturen und konkreten Kommunikationsmaßnahmen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Kommunikation unter Unsicherheit sowie dem Umgang mit Social Media, Desinformation und KI-generierten oder manipulierten Inhalten.
Auf einen Blick
- Abschluss: Weiterbildendes Modulzertifikat „Krisenkommunikation in digitalen Zeiten“ mit 6 ECTS
- Dauer: 1 Semester
- Studienform: Präsenzveranstaltung; eine teilweise Online-Durchführung bleibt vorbehalten
- Sprache: Deutsch
- Start: für das Sommersemester 2027 vorgesehen
- Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte sowie Kommunikationsverantwortliche aus Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Verbänden und Organisationen
- Arbeitsaufwand: insgesamt 180 Stunden
- Zulassungsvoraussetzungen: keine
Studienziele und Lernergebnisse
Nach Abschluss des Modulzertifikats können Sie
- Krisensituationen, kommunikative Risiken und Eskalationsdynamiken systematisch analysieren.
- relevante Stakeholder und deren Erwartungen in Ihre Kommunikationsplanung einbeziehen.
- Strukturen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationsmittel für den Krisenfall vorbereiten.
- unter Zeitdruck und Unsicherheit klare, konsistente und adressatengerechte Botschaften entwickeln.
- digitale Krisendynamiken einschätzen und geeignete Reaktionsmöglichkeiten erarbeiten.
- Krisenkommunikation evaluieren und Erkenntnisse für die zukünftige Krisenbereitschaft Ihrer Organisation nutzen.
Ihre Vorteile
- Ganzheitliche Betrachtung der Kommunikation vor, während und nach einer Krise
- Verbindung von Analyse, Strategie, Organisation und Kommunikation
- Besonderer Schwerpunkt auf glaubwürdiger Kommunikation unter Unsicherheit
- Auseinandersetzung mit Social Media, Desinformation und KI-manipulierten Inhalten
- Konkrete Instrumente wie Krisenkommunikationspläne, Erststatements und Fragen-und-Antworten-Kataloge
- Praxisbezug durch Krisenfallanalysen, Übungen und Simulationen
- Kompakter Umfang von einem Semester mit 6 ECTS
Sie erweitern Ihre Fähigkeit, Krisenkommunikation für Ihre Organisation systematisch vorzubereiten, in konkreten Situationen einzusetzen und anschließend auszuwerten. Dabei berücksichtigen Sie sowohl kommunikative Anforderungen als auch Führung, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege. Die Erkenntnisse aus der Nachbereitung unterstützen Sie dabei, Strukturen und Prozesse weiterzuentwickeln.
Lehransatz
Praxisnah und anwendbar: Sie verbinden Krisenanalyse, organisatorische Vorbereitung und kommunikatives Handeln. An konkreten Krisenfällen beschäftigen Sie sich mit Stakeholdern, Entscheidungswegen und geeigneten Botschaften. Digitale Öffentlichkeiten und die systematische Nachbereitung ergänzen den Blick auf Krisenkommunikation als Führungs- und Organisationsaufgabe.
Zertifikatsinhalte
Das Angebot umfasst fünf verpflichtende Modulelemente. Sie führen von der Früherkennung und Vorbereitung über die Kommunikation in der akuten Krise bis zur Analyse digitaler Dynamiken und zur Nachbereitung.
- Unterscheiden Sie Krisen, Issues, Konflikte und Störungen und analysieren Sie typische Krisenverläufe.
- Erkennen Sie Frühwarnsignale und bewerten Sie kommunikative Risiken.
- Identifizieren Sie relevante Stakeholder sowie deren Interessen, Erwartungen und Einflussmöglichkeiten.
- Untersuchen Sie das Zusammenspiel von öffentlicher Wahrnehmung, Reputation und Vertrauen.
- Entwickeln Sie Krisenszenarien und bereiten Sie einen Krisenkommunikationsplan vor.
- Definieren Sie Rollen, Verantwortlichkeiten sowie Entscheidungs-, Freigabe- und Informationswege.
- Beschäftigen Sie sich mit der Arbeitsweise von Krisenstäben und vorbereiteten Kommunikationsmitteln wie Erststatements und Fragen-und-Antworten-Katalogen.
- Nutzen Sie Krisenübungen und Simulationen zur Überprüfung der Krisenbereitschaft.
- Setzen Sie kommunikative Prioritäten für die ersten Stunden einer Krise.
- Entwickeln Sie klare Kernbotschaften und unterscheiden Sie Fakten, Annahmen und offene Fragen.
- Bereiten Sie die Kommunikation mit Beschäftigten, Betroffenen, Medien sowie politischen und behördlichen Stakeholdern vor.
- Bearbeiten Sie kritische Fragen und vermitteln Sie Empathie, Verantwortung und Unsicherheit sprachlich angemessen.
- Analysieren Sie Social Media, Viralität und die Aufmerksamkeitslogiken digitaler Plattformen.
- Setzen Sie Social Listening und digitales Monitoring zur Lagebeurteilung ein.
- Unterscheiden Sie berechtigte Kritik, digitale Empörungsdynamiken, Gerüchte und Desinformation.
- Beschäftigen Sie sich mit generativer KI, Deepfakes und geeigneten Reaktionsstrategien.
- Werten Sie die Wirkung von Kommunikationsstrategien und Maßnahmen aus.
- Analysieren Sie Medienresonanz sowie die Entwicklung von Vertrauen und Reputation.
- Gestalten Sie den Stakeholderdialog und den Übergang zur Regelkommunikation.
- Übertragen Sie Erkenntnisse aus der Nachbereitung auf Krisenpläne, Rollen und organisatorische Prozesse.

Häufig gestellte Fragen
Das Modulzertifikat richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte mit Kommunikations- oder Entscheidungsverantwortung in kritischen Situationen. Angesprochen sind Kommunikationsverantwortliche, Pressesprecherinnen und Pressesprecher, Mitglieder von Krisenstäben sowie Mitarbeitende an Schnittstellen zu Politik, Behörden, Medien und weiteren Anspruchsgruppen.
Für das Angebot bestehen keine Zulassungsvoraussetzungen. Inhaltlich richtet es sich besonders an Personen, die Krisenkommunikation in ihrem beruflichen Umfeld verantworten, begleiten oder vorbereiten.
Der Beginn ist für das Sommersemester 2027 vorgesehen.
Das Angebot ist als Präsenzveranstaltung vorgesehen; eine teilweise Online-Durchführung bleibt vorbehalten. Sie absolvieren fünf verpflichtende Modulelemente. Der Lehrumfang umfasst 60 Stunden synchrone und 20 Stunden asynchrone Lehre.
Das Angebot dauert ein Semester und umfasst insgesamt 180 Stunden Arbeitsaufwand. Darin enthalten sind 60 Stunden synchrone Lehre, 20 Stunden asynchrone Lehranteile, 60 Stunden Vor- und Nachbereitung sowie 40 Stunden Prüfungsvorbereitung einschließlich Prüfung.
Die Unterrichtssprache ist Deutsch.
Als Abschlussleistung ist eine mündliche Präsentation mit Praxisbezug vorgesehen.
Nach erfolgreichem Abschluss erwerben Sie das weiterbildende Modulzertifikat „Krisenkommunikation in digitalen Zeiten“ mit 6 ECTS. Das Angebot ist auf Master-Niveau eingeordnet.
Mitwirkende und Verantwortliche

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Michael Anton, LL.M. (Universität des Saarlandes) | Kanzlei für Wortschafts- und Vermögensrecht | www.kwv-recht.de)
Fachliche Leitung
Dr. Thorsten Klein
Kommunikationsexperte
ehemaliger Regierungssprecher
Krisenkommunikation
CEO-Kommunikation
Interne Kommunikation