Ringvorlesung WiSe 2026/2027
„Was wird mit uns, wenn wir tot sind?“ – Kulturen des Lebensendes
Was wird mit uns, wenn wir tot sind? – Diese Frage beschäftigt Menschen seit Jahrtausenden. Die Ringvorlesung nähert sich ihr aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und nimmt vielfältige Vorstellungen von Tod und Jenseits in den Blick. In wechselnden Vorträgen werden historische, kulturelle, religiöse und gegenwartsbezogene Zugänge vorgestellt und miteinander ins Gespräch gebracht: Von der Antike über Seelsorge bis zum Krimi.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Es ist keine Voranmeldung nötig.
Termin: Mittwochs 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Campus Saarbrücken, Geb. B3 1, Raum 0.11 (Sitzungssaal)
Die online-Teilnahme erfolgt über diesen Zugangslink:
https://us06web.zoom.us/j/88248090782?pwd=YWmoW674Ub1004UrFEVAPBbKeoYbRh.1
Meeting-ID: 882 4809 0782
Kenncode: 675758
Nächste Vorträge:
14.10.2026: „Der Tod - Wie er wurde, was er ist" (Martin Vahrenhorst)
Wenn man die Bibel einmal als Buch von vorne bis hinten durchliest, dann fällt auf, dass der Tod anfangs ein natürlicher und völlig unproblematischer Bestandteil der Schöpfung zu sein scheint. Etwa 1500 Seiten später ist er plötzlich der "letzte Feind", der überwunden werden wird (1Kor 15,26), so dass es ihn am Ende des Bibelbuches gar nicht mehr gibt (Offb 21,4). Was ist inzwischen passiert? Der Eröffnungsvortrag der Vorlesungsreihe geht dieser Frage nach.
21.10.2026: „Wenn's noch nicht gut ist, ist auch noch nicht das Ende" – Postmortale Jenseitsreisen in der Popkultur (Karsten Maul)
Was erwartet mich persönlich, wenn ich gestorben bin? Was passiert mit mir, was muss ich tun, wie ergeht es mir dabei? Als Antworten auf diese und ähnliche Fragen sind in verschiedenen Religionen Vorstellungen sogenannter "nachtodlicher Jenseitsreisen" entstanden: Erzählungen darüber, welchen Weg der unsterbliche Teil eines Menschen nach seiner irdischen Existenz nimmt. Allerdings bieten die Erzählungen klassischer Religionen oft nur verhaltene Antworten, die immer noch viele Fragen offen lassen, sodass es letztlich menschliche Phantasie und Wissbegierde übernehmen, diese Leerstellen in künstlerischen Werken anschaulicher auszugestalten. Anhand zweier Medien der Popkultur, der Fernsehserie Der Tatortreiniger sowie dem Videospiel The Legend of Zelda: Majora's Mask, soll beispielhaft aufgezeigt werden, wie zeitgenössische Antworten in populären Kunstwerken auf unsere letzten Fragen gegeben werden.
Hinweis: Da der Vortrag multimedial gestaltet ist, wird eine Präsenzteilnahme empfohlen!
28.10.2026: „Machen wir uns was vor!" – Wunsch und Wahrheit in antiker Trostliteratur (Christian Lustig)
Was glaubten Menschen der Antike wirklich über das Jenseits? Die ehrlichste Antwort verspricht die antike Trostliteratur. Denn wer Trauernde trösten will, wird wohl kaum auf Vorstellungen zurückgreifen, die er für fragwürdig hält. Und tröstlich kann für die Trauernden doch nur sein, was sie für glaubhaft halten. Oder?
Verantwortlich für die Inhalte dieses Webangebots
Prof. Dr. Karlo Meyer
Campus A4.2, 66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 302-2949
Karlo.meyer(at)uni-saarland.de
