SoSe 2026
Alle Veranstaltungen sind mit den LSF-Eintragungen verlinkt, wo Sie noch weitere Informationen zum Inhalt und zum Ablauf finden.
Proseminare / Seminare / Hauptseminare
Grundlagen der Sprachwissenschaft Französisch/Einführung in die französische Sprachwissenschaft
Kurs-Nr.: 163278
Die., 12:15-13:45 h (Dr. Vera Mathieu)
Dieser Kurs soll Ihnen inhaltliche und methodische Grundkenntnisse für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit der französischen Sprache vermitteln.
Sprachpflege, -normierung und -politik in Frankreich
Kurs-Nr.: 163470
Blocktermine montags 12-14 h und Tagesexkursion nach Paris 29.06.2026 - s. LSF (Dr. Fabienne Korb/Max Penth)
Das Seminar widmet sich den Entwicklungslinien und aktuellen Fragestellungen rund um Sprachpflege, -normierung und -politik in Frankreich. Nach einer allgemeinen Einführung in die sprachwissenschaftlichen Grundlagen des Forschungsbereichs und einem Überblick über die Geschichte der französischen Sprachpflege werden die einzelnen Sitzungen Bereiche wie den Einfluss des Englischen, den Umgang mit geschlechtsneutraler Sprache, Frankophonie, den Transfer von Sprachpflege und –normen in den Sprach(en)unterricht etc. näher beleuchten.
Praktisch vertieft werden die im Seminar gewonnen Erkenntnisse im Rahmen einer verpflichtenden eintägigen Exkursion nach Paris am 29.06.26. Geplant ist u. a. eine Führung durch den Palais du Luxembourg, in dem sich der französische Senat seit 1799 befindet. Außerdem wird viel Raum zum Austausch geboten: Loan Etienne (Leiter des Verbindungsbüros des Saarlandes in Frankreich) und Jean-Baptiste Leguen (Administrateur Adjoint im französischen Senat) stehen so für Gespräche und Fragen rund um Frankreich, Frankophonie und die französische Sprache zur Verfügung.
Sprachliche Vielfalt mit digitalen Medien fördern, nutzen und gestalten
Kurs-Nr. 162644
Blockseminar mit 5 Terminen
(Dr. Fabienne Korb/Eva Wagner)
Sprachliche Vielfalt ist fester Bestandteil unseres Alltags. Dies macht sich auch im Schulkontext bemerkbar. Das Klassenzimmer ist ein mehrsprachiger Lernort, in dem Kulturen aufeinandertreffen und Sprachenlernen in allen Fächern dazugehört. Sprachliches Lernen in Verbindung mit digitalen Medien und Werkzeugen, wie z. B. Apps, bietet viel Potential, um Lehr- und Lernprozesse zu individualisieren und der sprachlichen Heterogenität angemessen zu begegnen.
Ziele des Proseminars sind die Vermittlung von Methoden und Konzepten der Sprachförderung, des sprachvernetzenden Unterrichts und Lernens sowie deren Umsetzung mittels digitaler Medien und Werkzeuge. Das Seminar profitiert insbesondere durch die Vernetzung und den Austausch von Studierenden, Referendaren sowie Lehrkräften. Das Lehr-Lern-Atelier des Instituts für Sprachen und Mehrsprachigkeit (ISM) dient zu diesem Zweck als Begegnungsort und Diskussionsforum, in dem sprachliche Vielfalt über mehrere Phasen der Lehrerbildung hinweg gefördert und gestaltet wird.
Sprachliche und kulturelle Diversität in Amerika
Kurs-Nr.: 163055
Mo., 10:15-11:45 h (Dr. Fabienne Korb)
Spanisch steht als Weltsprache aufgrund seiner großen geografischen Verbreitung und seiner enormen Sprecherzahl in unterschiedlichen Kontexten in Kontakt mit anderen Sprachen und deren SprecherInnen. Dieses Seminar will einen Überblick über die sprachlichen Varietäten in Hispanoamerika ermöglichen, die sich unter spezifischen Bedingungen herausgebildet haben.
Mehrsprachigkeit digital (Spanisch)
Kurs-Nr.: 163618
Termine s. LSF (Max Penth)
Das Seminar ist hybrid konzipiert. Nach einer Einführungssitzung, die organisatorische und thematische Rahmenbedingungen absteckt, beginnt die Selbstlernphase mit dem neuen EuroComCenter. Die zweite Sitzung dient dem Klären offener Fragen und der Evaluation des Lernfortschritts, die dritte Sitzung fasst die wichtigten Inhalte und learnings zusammen.
Öffentlichkeit als kommunikative Ressource - Unternehmens- und Pressesprache in Deutschland und Frankreich
Kurs-Nr.: 164134
Do., 10:15-11:45 h (Dr. Vera Mathieu)
Das Proseminar führt in zentrale Fragestellungen der angewandten Sprach-, Kommunikations- und Medienwissenschaft ein und beschäftigt sich mit Sprache in der Öffentlichkeit. Öffentlichkeit wird dabei als ein sozialer und medialer Raum verstanden, der durch Sprache aktiv hergestellt und gestaltet wird – etwa in Medien, im Journalismus oder in der Unternehmens- und Organisationskommunikation.
Praxisfeld der Interkulturellen Kommunikation
Kurs-Nr.: 164298
Blocktermine s. LSF (Dr. Vera Mathieu)
Die "Interkulturellen Praxisfelder" widmen sich ausgewählten Aspekten und Fragestellungen der Interkulturellen Kommunikation in angewandter Perspektive und ermöglichen Einblicke in einschlägige Praxis- und Berufsfelder der Interkulturellen Kommunikation und Zusammenarbeit, wie z.B. interkulturelles Training und Consulting, antidiskriminatorische Arbeit, Personalentwicklung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in interkultureller Perspektive, Kulturvermittlung, interkulturelle Praxis in Institutionen und Organisationen, Medien, etc.
Sie finden in Kooperation mit ReferentInnen aus ausgewählten Berufsbereichen statt und vermitteln authentische und anwendungsbezogene Eindrücke von potenziellen Berufsfeldern und Tätigkeitsbereichen.
Interkulturalität und Diversität: Grundlagen und Anwendungsperspektiven
Kurs-Nr.: 163281
Die., 16:15-17:45h (Dr. Elisabeth Venohr)
Das Proseminar eröffnet konkrete Einblicke in Strategien des Umgangs mit verschiedenen Formen von Diversität etwa in gesellschaftlichen, institutionellen oder wirtschaftlichen Bereichen und führt in zentrale theoretische und praktische Zugänge zum Thema ein. Mögliche Themenschwerpunkte sind z.B. Selbst-/Fremdbilder und Identitätskonstruktion sowie deren Relevanz in verschiedenen sprachlich-kulturellen Kontexten (Gesellschaft, Institutionen, Unternehmen), Kulturtransferprozesse, interkulturelles Marketing und Werbeanalysen sowie Methoden interkultureller Trainings. Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen neben Fallstudien zu diesen sprachlich-kulturellen Kontexten auch praktische Übungen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung sowie deren kritische Analyse.
KI: (Inter-)kulturelle Dimensionen in deutsch-französischer Perspektive
Kurs-Nr.: 164257
Die., 14:15-15:45h (Dr. Elisabeth Venohr)
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gehört in der globalisierten Medienwelt, aber auch in vielen Berufsfeldern sowie im Hochschulstudium inzwischen zur Normalität. AI-Literacy gilt sogar als domänenübergreifende Schlüsselkompetenz. Nichtsdestotrotz stellt sich Frage nach der Kulturgeprägtheit von Diskursen über KI (inkl. „cultural awareness in LLMs”) und die Bewusstheit für interkulturelle Aspekte beim Fremdsprachlernen mit KI.
Der in diesem Seminar gewählte diskurs- und sprachkontrastive Ansatz mit dem Fokus auf den Bildungskontext zielt darauf ab zwischen Diskursebene und Praxisebene zu unterscheiden: Wie wird in Deutschland und Frankreich über KI gesprochen (z. B. policy, Chancen, Risiken) und wie wird KI tatsächlich angewendet (z. B. Unterricht, Hochschuldidaktik)? Die jeweiligen nationalen KI-Strategien bilden dabei den Bezugsrahmen für die Domänen „Bildung” (Schule) und „Wissenschaft” (Universität), aus denen Good-Practice-Beispiele sowohl für das interkulturelle Lernen als auch beim wissenschaftlichen Schreiben besprochen werden. Neben der Analyse der jeweiligen bildungspolitischen Diskurse soll es auch um den praktischen Umgang mit KI in Deutsch als Fremdsprache (DaF) und Français langue étragère (FLE) aus Lehrenden- und Lernendensicht gehen.
Sprache unter Spannung: Politische Diskurse im 21. Jahrhundert
Kurs-Nr.: 164133
Do., 8:30-10:00 h (Dr. Vera Mathieu)
Das Seminar widmet sich der Analyse politischer Diskurse im 21. Jahrhundert aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Blickwinkeln (diskursanalytisch, gesprächslinguistisch, pragmatisch, interkulturellen). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Sprache in politischen Kontexten unter Bedingungen gesellschaftlicher, medialer und ideologischer Spannungen eingesetzt wird – etwa in Auseinandersetzungen um Demokratie, Krise, Identität, Migration, Klima oder Sicherheit. Politische Sprache wird dabei als zentrales Medium kultureller Sinnstiftung, öffentlicher Deutungskämpfe und sozialer Positionierung verstanden.
Sprachen in der Grenzregion - Französisch und mehr?
Kurs-Nr.: 164304
Mo., 14:15-15:45 h (Einzelsitzungen und Tagesexkursion nach Luxemburg; Termine s. LSF) (Dr. Christina Reissner)
Die Lehrveranstaltung widmet sich der Sprachen- und Bildungslandschaft in der Großregion. Fragen zur Gestaltung der Sprachen-und Bildungspolitik in den verschiedenen nationalen Räumen, aber auch zum Umgang mit Mehrsprachigkeit und vielfältigen anderen damit verbundenen Aspekten gehören ebenso zum Programm wie die Auseinandersetzung mit aktuellen Aspekten aus der Sprachlehrforschung und Didaktik sowie der Einstellungsforschung, ebenso der Linguistic Landscape-Ansatz, der im Rahmen der geplanten Exkursion auch in die Praxis umgesetzt wird.
Francophonie - Vielfältige Konzepte und gelebte Praxis
Kurs-Nr.: 164299
Mo., 10:15-11:45 h (Einzeltermine + Exkursion, s. LSF) (Dr. Christina Reissner)
Die Veranstaltung beleuchtet Francophonie aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie kann als Phänomen und lebensweltliche Realität ebenso wie als politisches oder institutionelles Konzept untersucht werden. Daraus ergeben sich vielfältige fachwissenschaftliche Untersuchungs- und Interpretationsansätze, die nicht nur der Sprachwissenschaft und hier insbesondere der Soziolinguistik, sondern auch anderen Forschungsrichtungen wie der (Anthropo-) Geographie, der Politik- und Wirtschaftswissenschaften oder auch den Border Studies zugeordnet werden können.
Im Seminar wird die Francophonie anhand unterschiedlicher Quellen und Corpora untersucht, etwa über die Analyse sprachpolitischer Dokumente, diverser Medien, aber auch durch die Auseinandersetzung mit Initiativen und Projekten auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Dabei werden auch die politischen Initativen des Saarlandes und der Universität des Saarlandes im Hinblick auf die Francophonie thematisiert.
Sprachräume - Räume aus/durch Sprache(n): Französisch und Spanisch
Kurs-Nr.: 156926
Do., 16:15-17:45 h bzw. Blocktermine; weitere Infos zum Ablauf s. LSF (Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann)
Die Räumlichkeit von Sprachen liegt einerseits auf der Hand: Sprachen wie Französisch und Spanisch sind in konkreten geographischen Räumen verankert. Doch Sprachräume werden auch in vielfältiger Weise in Kommunikationsprozessen (de)konstruiert, diskutiert und verhandelt. Zu denken ist z.B. an mediale Diskurse, Sprachenlandschaften im öffentlichen Raum oder Raummetaphorik in Texten. Im Seminar werden zunächst wesentliche Forschungsbereiche rund um sprachliche Räume, Medien und Diskurse im Überblick betrachtet und damit zusammenhänge Ansätze und Begrifflichkeiten geklärt. Spezifische Bereiche und Fallbeispiele werden auch anhand von Vorträgen des 40. Romanistischen Kolloquiums illustriert, das in das Hauptseminar eingebunden ist. In weiteren Blocksitzungen werden diese nachbesprochen und die eigenen Arbeiten der Teilnehmenden vorbereitet. Das Seminar findet in Blocksitzungen statt (24.04. 16-18 [Vorbesprechung], 08.05., 16-18h, 15.-17.05. Romanistisches Kolloquium, 05.06., 16-18h, 26.06., 16-18h). Die Teilnahme an der Vorbesprechung, in der auch nähere Hinweise zu organisatorischen Fragen gegeben werden, ist obligatorisch.
Gute Kenntnisse des Französischen und/oder Spanischen sind erforderlich.
Vorlesungen
Überblicksvorlesung: "Einführung in die französische Sprachwissenschaft"
Kurs-Nr.: 163480
Mo. 12:15-13:45 h (Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann)
Die Vorlesung vermittelt Grundkenntnisse der allgemeinen, romanischen und französischen Sprachwissenschaft (Wissenschaftsgeschichte, sprachwissenschaftliche Teildisziplinen, aktuelle Fragestellungen und Diskussionen). Die Gegenstands- bereiche werden insbesondere am Beispiel des Französischen veranschaulicht.
Kolloquien
Examens- und Forschungskolloquium Frz./Span.
Kurs-Nr.: 163481
Mo., 16:15-17:45 h (Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann)
Das Kolloquium dient vor allem der Festigung methodischer Kompetenzen in der letzten Studienphase mit Blick auf die Vorbereitung, Gestaltung und Organisation sprachwissenschaftlicher Abschlussexamina und -arbeiten. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung wird daher Studierenden aller Studiengänge, die einen Abschluss in der Linguistik anstreben, dringend empfohlen.
Ziel der Veranstaltung ist ein sicherer Umgang mit fachspezifischen Inhalten, Hilfsmitteln und Methoden. Behandelt werden neben grundlegenden Aspekten sprachwissenschaftlichen Arbeitens u.a. auch verschiedene Prüfungsformate und -inhalte, Präsentationstechniken sowie Fragen der systematischen Vorbereitung auf verschiedene Abschlussprüfungen. Nach Absprache können konkrete Themen/Arbeiten von den TeilnehmerInnen in Kurzreferaten vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.
Die Veranstaltung findet in verschiedenen Teilformaten statt (ein intensiver Blocktermin zu Beginn, Präsenz- und Einzelsitzungen), über die zu Beginn detailliert informiert wird. Die Präsenzsitzungen finden Montag 16-18 statt.
Anmeldung über LSF und Anwesenheit in der ersten Sitzung sind obligatorisch.
Kolloquium (BA und MA Interkulturelle Kommunikation und Angewandte Linguistik)
Kurs-Nr.: 163279
Blocktermine s. LSF (Dr. Vera Mathieu)
Das Kolloquium ist eine verpflichtende Lehrveranstaltung in der Studienabschlussphase des Bachelor- und Masterstudiengangs im Bereich Interkulturelle Kommunikation. Es begleitet den gesamten Entstehungsprozess der Abschlussarbeiten von der ersten Themenidee bis zur finalen Ausarbeitung und bietet eine strukturierte, kontinuierliche Unterstützung in dieser zentralen Studienphase.