Alexandra Schartner

Affiliated doctoral researcher at the Saarbrücken Graduate School for European Research

Social-Scientific European Studies

Email: alexandra.schartner(at)uni-saarland.de
 

 

From 2023 to 2026, Alexandra Schartner was an affiliated researcher at the Saarbrücken Graduate School for European Research at Saarland University. After completing a Master's degree in architecture, Schartner began interdisciplinary doctoral studies focusing on geography, European studies and architecture. Her work is a part of the 'Europa 2022' cooperation platform between Saarland University and the htw saar.
Schartner's research focuses on borders, placemaking across borders, and how borders affect regions and society. She is particularly interested in examining transformation processes in border regions and developing innovative approaches to foster cross-border cooperation and integration. Schartner brings theoretical approaches to life in real-world projects to find sustainable solutions to challenges in border regions.

Dissertation

Grenzüberschreitendes Placemaking als Instrument zur Entwicklung von Grenzräumen. Dargestellt am Beispiel der modellhaften Inszenierung saarländisch-lothringischer Grenzlokalitäten

Das Promotionsprojekt befasst sich mit dem Thema des grenzüberschreitenden Placemakings und untersucht die vielfältigen Auswirkungen von Grenzlokalitäten auf Grenzräume. Das Projekt ist Teil der Kooperationsplattform Europa 2022, einer Zusammenarbeit zwischen der UdS und der htw saar. Der praxisorientierte Teil der Arbeit fand im Rahmen der Präfigurationsphase zu einer grenzüberschreitenden internationalen Bauausstellung statt: IBA-Großregion (IBA-GR) und IBA Saar-Moselle.

Im Zentrum der Forschung steht die Frage, wie Grenzräume durch grenzüberschreitendes Placemaking nachhaltig gestaltet und entwickelt werden können. Dabei wird untersucht, wie physische, soziale und kulturelle Grenzlokalitäten die Raumnutzung und das gesellschaftliche Zusammenleben beeinflussen. Grenzräume sind oft durch viele Herausforderungen geprägt, darunter unterschiedliche rechtliche und administrative Systeme sowie kulturelle Unterschiede. Diese Faktoren können sowohl Trennlinien als auch Verbindungen schaffen, was die Dynamik in diesen Räumen besonders komplex macht. Dies soll nicht nur zur theoretischen Fundierung des Begriffs grenzüberschreitendes Placemaking beitragen, sondern auch praktische Implikationen für die Planung und Gestaltung solcher Räume aufzeigen.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Analyse von Transformationsprozessen in Grenzräumen, insbesondere im deutsch-französischen Grenzraum von Saarland und Moselle (Lothringen). Untersucht wird, wie Grenzlokalitäten zu grenzüberschreitenden Orten werden und welchen Einfluss dies auf die Identität der Menschen und die Entwicklung der Grenzräume ausüben kann. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Arten der alltäglichen Grenzüberschreitung betrachtet, und Prozesse des grenzüberschreitenden Placemakings abgeleitet, die darauf abzielen, gemeinschaftliche Räume zu schaffen und die Identität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen zu stärken.

Durch die Kombination von theoretischen Ansätzen und praxisnahen Inszenierungen von Grenzlokalitäten können Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträgerinnen und Planerinnen formuliert werden. Diese sollen dazu beitragen, die Lebensqualität in Grenzräumen zu verbessern und die grenzübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. Dabei ist es wichtig, die Vielfalt und die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Räume zu berücksichtigen und flexible, anpassungsfähige Lösungen zu entwickeln. Dies soll nicht nur zur theoretischen Fundierung des Begriffs grenzüberschreitendes Placemaking beitragen, sondern auch praktische Implikationen für die Planung und Gestaltung solcher Räume aufzeigen.

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