Aktuelles
Einführungsveranstaltungen im Seminarraum 311.1, Gebäude A4 2
Primarstufe → am Donnerstag, 15. Oktober von 10.15 Uhr bis 11.45 Uhr
LS1 + LS 2 + Bachelor → am Montag, 19. Oktober von 8.30 Uhr bis 10 Uhr

Ringvorlesung WiSe 2026/27
„Was wird mit uns, wenn wir tot sind?“ – Kulturen des Lebensendes
Die interdisziplinäre Ringvorlesung widmet sich Antwortversuchen, die Menschen auf diese Frage gefunden haben. Unterschiedliche Perspektiven eröffnen Einblicke in historische und gegenwärtige Vorstellungen von Tod und Jenseits: Von der Antike über Seelsorge bis zum Krimi.
Termin: Mittwochs 18:15 - 19:45 Uhr
Ort: Campus Saarbrücken, Geb. B3 1, Raum 0.11 (Sitzungssaal)
Wenn man die Bibel einmal als Buch von vorne bis hinten durchliest, dann fällt auf, dass der Tod anfangs ein natürlicher und völlig unproblematischer Bestandteil der Schöpfung zu sein scheint. Etwa 1500 Seiten später ist er plötzlich der "letzte Feind", der überwunden werden wird (1Kor 15,26), so dass es ihn am Ende des Bibelbuches gar nicht mehr gibt (Offb 21,4). Was ist inzwischen passiert? Der Eröffnungsvortrag der Vorlesungsreihe geht dieser Frage nach.
Was erwartet mich persönlich, wenn ich gestorben bin? Was passiert mit mir, was muss ich tun, wie ergeht es mir dabei? Als Antworten auf diese und ähnliche Fragen sind in verschiedenen Religionen Vorstellungen sogenannter "nachtodlicher Jenseitsreisen" entstanden: Erzählungen darüber, welchen Weg der unsterbliche Teil eines Menschen nach seiner irdischen Existenz nimmt. Allerdings bieten die Erzählungen klassischer Religionen oft nur verhaltene Antworten, die immer noch viele Fragen offen lassen, sodass es letztlich menschliche Phantasie und Wissbegierde übernehmen, diese Leerstellen in künstlerischen Werken anschaulicher auszugestalten. Anhand zweier Medien der Popkultur, der Fernsehserie Der Tatortreiniger sowie dem Videospiel The Legend of Zelda: Majora's Mask, soll beispielhaft aufgezeigt werden, wie zeitgenössische Antworten in populären Kunstwerken auf unsere letzten Fragen gegeben werden.
Was glaubten Menschen der Antike wirklich über das Jenseits? Die ehrlichste Antwort verspricht die antike Trostliteratur. Denn wer Trauernde trösten will, wird wohl kaum auf Vorstellungen zurückgreifen, die er für fragwürdig hält. Und tröstlich kann für die Trauernden doch nur sein, was sie für glaubhaft halten. Oder?

Sirachsynopse erschienen
Mit dem Erscheinen der Sirachsynopse bei Vandenhoeck & Ruprecht hat ein großes, von der DFG gefördertes Forschungsprojekt seinen erfolgreichen Abschluss gefunden. Das Werk vereint die hebräischen, griechischen, lateinischen und syrischen Texttraditionen des Weisheitsbuches Ben Sira / Jesus Sirach mit deutscher Übersetzung in einer synoptischen Darstellung und schafft damit eine neue Grundlage für die internationale Forschung.
Das Werk liegt in einer zweibändigen, komfortablen Druckausgabe im DIN-A4-Format (1572 Seiten) vor (ISBN: 978-3-525-50032-3) und ist darüber hinaus auf der Verlagsseite kostenfrei im Open Access zugänglich.
Kraus, Wolfgang / Fabry, Heinz-Josef / Zapff, Burkard M. (Hg.), Das Weisheitsbuch Ben Sira / Jesus Sirach. Synopse der hebräischen, griechischen, lateinischen und syrischen Texttraditionen mit deutscher Übersetzung. Erarbeitet von Heinz-Josef Fabry, Bonifatia Gesche, Ingeborg Hartung, Gerhard Karner, Wolfgang Kraus, Christoph Kugelmeier, Christian Lustig, Gabriel Rabo, Frank Ueberschaer, Jürgen Wehnert und Burkard M. Zapff, VTOA.S 1, Göttingen 2026.
Vortrag an Schulen
Schulbesuch von Uni-Dozierenden
Frau Nora Hempel besuchte Anfang September die Religions- und Ethikgruppen der Sechsten Klasse an der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel. Zum Abschluss der Themenreihe „Judentum“ erzählte sie den Lerngruppen von ihrem Studienjahr in Israel und der Praxis von Jüdinnen und Juden im Alltag. Hierbei hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen über Speiseregeln, Kleidungsvorschriften, Gebetspraxis und vieles mehr zu stellen.
Diese Form des Zusammentreffens – welches bereits zum wiederholten Male zu unterschiedlichen Themen stattfand – verknüpft unsere wissenschaftliche Zugangsweise mit dem praktischen Lehralltag an Schulen und beinhaltet das Potential, Hemmschwellen auf beiden Seiten abzubauen.
Bei Interesse oder Nachfragen, nehmen Sie gerne Kontakt auf:
sekretariat-ev-theol(at)uni-saarland.de oder nora.hempel(at)uni-saarland.de
Ombudsstelle der Universität des Saarlandes
Spielen Plagiate an der Universität des Saarlandes eine Rolle? (Artikel aus der Saarbrücker Zeitung v. 11.08.2025)
Seit einem knappen Jahr leitet der Theologieprofessor Karlo Meyer die Ombudsstelle der Universität des Saarlandes. Meyer vermittelt in Konfliktfällen und ist auch oberster Wächter über mögliche Plagiatsfälle an der Uni. Meyers langjähriger Vorgänger im Amt, Axel Mecklinger, hatte den hochkompetitiven Wissenschaftsbetrieb als Gefahr beschrieben, den Pfad der Tugend in Einzelfällen auch mal zu verlassen. Welche Erfahrungen macht Karlo Meyer bislang?
Verantwortlich für die Inhalte dieses Webangebots
Prof. Dr. Karlo Meyer
Campus A4.2, 66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 302-2949
Karlo.meyer(at)uni-saarland.de
