Aktuelles
Mapping „Orte für alle"
Studierende der Universität des Saarlandes entwickeln digitale Plattform für die Saar-Lor-Lux-Region
Wo entstehen Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft? Welche Räume stehen allen offen, unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status?
Mit diesen Fragen haben sich Studierende des Masterstudiengangs Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität des Saarlandes im Rahmen eines Projektseminars auseinandergesetzt. Unter der Betreuung von Dr. Ines Heisig entstand dabei die interaktive Webseite www.ortefueralle.com. Sie kartiert Orte des sozialen Austauschs und der Begegnung in der Saar-Lor-Lux-Region und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Von Bibliotheken und Cafés über soziokulturelle Zentren bis hin zu öffentlichen Bücherschränken und Trinkwasserstellen haben die Studierenden vielfältige Beispiele zusammengetragen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und neue Möglichkeiten der Begegnung auch jenseits von Konsumzwängen ermöglichen. Die Plattform lädt dazu ein, eigene Vorschläge beizutragen und gemeinsam darüber nachzudenken, was einen „Ort für alle“ ausmacht.
Das Projekt veranschaulicht, wie kulturwissenschaftliche Forschung in praxisorientierte digitale Formate übersetzt werden kann. Zugleich verdeutlicht es den Anwendungsbezug und die interdisziplinäre Ausrichtung des Masterstudiengangs Angewandte Kulturwissenschaften, der fakultätsübergreifend von der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft getragen wird
Kontakt:
Dr. Ines Heisig
E-Mail: hok(at)uni-saarland.de
Liebe/n. Bilder - Narrative - Praktiken"
Interdisziplinäre Film- und Vortragsreihe der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaften
Im Wintersemester 2025/26 lädt die Kulturanthropologie gemeinsam mit der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaften an ausgewählten Dienstagabenden zur Film- und Vortragsreihe „Liebe/n. Bilder – Narrative – Praktiken“ ein. In Kooperation mit dem Filmhaus Saarbrücken werfen wir einen interdisziplinären Blick auf ein essenzielles Thema – aus kunsthistorischer, kulturanthropologischer und medienkulturwissenschaftlicher Perspektive.
Es geht um das Empfinden, um die soziale Bedingtheit eines Gefühls und seine gesellschaftliche Dimension, um kulturelle Konstellationen im Wandel, um Transformationen, um Subjektivierung, ästhetische Ausdrucksformen und Figurationen, um Widersprüche, Berührungen, Beziehungen und Bezüge, Medien, Sehnsüchte und rationale Aspekte von Emotionalität.
Der Diskurs findet im Wechsel mit einer Filmreihe statt, bei der Kunst, Liebe und ihre filmische Inszenierung im Mittelpunkt stehen. Alle Veranstaltungen finden im Filmhaus Saarbrücken statt.
Programm
Liebe/n im Diskurs
21.10.2025 | 18:30 Uhr L'amour faux. Zur Figur des “Liebestölpels” (m/w/d) im Medienvergleich, Jonas Nesselhauf (Saarbrücken)
28.10.2025 | 18:30 Uhr Ephemeral Love. Medien (und Störungen) romantischer Anbahnung, Fabian Ebeling (Eichstätt)
02.12.2025 | 18:30 Uhr “Qui a deux femmes perd son âme, qui a deux maisons perd sa raison" - Liebe und Architektur in den Filmen von Éric Rohmer, Bernd Mohnhaupt (Saarbrücken)
09.12.2025 | 18:30 Uhr Eine transnationale Liebe in Zeiten des Krieges. Historisch anthropologische Gedanken zu einem Europa der Beziehungen und anderen Motiven, Simone Egger (Saarbrücken)
27.01.2026 | 18:30 Uhr Multiple Minds One Body. Liebe und Identität als Metadaten, Anke Dyes (München)
03.02.2026 | 18:30 Uhr Alles Liebe. Beziehungen und Berührungen aus kulturanthropologischer Perspektive, Leonie Müller (Saarbrücken)
Liebe/n im Film
04.11.2025 | 18:30 Uhr ROMAN HOLIDAY US 1953 OmU
18.11.2025 | 18:30 Uhr LOVEFR 2015 OmU
06.01.2026 | 18:30 Uhr ALL OF US STRANGERS UK/US 2023 OmU
13.01.2026 | 18:30 Uhr MY SUNSHINE JP 2024 OmeU
10.02.2026 | 18:30 Uhr A VIDA INVISÍVEL DE EURÍDICE GUSMAOBR 2019 OmU
17.02.2026 | 18:30 Uhr LIEBE AT/DE/FR 2012 OmU
Hier geht's zur Homepage des Filmhaus Saarbrücken.
Auf geht’s zur Wiesn!

Anlässlich des Oktoberfest 2025 ist Jun.-Prof. Dr. Simone Egger als Expertin für Tracht und Fragen der Identität als Interviewpartnerin gefragt:
- Zeyn, Martin (29. September 2025): Das neue Adidas-Dirndl: Ist das noch Wiesn? In: BR24. Siehe hier, (29. September 2025).
- Wiesn-Tracht. Jun.-Prof. Dr. Simone Egger im Gespräch mit BR24. Siehe hier, (24. September 2025).
- Klette, Kathrin (20. September 2025): Kleid mit reicher Geschichte: Das Dirndl ist mehr als Mode für die Wiesn. In: Neue Züricher Zeitung. Siehe hier, (20. September 2025).
Das Münchner Stadtmuseum hat einen neuen Podcast zur Wissensvermittlung gestartet, Jun.-Prof. Dr. Simone Egger ist an zwei aktuellen Folgen zum Oktoberfest beteiligt.
- Tradition oder Trend? Tracht auf dem Oktoberfest. Folge 1 von Wiesn rewind. In: Zeitschleifen, Podcast des Münchner Stadtmuseums. Siehe hier, (15. September 2025).
- Wer feiert mit? Die Welt zu Gast auf dem Oktoberfest. Folge 3 von Wiesn rewind. In: Zeitschleifen, Podcast des Münchner Stadtmuseums. Siehe hier, (23. September 2025).
19. Doktorand:innentagung der DGEKW: Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive.
Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart

Die 19. Doktorand:innentagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft wird dieses Jahr vom 9. bis zum 10. Juli in Saarbrücken stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Wir bitten um eine Anmeldung per Mail an leonie.mueller(at)uni-saarland.de
Gastvortrag: Hexen der Großstadt.
Urbanität und neureligiöse Praxis in Berlin

Prof. Dr. Victoria Hegner von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hält einen Gastvortrag zum Thema „Hexen der Großstadt. Urbanität und neureligiöse Praxis in Berlin".
Der Vortrag findet am 1. Juli 2025 von 18:15 bis 19:45 UhrOnline und im Gebäude B3.1, Hörsaal II auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Es besteht die Möglichkeit, sich via Teams hinzuschalten, dafür folgen Sie bitte diesem Link. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Gastvortrag: Kunst macht Stadt.
Am Beispiel des Wiener Brunnenmarktes.

+++ Der Vortrag entfällt +++
Dr. Cornelia Dlabaja von der FH Wien hält einen Gastvortrag zum Thema „Kunst macht Stadt. Am Beispiel des Wiener Brunnenmarktes".
Der Vortrag findet am 24. Juni 2025 von 18:15 bis 19:45 Uhr in Gebäude B3.1, Hörsaal II auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Festakt im Montafon - Tracht wird zum immateriellen Erbe
Am 24. Mai 2025 hat der Vorarlberger Landestrachtenverband in der Gemeinde Vandans ein Fest veranstaltet, um die Aufnahme des Wissens um die Montafoner Tracht in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gebührend zu feiern. Jun.-Prof. Dr. Simone Egger war bei dem Festakt dabei und hat als Mitglied des Fachbeirats an diesem Abend die österreichische UNESCO-Kommission repräsentiert.
Gastvortrag: Navigating Normativities.
Zur Aushandlung von Liebe, Moral und Gefühl in polyamoren Beziehungen
Maribel Graf, M.A. von der Universität Tübingen hält einen Gastvortrag zum Thema „Navigating Normativities. Zur Aushandlung von Liebe und Moral in polyamoren Beziehungen“.
Der Vortrag findet am 6. Mai 2025 von 18:15 bis 19:45 Uhr in Gebäude B3.1, Raum 1.30 auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Call for Papers zur 19. Doktorand*innentagung der DGEKW
Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive: Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart
Wir möchten Sie auf unseren Call for Papers für die 19. Doktorand*innentagung der DGEKW "Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive: Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart " aufmerksam machen, die vom 09.–10. Juli 2025 im Graduate Centre der Universität des Saarlandes stattfinden wird.
Der Call for Papers läuft noch bis zum 15. April 2025. Bitte senden Sie einen Vorschlag (300 Wörter) sowie einen kurzen CV an leonie.mueller(at)uni-saarland.de. Wir freuen uns auf inspirierende Beiträge, angeregte Diskussionen und einen kreativen Austausch, der dazu beiträgt, das Potenzial der Empirischen Kulturwissenschaft als gesellschaftskritische und ganzheitlich denkende Disziplin weiter zu entfalten.
Wir freuen uns über Einreichungen!
Für Rückfragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.
Call for Papers: Fluctuating narratives and UNwritten stories: The ephemeral memory of the city, 3.-6. June 2025, Panel at SIEF-Congress „Unwriting“, Aberdeen, Scotland
The call for papers is open: Cornelia Dlabaja and Simone Egger are looking forward to proposals which deal with the topic of ephemeral knowledge in context of art production and the making of city space. Don’t hesitate to contact us for any further questions!
Kommentar: „Kein Grund zum Feiern.“ Architektur der Nachkriegsmoderne erhalten!
In ihrem Beitrag auf der Grazer Plattform GAT widmen sich Simone Egger und der Architekturforscher Lukas Vejnik einem Bau von Ottokar Uhl. Das erst 50 Jahre alte Bundesgymnasium in der Kärntner Gemeinde Völkermarkt soll abgerissen werden – es geht den Autor*innen um den immateriellen, aber auch um den materiellen Verlust, der mit dem Verschwinden des Gebäudes einhergeht: warum war die Schule so geplant? Welches pädagogische Konzept war in der Gestaltung mitgedacht? Wurden Aspekte wie Nachhaltigkeit oder der Transfer von Wissen im Kontext von Abbruch und Neuplanung ausreichend thematisiert?
Hier geht es zum Artikel (2. Oktober 2024).
Neuer Artikel: Mini-München - Stadt der Kinder

Seit mehr als 40 Jahren hat München einen Zwilling. In der kleinen Stadt „Mini-München“ („Mini-Munich“) können Kinder spielerisch erproben, wie die große Stadt funktioniert. Und mehr als das: Kinder lernen in dem Projekt, dass sich das städtische Leben aktiv gestalten lässt. Simone Egger hat sich in der Spielstadt umgesehen und für das Online-Magazin “The Urban Activist” darüber geschrieben.
Den vollständigen Artikel zu Mini-München finden Sie in englischer Sprache hier.
Verleihung des Richard-van-Dülmen-Preises

Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährige Hilfskraft Lina Agne im Rahmen der diesjährigen Zeugnisverleihung in den Historisch orientierten Kulturwissenschaften (HoK) mit dem Richard-van-Dülmen-Preis ausgezeichnet worden ist.
Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie sich mit kolonialen Frauenbildern und Rassismen befasst.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Lina.
Näheres zu dem Richard-van-Dülmen Preis finden Sie bei der Koordinationsstelle Historisch orientierte Kulturwissenschaften.
Klimajournalismus-Seminar der Stiftung Forum für Verantwortung
Herausforderungen für den Klimajournalismus in Zeiten multipler Krisen (07.-09. November)

Gerne wollen wir auf das Klimajournalismus-Seminar der Stiftung Forum für Verantwortung aufmerksam machen, das in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. November an der Europäischen Akademie in Otzenhausen im Saarland stattfinden wird.
Die Erderwärmung richtet heute schon beträchtliche Schäden an mit stark steigender Tendenz. Die Kosten hierfür liegen heute schon weitaus höher als die Kosten für notwendige Klimaschutzmaßnahmen. Gleichzeitig erschwert die geopolitische Neuausrichtung der Welt die Durchsetzung global gültiger Klimamaßnahmen. Künstliche Intelligenz bietet hierfür bahnbrechende neue Möglichkeiten, stellt jedoch zugleich extreme Herausforderung für die Gesellschaft dar.
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis vermitteln im Rahmen des Seminars bis zu 30 Kommunikationsschaffenden zunächst fundiertes Hintergrundwissen, das in Kleingruppen gemeinsam vertieft wird. Diese Workshopsbieten neben den informellen Möglichkeiten Raum für einen intensiven Erfahrungsaustausch, wie komplexe Zusammenhänge verständlich aufbereitet werden können. Best-Practice-Beispiele der Teilnehmenden sind herzlich willkommen!
Anmeldungen sind bis zum 4.10.2024 erbeten an info(at)forum-fuer-verantwortung.de
Bitte ergänzen Sie ein kurzes Motivationsschreiben unter Angabe Ihrer aktuellen Tätigkeit und/oder Ihres Studienfaches bzw. Ihres Interessenschwerpunktes sowie Ihrer persönlichen Kontaktdaten.
Nähere Informationen finden Sie unter Forum für Verantwortung | Journalismus-Seminar (forum-fuer-verantwortung.de)
Ankündigung
Unsere Tagung "Die Welt von gestern deuten." in der Saarbrücker Zeitung
Die Saarbrücker Zeitung berichtet vorab zu unserer dreitägigen Tagung "Die Welt von gestern deuten.", die vom 20- bis zum 22. Juni zu Ehren von Barbara Krug-Richter im Graduate Center der Universität des Saarlandes stattfinden wird. Die Veranstaltung ist öffentlich und auch externe Besucher*innen sind sehr gerne gesehen.
Den Beitrag mit näheren Informationen zu einzelnen Vorträgen finden Sie hier.
Wenn möglich, bitten wir um eine schriftliche Anmeldung unter sek-kulturanthropologie(at)uni-saarland.de
Tagungsprogramm: Die Welt von gestern deuten.
Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit
Wir freuen uns, Sie auf unser Tagungsprogramm für das Symposium "Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit" aufmerksam machen zu können, das vom 20.–22. Juni 2024 an der Universität des Saarlandes stattfinden wird.
Eine Übersicht des Programms und den vielseitigen Beiträgen der Referent*innen finden Sie hier.
Bei organisatorischen oder inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie uns gerne über unser Sekretariat oder persönlich.
Ausschreibung Forschungsstipendien
Für das Projekt „Heimat Bayern im Wandel“ werden Forschungsstipendiat*innen gesucht

Der 1902 gegründete Bayerische Landesverein für Heimatpflege führte in den Jahren 1908/09 – damals noch unter dem Namen Bayerischer Verein für Volkskunst und Volkskunde – die erste große volkskundliche Erhebung in Bayern im 20. Jahrhundert durch. Für diese Umfrage erstellte man einen Katalog von rund 400 Einzelfragen zu diversen Themenbereichen, darunter Bräuche, Nahrung, Kleidung, Wohnung und Mundart, mit denen materielle und immaterielle Aspekte des Alltagslebens sowie Glaubens- und Wertvorstellungen der breiten Bevölkerung ermittelt werden sollten. Sie sollte damit kulturelle Praktiken, Lebensformen und Wertvorstellungen in einer Epoche gravierender gesellschaftlicher Umbrüche erfassen. Auch heute ist die Lebenswelt in Bayern von tiefgreifenden Transformationsprozessen geprägt. Der Landesverein für Heimatpflege führt daher mit einem problemorientierten und qualitativen Zugang in einem mehrstufigen Verfahren erneut eine alltagskulturelle Erhebung durch.
Mit dem Projekt „Heimat Bayern im Wandel“ sollen aktuelle kulturelle Praktiken und deren Bedeutungen erfasst und dokumentiert, aber auch Persistenz und Veränderung sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse sollen in die heimatpflegerische Arbeit einfließen und für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stehen.
In Konzeption und Umsetzung der Erhebung sind einschlägige Fachinstitutionen (Universitäten Bamberg, Regensburg und Saarbrücken, Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Heimatpflege in Bayern) in beratender Funktion eingebunden.
Die Befragungen werden im Rahmen von Stipendien durchgeführt. Das Projekt wird gefördert durch die Otto und Therese Stumpf Stiftung, Eberfing.
Projektlaufzeit: September 2024 bis August 2027.
Nähere Informationen finden Sie hier.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Simone Egger.
Wintersemester 2025/26
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger
Mi. 10:15 bis 11:45
Mit welchen Inhalten befasst sich die Europäische Kulturanthropologie? Was ist unter einem weiten Kulturbegriff zu verstehen? Was zeichnet eine Kulturanalyse aus? Was ist mit empirischen Methoden gemeint? Die Vorlesung führt grundlegend in die Themen und Fragestellungen der Europäischen Kulturanthropologie ein - es wird um Stadt gehen, um Identitäten, um Heimaten und Diversität, um Körper, Moden und Szenen, um Fake News, soziale Ungleichheit, materielle Kultur, transnationale Beziehungen und Migration.
Woran lassen sich Veränderungen in einer Gesellschaft festmachen? Wie handeln Individuen ihr Zusammenleben aus? Wie wird mit Objekten umgegangen? Welche Effekte haben politische Diskurse auf alltägliche Situationen? Was für Kontexte lassen sich ausgehend von einem Ort aufmachen? Mit diesen und anderen Fragen werden wir uns im Wintersemester anhand aktueller Beispiele beschäftigen.
Vorlesung: Kulturanthropologische Perspektiven. Felder und Fragestellungen
Leonie Müller M.A.
Mo. 16:15 bis 17:45
Diese Übung bietet eine fundierte Einführung in die zentralen Konzepte, Methoden und Theorien der Kulturanthropologie.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kulturanthropolog*innen kulturelle Phänomene erforschen und darüber schreiben. Wir werden klassische und moderne ethnographische Texte analysieren, um zu verstehen, wie kulturelle Realitäten dargestellt und interpretiert werden.
Durch die Lektüre und Diskussion klassischer und zeitgenössischer ethnographischer Werke werden wir die thematische Diversität des Faches und die dahinterliegenden methodologischen Überlegungen erkunden und weiterdenken. Themen wie die Repräsentation des „Anderen”, die Rolle des Forschenden und die Herausforderungen der Übersetzung kultureller Praktiken werden vertieft behandelt.
Ziel der Übung ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, ethnographische Forschungsergebnisse klar und ansprechend zu präsentieren und einen ersten Überblick über die Perspektiven des Faches zu ermöglichen.
Übung: Writing Culture. Eine Einführung in die Kulturanthropologie
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger / Sen.- Prof. Dr. Barbara Krug-Richter / Leonie Müller M.A.
Di 18:15 bis 19:45 14-täglich
Das Kolloquium für MA-Kandidat:innen und Doktorand:innen ist als Plattform zu verstehen und steht allen Interessierten offen. Alle Beteiligten stellen den jeweiligen Stand ihrer Vorhaben vor. Was ist die Idee? Worauf will ich hinaus? Wie kann ich mein Projekt konkret umsetzen? Wie kann ich mein Thema abstrakt fassen? Wer soll auf welche Weise befragt werden? Mit welchen Quellen arbeite ich? Wie werte ich mein Material aus? Was für Möglichkeiten der Analyse gibt es? Und wie soll das alles in eine Gliederung passen? Gemeinsam arbeiten wir an Fragestellungen und Forschungsständen und denken über theoretische Konzepte sowie historisch-archivalische und empirische Methoden nach.
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger
Di. 16:15 bis 17:45
Warum bleibt etwas im Gedächtnis? Weshalb erinnert man sich an manches mehr und an manches weniger? Was für Leute haben vor fünfzig Jahren am Ende der Straße gewohnt? Welche Erinnerungen transportiert ein Objekt? Wie hängen Ort und Gedächtnis zusammen? Warum sind Erinnerungen mitunter auch umstritten oder gar umkämpft? Auf was für einen Konflikt ist eine inzwischen weltweit stattfindende Demonstration wie der Christopher-Street-Day zurückzuführen? Und warum ist Diversität ein wesentliches Element US-amerikanischer Geschichte und die Erinnerung daran bedeutend für die Zukunft der Demokratie?
Im Rahmen des Seminars wird es aus einer kulturanthropologischen Perspektive um das Erinnern als individuelle und ebenso als kollektive Praxis gehen. Nicht davon zu trennen sind der Umgang mit Wissensbeständen sowie das bewusste und unbewusste Vergessen, das mit dem Wandel von Werten, Überschreibungen oder einer veränderten politischen Situation einher gehen kann. Warum nimmt irgendwann niemand mehr Bezug auf eine Sache, eine Begebenheit oder eine Entwicklung? Offizielle Gedenktage heben die Bedeutung eines Ereignisses wie den Fall der Mauer oder das Ende des Zweiten Weltkriegs hervor, oft sind solche Erinnerungen an konkrete Daten geknüpft. Und was, wenn nicht erinnert wird oder nicht erinnert werden soll? Warum wird zum Beispiel ein historisch nachweisbarer Völkermord nicht anerkannt? Im Kontext von Gesellschaften stellt sich insgesamt die Frage, was Eingang in das kommunikative Gedächtnis und darüber hinaus in das kulturelle Gedächtnis findet (Assmann 1999). Was wird im Museum aufbewahrt und welche Narrative werden dort entwickelt? Auf einer persönlichen Ebene verschieben sich Bezüge immer wieder, eine Biografie ist mit verschiedenen Formen des Erinnerns verbunden, wesentliche Krankheitsbilder unserer Zeit haben mit dem Verlust des Gedächtnisses zu tun.
Das Seminar wird sich kulturtheoretisch, historisch und empirisch mit dem Erinnern befassen. Thema ist u.a. Digitalisierung und Erinnerung, „Orte der Erinnerung” lautet beispielsweise der Name einer App, die zu den Stolpersteinen in der Saarbrücker Innenstadt führt. Politik und Gedächtnis ist ein Spannungsfeld, das unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet werden kann. Überhaupt stellt sich die Frage nach der Vermittlung von Wissen in der flüchtigen Moderne, auch Museumsarbeit wird Gegenstand der Auseinandersetzung sein. Prägend sind Erinnerungen gleichsam für eine Gruppe oder Person und tragen wesentlich zur Konstitution von Identitäten bei.
Leonie Müller M.A.
Di. 16:15 bis 17:45
Liebe ist mehr als ein Gefühl – sie ist eine soziale Praxis, eine kulturelle Erzählung, eine politische Haltung. Das Seminar „Liebe/n. Kulturanthropologische Perspektiven auf ein komplexes Gefühl” fragt danach, wie Liebe in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten gelebt, verhandelt und bedeutungsvoll gemacht wird. Im Mittelpunkt stehen Praktiken und Positionierungen rund um Liebe: Wie wird Liebe gezeigt, erwartet, ermöglicht oder auch ausgeschlossen? Welche Rollen spielen dabei Normen, Institutionen, Körper, Medien oder Sprache? Und wie lässt sich Liebe ethnographisch erfassen, ohne sie zu romantisieren oder zu naturalisieren? Gemeinsam erkunden wir theoretische Zugänge zu Emotionen und Intimität, analysieren ethnographische Fallbeispiele und reflektieren unsere eigenen Vorannahmen und Erfahrungen im Umgang mit diesem Thema. Das Seminar bietet Raum für kritische Auseinandersetzung mit Liebe als gesellschaftlich wirksamer und situativ geformter Praxis.
Seminar / Übung: Liebe/n. Kulturanthropologische Perspektiven auf ein komplexes Gefühl
Arrival City im Münchner Norden: Dr. Simone Egger im Interview mit der Münchner Abendzeitung
Wo die Stadt der Zukunft geplant worden ist

Juniorprofessorin Dr. Simone Egger und der Künstler Christian Weiß haben im Herbst 2023 einen leerstehenden Kiosk in der U-Bahn-Station Hasenbergl bespielt. In der Münchner Abendzeitung hatten sie jetzt Gelegenheit, ihr Projekt an der Schnittstelle von Kunst und Kulturwissenschaft noch einmal abschließend vorzustellen und dabei auf wesentliche Punkte einzugehen, die das Quartier im Münchner Norden ausmachen und für die gesamte Stadt von Bedeutung sind.
Weitere Infos zum Projekt „Wunschkiosk“ finden sie hier.
Dr. Simone Egger zu Gast bei SWR2:
"Deutsche Werte, deutsche Sitten – Brauchen wir eine Leitkultur?"
In der Sendung „Forum“ hat Simone Egger mit der Moderatorin Marion Theis, der Soziologin Dr. Yasemin El-Menouar von der Bertelsmann-Stiftung und Christopher Hauß, Vorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz diskutiert. Die Idee einer europäischen Leitkultur als Wertekonsens stammt von dem syrisch-deutschen Politikwissenschaftler Bassam Tibi, eine „deutsche Leitkultur“ gibt es als wissenschaftliches Konzept nicht. Kultur ist immer etwas Dynamisches und lässt sich nicht an einem Staatsgebiet festmachen. Die Rede von der „deutschen Leitkultur“ ist ein politisches Statement und stammt aus den Reihen der CDU, die diesen Begriff auch in ihrem Grundsatzprogramm verwendet.
Sendung vom Do., 15.2.2024 22:05 Uhr, SWR2 Forum, SWR2
Hören Sie jetzt rein.
CfP: Die Welt von gestern deuten.
Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit

Wir möchten Sie auf unseren Call for Papers für das Symposium "Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit" aufmerksam machen, das vom 20.–22. Juni 2024 an der Universität des Saarlandes stattfinden soll.
Der Call for Papers läuft noch bis zum 15. März 2024. Bitte senden Sie einen Vorschlag (300 Wörter) sowie einen kurzen CV an simone.egger(at)uni-saarland.de. Wir bemühen uns um die Finanzierung von Reisekosten für Teilnehmer:innen, die nicht institutionell angebunden sind. Der Verständigung darüber, wie sich historisch Forschende in der DGEKW sowie Interessierte aus anderen Disziplinen längerfristig vernetzen können, wird im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls Platz eingeräumt.
CfP: Die Welt von gestern Deuten
Wir freuen uns über Einreichungen!
Für Rückfragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.
Online-Berufsfeld-Kolloquium der DGEKW:
"Kollektive und Kollaborationen"
Die nächste Sitzung des Online-Berufsfeld-Kolloquium der DGEKW findet diesen Mittwoch (10. Januar 2024) von 18:15 bis 19:45 Uhr mit einer Sitzung zum Thema "Kollektive und Kollaborationen" statt:
Referent*innen: Cornelia Dlabaja (FH Wien), Lisa Riedner (Ludwig-Maximilians-Universität München), Andrea Vetter (Haus des Wandels Brandenburg)
Moderation: Michi Knecht (Universität Bremen), Simone Egger (Universität des Saarlandes)
In welchen Berufsfeldern arbeiten Absolvent*innen der Empirischen Kulturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Volkskunde, Kulturanthropologie? Wie bereitet das Studium auf die verschiedensten Arbeitsgebiete vor und welche Kompetenzen bringen Studierende mit? Was sind die Erwartungen unserer Studierenden an ein berufsfeldorientiertes Studium? Wie sehen Arbeitsalltage von Kulturwissenschaftler*innen in den Medien, in der Kulturvermittlung oder in politischen Feldern aus?
Unter anderem diesen Fragen widmet sich das zweite standortübergreifende Kolloquium, das die Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft in Kooperation mit ihrem Ständigen Ausschuss Studium und Lehre sowie mit vielen Instituten des Fachs als Online-Veranstaltung ausrichtet.
Zugangsdaten sowie weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter:
https://dgekw.de/studium/veranstaltungsreihen/
Ausschreibung des Hessischen Rundfunks
Journalistisches Volontariat 2025
| "Du hast Lust auf guten Journalismus? Du willst über Storys berichten, die die Menschen in Hessen bewegen und weiterbringen? Du denkst und lebst digital? Du hast Bock auf Hessen? Dann komm zum Hessischen Rundfunk für dein Volontariat – eine der umfangreichsten und abwechslungsreichsten journalistischen Ausbildungen!" |
Der Hessische Rundfunk sucht noch bis zum 5. Februar 2024 kreative Köpfe im Bereich Social Media, Online, Fernsehen und Radio an den Standorten Frankfurt und Wiesbaden sowie in den umliegenden Regionalstudios. Auch außerhalb des hr sind viele verschiedene Stationen möglich!
Interesse geweckt?
Alle Informationen finden Sie unter:
https://1.ard.de/hr-volo
Bräuche und Rituale:
Talk mit Jun.-Prof. Dr. Simone Egger um 21.45 Uhr auf ARD alpha
„Ob Weihnachten oder Chanukka, Ostern oder Ramadan, Jom Kippur oder das Opferfest, kleine oder große Geburtstagsfeiern und die Gute-Nacht-Geschichten für die Kleinsten, sie alle wiederholen sich meist in eingespielten Abläufen. Warum sind Rituale im Leben so wichtig und wann können sie auch zu einem Problem werden?“
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger hat mit der Moderatorin Özlem Sarikaya und dem Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am LMU Klinikum München über Bräuche und Rituale gesprochen. In der Sendung geht es um alte und neue Gewohnheiten sowie Bedeutungen im Wandel. Nichts ist traditioneller als die Einführung von Traditionen!
Heute Abend um 21.45 Uhr ist der Talk aufARD alpha zu sehen und außerdem in der Mediathek verfügbar.
Online-Gastvortrag:
"Der Alltag der Mode. Zum fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt"
Im Rahmen unserer Veranstaltung "Mode, Kleidung und Gesellschaft. Eine Einführung in die Kulturanthropologie" hält Dr. Jan C. Watzlawik (TU Dortmund) einen Online-Gastvortrag zum Thema "Der Alltag der Mode. Zum fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt."
Dr. Jan C. Watzlawik vom Seminar der Kulturanthropologie des Textilen an der TU Dortmund spricht über sein laufendes Forschungsprojekt. Es geht um den fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt, Chefredakteurin der deutschsprachigen Ausgabe des Modemagazins Vogue von 1989 bis 2002. An der Schnittstelle von Medien-, Kultur- und Zeitgeschichte gibt die einzigartige Sammlung Einblicke in das Geschehen vor und hinter den Kulissen der Modewelt und lässt auf Körperbilder, Machtverhältnisse und anderes schließen. Wie an der Archivierung des Bestandes und der Analyse der Inhalte gearbeitet wird, stellt der Kulturwissenschaftler Jan Watzlawik im Rahmen seines Gastvortrags vor.
Der Vortrag findet am 23. Januar 2024 um 18.15 Uhr via MS Teams statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und werden um eine Anmeldung per E-Mail an simone.egger@uni-saarland.de gebeten.
„DGEKW-Kongress goes YouTube":
Kultur erklärt auf Youtube
„Was machen Empirische Kulturwissenschaftler*innen eigentlich so? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus – und ist eine Kongressteilnahme für sie auch ganz alltäglich?"Vom 4.-7. Oktober 2023 fand an der TU Dortmund der 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft unter dem Titel „Analysen des Alltags: Komplexität, Konjunktur, Krise“ statt. In dem dabei entstandenen Kongressfilm erzählt Simone Egger, was wir unter „Analysen des Alltages" verstehen können.
Das Filmkonzept entstand im Rahmen des Workshops „DGEKW-Kongress goes YouTube. Neue Formate der Fachvermittlung. Werkstatt der kulturwissenschaftlichen Filmreihe überalltag“, der am 5. Oktober 2023 auf dem DGEKW-Kongress in Dortmund durchgeführt wurde.
Neuerscheinung
Kuratierte Erinnerungen: Das Fotoalbum
In dem gerade veröffentlichten Band „Kuratierte Erinnerungen: das Fotoalbum“ von Ulrich Hägele ist auch Simone Egger mit einem Beitrag vertreten. In ihrem Artikel „Aus meiner Jugendzeit und von meiner Heimat in Smyrna / und von unserem Heim seit September 1918-32 in München“ geht es um „Das Fotoalbum als (Re-)Konstruktion einer (Auto-)Biografie“ (In: Hägele, Ulrich (Hg.): Rekonstruierte Erinnerungen: das Fotoalbum (Visuelle Kultur. Studien und Materialien, 15). Münster 2023, S. 252-262).

Herzlich Willkommen an der Universität des Saarlandes:
Neue Juniorprofessorin Dr. Simone Egger
Seit 15. September 2023 ist Simone Egger als Juniorprofessorin für Europäische Kulturanthropologie an der Universität des Saarlandes tätig. Barbara Krug-Richter bleibt außerdem als Seniorprofessorin in der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaften.
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