Forschung
Die Forschung des Lehrstuhls ist derzeit sehr breit aufgestellt. So können hier sowohl Grundlagenforschung, experimentelle Forschung und klinische Forschungsvorhaben realisiert werden.
Klinische Studien
Die klinische Forschung ist ein wichtiger Bestandteil der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Seit 2008 konnte das vollständig aus Drittmitteln finanzierte klinische Studienzentrum weiter ausgebaut werden.
Im Jahr 2011 erfolgte eine internationale Akkreditierung entsprechend der Richtlinien der AO Foundation. Unser klinisches Studienzentrum betreut mehrere nationale und internationale Forschungsprojekte.
Im Jahr 2015 erfolgte die Re-Zertifizierung des Studienzentrums durch die AO Foundation im „Platinum Level“.
Die betreuten Studien umfassen verschiedene Themen der traumatologischen Forschung und sind sowohl als monozentrische als auch multizentrisch geführt.
Molekular- und Zellbiologische Forschung
Die Arbeitsgruppen des Molekular- und Zellbiologischen Forschungslabors der Klinik bearbeiten unter der Leitung von Prof. (apl.) Dr. rer. nat. Martin Oberringer und PD Dr. rer. nat. Wolfgang Metzger unterschiedliche Fragen, die sich vor dem Hintergrund der physiologischen und pathologischen Regeneration des Menschen stellen.
Die derzeitigen Forschungsschwerpunkte umfassen verschiedene Modelle zur Gewebeheilung und zur Interaktion von Zellen mit artifiziellen Oberflächen. Großen Raum nimmt seit einigen Jahren auch die Forschung an 3D-Zellkulturen (Sphäroide) ein, die aktuell auch durch die DFG gefördert wird
Durch die breite inhaltliche und methodische Aufstellung der experimentellen Ansätze gelingt es, Bereiche abzudecken, die einerseits zentral für die Analytik von Heilungsstörungen der Weichgewebe- und Knochenheilung sind und mit denen andererseits neue therapeutische Ansätze -in Kombination mit Methoden des Tissue Engineering- entwickelt und überprüft werden können.
Experimentelle Forschung
Die experimentelle Forschung ist ein wichtiger Bestandteil der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Die Frakturheilung ist nach wie vor Gegenstand intensiver Forschungen. Hauptfokus der Arbeitsgruppe Frakturheilung der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und des Instituts für Klinisch-Experimentelle Chirurgie ist die Analyse der pathophysiologischen Grundlagen der Frakturheilungsprozesse und die Entwicklung verschiedener Therapieansätze zur Verbesserung der gestörten Frakturheilung. Primär wurden verschiedene Fraktur- und Knochendefektmodelle an der Maus entwickelt sowie erstmals biomechanische Parameter verschiedener Osteosynthesetechniken für die Maus analysiert und quantifiziert, so dass nun standardisierte Untersuchungen am Mausmodell durchgeführt werden können.
Zur Analyse der Frakturheilung wurden zahlreiche Untersuchungsmethoden etabliert, welche in aktuell laufenden Studien standardmäßig durchgeführt werden. Am Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie steht ein voll ausgestattetes Labor für biomechanische, histologische, immunhistologische, proteinbiochemische sowie radiologische Untersuchungen zur Verfügung. Mittlerweile konnte neben einem in-vitro micro-CT und einem Kleintier-MRT durch ein DFG-gefördertes Projekt ein in-vivo micro-CT angeschafft werden. Dieses Gerät erlaubt wiederholte Untersuchungen am lebenden Tier und verspricht damit tiefere Einblicke in die dynamischen Prozesse der Frakturheilung (Abb. 1).
Biomechanik
In der biomechanischen Forschung geht es im Wesentlichen um die Untersuchung verschiedener Implantatsysteme. Hierzu werden in Modellversuchen einzelne operative Versorgungstechniken entwickelt und im Vergleich zu Standardverfahren untersucht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können dann nach entsprechender Vorbereitung und Genehmigung in den klinischen Alltag übertragen werden.




