28 May 2026

Universität des Saarlandes lädt am 12. Juni zum „Offenen Campus“ ein

Ein Professor berät einen Studieninterssierten am Info-Stand.© Oliver Dietze/UdS
An zahlreichen Info-Ständen geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Einblicke ins Studium – so wie hier am Stand der Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung.

Rund 200 Programmpunkte aus allen Fachrichtungen bietet die Universität des Saarlandes beim „Offenen Campus“ am Freitag, dem 12. Juni an. Auf dem Saarbrücker Campus dreht sich von 15 bis 19 Uhr alles um Wissenschaft, Studium und Lehre. Studieninteressierte können sich über das vielseitige Studienangebot der Universität informieren und den Campus kennenlernen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler öffnen ihre Labore und bieten Vorträge zu aktuellen Forschungsprojekten an.

Für Kinder und Jugendliche gibt es zahlreiche Mitmach-Angebote. Der „Offene Campus“ auf dem Saarbrücker Universitätscampus wird diesmal an einem Freitagnachmittag ab 15 Uhr stattfinden – ähnlich wie eine Woche später die Lange Nacht der Wissenschaften auf dem Campus Homburg (19. Juni). Auf einer Info-Meile rund um das Campus Center gibt es neben viel Service und Beratung auch Experimente für Groß und Klein. Alle Vorträge finden gebündelt im Audimax-Gebäude B4 1 statt. Von einem Info-Point aus starten verschiedene Campus- und Laborführungen. Auf dem Französischen Platz spielen verschiedene UdS-Bands auf einer Bühne, ab etwa 19 Uhr gibt es noch bis 21 Uhr eine After Hour mit Profs als DJs. An mehreren Food-Trucks werden am Nachmittag und Abend verschiedene Spezialitäten angeboten. 

Im Folgenden wird eine Auswahl der Programmpunkte präsentiert, weitere Angebote sind in der Universitätszeitung „campus extra“ beschrieben, die am 6. Juni der Saarbrücker Zeitung beiliegen wird. Das gesamte Programm vom Offenen Campus mit allen Orts- und Zeitangaben ist online zu finden: www.uni-saarland.de/infotag

In den Naturwissenschaften gibt es ein vielfältiges Programm, das von Laborführungen über Vorträge bis zu Mitmachstationen auf der Info-Meile reicht. Die Physik bietet Einblicke in Forschungsgebiete, die bis vor wenigen Jahren noch nach Science Fiction klangen. In einer Vortragsrunde stellt Professor Frank Wihelm-Mauch, führender Experte für Quantencomputing am Forschungszentrum Jülich, das neue Zentrum für Quantentechnologien an der Universität des Saarlandes vor. In dem interdisziplinären Team aus Physikern, Mathematikern, Informatikern und Ingenieuren werden neue Möglichkeiten und Einsatzfelder der Quantentechnologien erforscht. Professor Jürgen Eschner wird anschließend einige Beispiele aus der experimentellen Quantenforschung präsentieren (16:30 Uhr, Musiksaal C5 1).

Wie wird die Künstliche Intelligenz (KI) unsere Zukunft prägen? Dazu tauschen sich Expertinnen und Experten des Saarland Informatics Campus in einer Live-Debatte aus. Es diskutieren die Professoren Philipp Slusallek und Peter Fettke (beide forschen auch am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), mit Vera Demberg, Professorin für Informatik und Computerlinguistik, und Alexander Koller, Computerlinguistik-Professor, sowie SIC-Geschäftsführer Christian Theres. Die Gäste der Podiumsdiskussion können ihre Fragen an die Expertenrunde stellen (17.30 bis 18.15 Uhr, Musiksaal, C5 1).
 

In den Biowissenschaften geht es in mehreren Vorträgen und einer Laborführung unter anderem um die Epigenetik und wie diese unser Erbgut beeinflusst. Auch das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS) und das Leibniz-Institut für neue Materialien (INM) bieten auf der Info-Meile und im Audimax-Gebäude Experimente und Vorträge an. Am Institut für Systembiotechnologie lädt Professor Christoph Wittmann dazu ein, die Welt der Biotechnologie kennenzulernen. Dabei geht es auch um die Vision einer biobasierten Kreislaufwirtschaft, die mikrobielle Zellfabriken nutzt, um Produkte des täglichen Lebens aus nachwachsenden Rohstoffen und Abfallströmen herzustellen (A1 5, 2. OG)

Gibt es den Männerschnupfen und haben Frauen wirklich häufiger Migräne? Das Centrum für Geschlechtsspezifische Biologie und Medizin (CGBM) an der Universität sucht nach Antworten auf solche Fragen. Es widmet sich den Unterschieden, die bei vielen biologischen Prozessen zwischen Männern und Frauen auftreten, etwa Altern, Krebs und Immunabwehr. Dafür arbeiten Fächer wie Pharmazie, Biologie, Bioinformatik und Medizin eng zusammen. Im Vortrag erfahren Interessierte etwas über diese Forschung (17:30 Uhr, B4 1, HS 0.04).

Spektakuläre Stickstoff-Show: Wer ein Experimentalerlebnis der frostigen Art mit Extremkälte von eisigen minus 196 Grad Celsius erleben will, sollte um 15.30 oder 16.30 Uhr zum Schülerlabor NanoBioLab (B2 2, R. -1.21) kommen. Hier können Neugierige Zeuge werden, wie flüssiger Stickstoff gewöhnliche Dinge in Sekunden verwandelt. Kinder und Jugendliche können hier auch selbst Forscherin und Forscher sein, im echten Labor in Uni-Atmosphäre experimentieren und so die Welt der Chemie und Naturwissenschaften entdecken.

Auch im Schülerlabor SinnTec können Kinder und Jugendliche selbst elektronische Schaltungen bauen – wahlweise einen Reaktionstester oder ein Musikinstrument – die sie mit nach Hause nehmen können. Beim Tüfteln sammeln sie jede Menge Verständnis für Technik und Sensorik (15 bis 18.30 Uhr, A5 1). Smarte Materialien machen Robotergreifer biegsam wie Tentakeln eines Oktopusses und ermöglichen eine neue klimaschonende Kühl- und Heiztechnologie. An dieser Spitzenforschung in den Ingenieurwissenschaften arbeiten bei Professor Paul Motzki schon Studierende mit. Mehr dazu erfährt man an einem Stand auf der Info-Meile. Um 17:30 Uhr erklären Experten des Transformationsprojekts EnFoSaar, warum Batterien für die Energiewende wichtig sind und wie Forschung dabei helfen kann, Rohstoffe zu recyceln und Wasser aufzubereiten (B4 1, HS 0.18).

War das Mittelalter wirklich dunkel? Über kaum eine Epoche gibt es so viele falsche Vorstellungen. Was ist Klischee, was stimmt? Am Info-Stand können Mittelalter-Fans ihr Wissen auf den Prüfstand stellen. Um 15.30 Uhr zeigt Mittelalter-Professorin Cristina Andenna dort, wie ein Geschichtsprojekt den kritischen Umgang mit KI fördert. Darüber hinaus trifft die Antike auf die virtuelle Realität: Wie digitale Methoden antike Skulpturen zu neuem Leben erwecken, können Wissbegierige in der Sammlung der Klassischen Archäologie ergründen. Eine an der Universität entwickelte Methode vermischt Wirklichkeit und virtuelle Realität: Mehr erfahren Interessierte bei zwei Führungen ab 15.30 und ab 17 Uhr (Info-Point). Im Experiment mit der Moralmaschine zeigt die Evangelische Theologie, warum Maschinen uns bei Entscheidungen keine Verantwortung abnehmen können (17 Uhr, B4 1, HS 0.07).

Die Medizinische Fakultät berät auf der Info-Meile zu den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Ernährungsmedizin und Diätetik sowie Physiotherapie und Advanced Practice Nursing an. Was herauskommt, wenn Neurowissenschaft, Medizin, Informatik und Technik verschmelzen, zeigt das „Center for Digital Neurotechnologies Saar“ auf der Info-Meile: Fachübergreifende Forschung fließt in neue Therapieansätze und digitale Innovationen, um Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Krankheiten ohne Berührung zu erkennen, wird ebenso möglich, wie Operationen mit erweiterter Realität oder virtuelle Besuche mit Körpernähe für kranke Kinder auf Isolierstationen.

Dem Gehirn beim Denken zusehen: In einer Laborführung erfahren Besucher, wie ein Elektroenzephalogramm (EEG) Hirnaktivität über Elektroden auf der Kopfhaut misst und wie aus diesen Signalen Erkenntnisse entstehen: Forscherinnen und Forscher der Fachrichtung Psychologie erklären, wie sie aus den Aufzeichnungen auf Denkprozesse schließen (15.45, 16.30, 17.15 Uhr, Treffpunkt Info-Point).

Alle Programmpunkte zum Tag der offenen Tür mit Ortsangaben und Uhrzeit finden sich in dem Online-Programm. Über die Favoritenauswahl mit Herz-Symbol kann man sich sein persönliches Programm zusammenstellen. Am Samstag, 6. Juni wird zudem die Universitätszeitung „campus extra“ der Saarbrücker Zeitung beiliegen, das Druck-pdf wird auf dieser Webseite veröffentlicht. 

Weitere Informationen und Online-Programm unter: www.uni-saarland.de/infotag