9/11 — 20 Jahre danach

Ein interdisziplinäres Forschungs- und Ausstellungsprojekt

Die Terroranschläge des 11. September 2001 (kurz: 9/11) wurden als "Angriff auf die freie Welt" und als einschneidende, politische, gesellschaftliche und kulturelle Zäsur gedeutet — mit weitreichenden Folgen für das westliche Denken. Schnell wurde das durch die Massenmedien weltweit verbreitete Ereignis in (nicht nur amerikanischer) Literatur und Kunst, Film und Musik verarbeitet, als "post-9/11"-Zäsur in Kulturtheorie und Philosophie diskutiert.

Zahlreiche Institutionen im Saarland nehmen die bereits zwanzigste Wiederkehr dieses folgenreichen Tages zum Anlass, um im Jahr 2021 mit Ausstellungen und Diskussionsabenden, mit Vorträgen und Filmreihen den vielen Facetten von 9/11 nachzuspüren — der Erinnerungskultur, der medialen Berichterstattung, den politischen Konsequenzen und den künstlerischen Auseinandersetzungen.

Programm

Vortrag

"Zeitenwende 11. September 2001: 9/11 und der Beginn unserer Gegenwart"

In seinem Vortrag am Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland (DAI) arbeitet der Mannheimer Historiker Prof. Dr. Philipp Gassert die Ursachen, Reaktionen und Folgen des 11. September 2001 auf. Weitere Informationen.

Ausstellung

"9/11 — Vom Ereignis zum Gedächtnis"

Die Ausstellung im "Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass" der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) widmet sich noch bis zum 14. September 2021 in drei Teilen dem globalen Medienereignis, den unmittelbaren politischen und gesellschaftlichen Folgen für die USA und Europa sowie der künstlerischen Verarbeitung und dem Fortbestehen im kollektiven Gedächtnis. Weitere Informationen.

Seminar für Gasthörende

"9/11 — Ein Tag und seine Folgen"

Das "Zentrum für lebenslanges Lernen" (ZelL) der Universität des Saarlandes bietet für Gasthörende das Seminar "9/11 – Ein Tag und seine Folgen" an: In acht Sitzungen werden die Ereignisse des 11. Septembers 2001, seine politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen sowie die künstlerische 'Aufarbeitung' in Fotografie, Literatur oder Film untersucht. Weitere Informationen.

Ausstellung

"9/11 — Schicksalstage und ihre Titelbilder"

Die Ausstellung im "Deutschen Zeitungsmuseum" in Wadgassen wendet sich neben der Zeitungsberichterstattung zu 9/11 auch dem 9. November als einem deutschen 'Schicksalstag' zu und bringt die Titelseiten der Jahre 1918 (Novemberrevolution), 1923 (Hitler-Ludendorff-Putsch), 1938 (Reichspogromnacht) und schließlich 1989 (Fall der Berliner Mauer) in vergleichender Perspektive zusammen. Weitere Informationen.

Seminar in der Kunstgeschichte

"Der 11. September als Medienereignis — 20 Jahre danach"

Die Übung am Institut für Kunstgeschichte der Universität des Saarlandes (Dr.in Hanna Büdenbender) wendet sich im Sommersemester 2021 den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 als globalem Medienereignis zu und betrachtet dabei besonders die Visualität von 9/11. Weitere Informationen.

Seminar in der Medienkomparatistik

"Medien und... Ereignis"

Die Veranstaltung im Sommersemester 2021 blickt in medienkulturwissenschaftlicher Perspektive auf moderne Medienereignisse mit einem besonderen Schwerpunkt auf 9/11. Weitere Informationen.

Kontakt zur Projektkoordination

Janina Willrich911.20jahre[at]gmail.com

Jonas Nesselhauf jonas.nesselhauf[at]uni-saarland.de