Cheikh El Wely Sidi Mohamed

Wie heißen Sie und in welchem Land bzw. welcher Stadt leben Sie zurzeit?

Mein Name ist Cheikh El Wely Sidi Mohamed. Zurzeit lebe und arbeite ich in Lusaka, der Hauptstadt Sambias.

Was haben Sie an der Universität des Saarlandes  studiert und wann war das ungefähr?

Ich habe an der Universität des Saarlandes Informatik studiert. Mein Studium erstreckte sich ungefähr von 2006/2007 bis 2011.

Welche Berufstätigkeit haben Sie nach Ihrem Studium ausgeführt?

Nach meinem Studium habe ich zunächst als Projektingenieur bei der VAB in Berlin gearbeitet. Anschließend war ich als Softwareingenieur bei DACHSER in Kempten im Allgäu tätig. Seit 7 Jahren bin ich als Berater an den Schnittstellen zwischen IT und öffentlichen Finanzen für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig, unter anderem für 2 Jahren in Mauretanien und mittlerweile fünf Jahren in Sambia.

Warum haben Sie sich für die Universität des Saarlandes entschieden? 

Ich habe mein Studienkolleg an der UdS absolviert und mich während dieser Zeit sehr schnell in die Stadt und die gesamte Region verliebt. Besonders prägend war für mich das Leben im Wohnheim D, wo Studierende aus aller Welt zusammenkamen. Diese internationale Atmosphäre hat mich nachhaltig beeindruckt.

Haben Sie Tipps für aktuelle Studierende?

Um neue Leute kennenzulernen, sind die Wohnheimfeste eine der besten Gelegenheiten. Außerdem kann ich die zahlreichen kostenlosen Sportangebote – von Fußball bis Pilates – in den verschiedenen Sporthallen sehr empfehlen. HIWI-Stellen sind aus meiner Sicht eine hervorragende Vorbereitung auf das spätere Berufsleben, da sie Theorie und Praxis optimal verbinden.

Haben Sie eine besondere Anekdote oder Geschichte aus Ihrer Zeit an der Universität des Saarlandes?

Mein erstes Dippelappes (ein traditionelles saarländisches Kartoffelgericht, Anm. d. R.) habe ich in der Mensa gegessen – ein kulinarisches Erlebnis, das mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Was war Ihr liebster Ort auf dem Campus?

Zu meinen liebsten Orten auf dem Campus zählten das Wohnheim D, die Mensa sowie die Bibliothek der Informatik.

Warum haben Sie genau dieses Fach studiert?

Die Entscheidung für Informatik war zunächst eher zufällig. Rückblickend war es jedoch die absolut richtige Wahl, da die UdS schon damals – und vermutlich auch heute noch – zu den besten Universitäten im Bereich Informatik und insbesondere Künstliche Intelligenz gehörte.

Wie haben Sie den Übergang in den Beruf gestaltet?

Der Übergang in den Beruf verlief bei mir sehr direkt und zielgerichtet. Unmittelbar nach meinem Abschluss habe ich eine Stelle als Projektingenieur bei der VAB in Berlin angenommen. Dort konnte ich erstmals das im Studium erworbene theoretische Wissen in konkreten Projekten anwenden und gleichzeitig wichtige berufliche Kompetenzen wie Projektmanagement, Teamarbeit und Kommunikation mit Kunden aufbauen.

Wie würden Sie Ihre Zeit an der UdS in einem Satz zusammenfassen?

Meine Zeit an der UdS war eine der wichtigsten und prägendsten Phase meines Lebens – fachlich, persönlich und kulturell.

Wie würden Sie die Universität des Saarlandes in einem Satz zusammenfassen? 

Die UdS ist ein internationales Dippelappes – eine einzigartige Mischung aus akademischer Exzellenz, Internationalität und menschlicher Nähe.

Was hat Ihnen an Ihrem Studium an der Universität des Saarlandes besonders gut gefallen?

Besonders geschätzt habe ich die große Vielfalt an freiwilligen Zusatzfächern, die es ermöglichten, über den Tellerrand hinauszublicken. Hinzu kamen die fachlich exzellenten und zugleich sehr engagierten Professorinnen und Professoren, die stets offen für Fragen und Diskussionen waren.

Was hätten Sie beim Berufsstart gern schon gewusst?

Rückblickend hätte ich gern früher gewusst, wie entscheidend praktische Erfahrungen für den erfolgreichen Berufseinstieg sind. Theorie ist zwar das Fundament jedes akademischen Berufs, doch Praxis – etwa durch Praktika, HIWI-Tätigkeiten oder Projektarbeit – hilft enorm dabei, sich schneller im Berufsalltag zurechtzufinden.

Was hat Sie im Studium überrascht?

Besonders überrascht hat mich die theoretische Informatik. Sowohl ihre mathematische Tiefe als auch ihr hoher Anspruch waren herausfordernd, haben mir aber langfristig ein sehr strukturiertes und analytisches Denken vermittelt.

Was würden Sie gerne noch einmal an der Universität des Saarlandes erleben?

Ich würde sehr gerne noch einmal an einem Uni-Fest teilnehmen, bei dem Professorinnen und Professoren selbst als DJs auftreten. Diese besondere Mischung aus akademischem Alltag und studentischem Leben war typisch für die UdS und hat den starken Gemeinschaftssinn widergespiegelt.

Welche weiteren Angebote für Alumni würden Sie sich wünschen?

Ich würde mir regelmäßige Alumni-Treffen wünschen, zum Beispiel ein jährliches Wiedersehen, um den Kontakt zur Universität und zu ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu pflegen.