Tagungen

Internationale Konferenz „Römische Funerallandschaften. Von kontextuellen Ansätzen zur Wahrnehmung in Bewegung“
19.-21. März 2026 im Rheinischen Landesmuseum Trier
Im Rahmen des Projekts „Römische Grabdenkmäler des Treverergebietes im Kontext“ findet im März 2026 die von der Goethe-Universität Frankfurt, dem Rheinischen Landesmuseum Trier und der Universität des Saarlandes veranstaltete internationale Konferenz statt. Sie widmet sich römischen Bestattungslandschaften und ihrer Wahrnehmung aus der Perspektive bewegter Betrachter*innen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie solche Landschaften entstanden sind, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert haben und wie Menschen ihnen im Alltag begegneten und sie wahrnahmen.
Neuere Forschungen in der römischen Archäologie haben die traditionelle Trennung zwischen den Räumen der Lebenden und der Toten zunehmend relativiert. Bestattungsorte waren häufig eng in die Infrastruktur des Alltags eingebunden: Grabdenkmäler entlang von Verkehrswegen oder in der Nähe von Siedlungen prägten das Erscheinungsbild der Landschaft und fungierten zugleich als Orte der Erinnerung und als Medien sozialen Gedächtnisses. In ihrer räumlichen Anordnung und Einbettung in die Umgebung spiegeln sie nicht nur individuelle Memorialpraktiken, sondern auch die sozialen und kulturellen Ordnungen der Gemeinschaften, die sie errichteten und wahrnahmen.
Die Konferenz rückt insbesondere die visuelle und räumliche Erfahrbarkeit solcher Grablandschaften in den Fokus. Ausgehend von der Annahme, dass archäologische Landschaften nicht nur statische Anordnungen von Befunden darstellen, sondern als sich wandelnde Szenarien verstanden werden müssen, wird der Perspektivwechsel hin zur Wahrnehmung in Bewegung betont. Damit verbunden ist die Frage, wie unterschiedliche Blickpunkte, Wege und Annäherungen die Erfahrung einer Grablandschaft geprägt haben könnten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf digitalen und visuell-räumlichen Methoden. Dreidimensionale Rekonstruktionen, Deep Mapping und interaktive Visualisierungen eröffnen neue Möglichkeiten, räumliche Beziehungen sichtbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven auf römische Grablandschaften nachzuvollziehen. Ziel der Tagung ist es, diese Ansätze zusammenzuführen, um die visuelle Ästhetik und die soziale Erfahrbarkeit römischer Bestattungslandschaften genauer zu untersuchen.
Veranstalter*innen: Anja Klöckner, Ute Kelp (beide Goethe-Universität Frankfurt), Sascha Schmitz (Universität des Saarlandes)
Ort: Rheinisches Landesmuseum Trier
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Internationaler Workshop "Sammlungen historischer Gipsabgüsse zwischen physischer Präsenz und digitaler Repräsentanz", 06.-07. November 2025 am Antikenmuseum der Universität Leipzig
Im Rahmen des Projekts "Vom raumgreifenden Gipsabguss zur digitalen Punktwolke: Dokumentation und Visualisierung antiker Plastik am Beispiel des Toro Farnese in der Abguss-Sammlung des Antikenmuseums Leipzig" findet im November 2025 der von der Universität Leipzig und der Universität des Saarlandes gemeinsam veranstaltete Workshop statt, der sich der Digitalisierung von Gipsabguss-Sammlungen und der Nutzung der dabei entstehenden Digitalisate widmet.
Gipsabguss-Sammlungen haben heute einen festen Platz in archäologischer Forschung, Lehre und Vermittlung. Die historischen Gipsabgüsse des 18. bis frühen 20. Jhs. sind einerseits Zeugnisse von Wissenschafts- und Sammlungsgeschichte sowie von Objektbiografien. Andererseits dienen die Sammlungen vielerorts als Forschungslabore, in denen insbesondere digitale Techniken zum Einsatz kommen und an den komplexen dreidimensionalen Formen weiterentwickelt werden. Im Zentrum der digitalen Erschließung steht häufig die Erstellung digitaler Zwillinge. Dabei verlieren die Abgüsse ihre physische Präsenz, können aber zu ortsunabhängigen Botschaftern für die realen Sammlungen werden. Die Digitalisate generieren neue Forschungsfragen, bilden die Grundlage für weiterführende Forschungsprojekte und werden in der archäologischen Lehre oder im Rahmen von Ausstellungen eingesetzt. Gleichzeitig werden dabei riesige Datenmengen erzeugt, für deren Langzeitsicherung vielerorts immer noch tragfähige, nachhaltige Konzepte fehlen. In diesem Spannungsfeld stellt sich die Frage nach dem Mehrwert der Digitalisierung der in großer Zahl vorhandenen gipsernen Kopien, die nur in Einzelfällen durch Einzigartigkeit bestechen.
Wir freuen uns über Beiträge zu aktuellen Digitalisierungsvorhaben in Gipsabguss-Sammlungen sowie zu Projekten, die mit Digitalisaten von Gipsabgüssen arbeiten. Bitte schicken Sie Ihren aussagekräftigen Vortragsvorschlag in Form eines Abstracts mit maximal 300 Wörtern in Deutsch oder Englisch bis zum 05.02.2025 an: gipsabguss.workshop.leipzig(at)web.de
Veranstalter*innen: Jörn Lang (Antikenmuseum Leipzig), Katharina Meinecke (Universität des Saarlandes), Paula Michalski (Antikenmuseum Leipzig)
Ort: Antikenmuseum der Universität Leipzig
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Session "Archaeology of Stone Sarcophagi around the Mediterranean during Antiquity: Current Research and Approaches",
31st Annual Meeting of the European Association of Archaeologists (EAA) in Belgrad, 03.-06. September 2025
Unter Mitwirkung der Universität des Saarlandes findet auf dem diesjährigen Jahrestreffen der EAA in Belgrad eine Session zu antiken Steinsarkophagen des Mittelmeerraums statt. Die Session möchte Sarkophagforschende zusammenbringen, die sich mit den verschiedensten Aspekten der steinernen Grabmonumente beschäftigen, wie u. a. deren Herstellung und materielle Eigenschaften, dem wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Kontext, der Vergesellschaftung mit anderen Grabmonumenten, aber auch mit klassischen Themen der Sarkophagforschung wie Ikonografie und Typologie.
Die Einreichung eines Abstracts ist bis zum 06. Februar 2025 möglich unter:https://submissions.e-a-a.org/eaa2025
Veranstalter*innen: Daniel Morleghem (Università La Sapienza Rom), Laura Nazim (Ruhr-Universität Bochum), Katharina Meinecke (Universität des Saarlandes)
Ort: Universität Belgrad, Philosophische Fakultät
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