Dabei wird bei peinlichen Themen die Anonymität befragter Personen gewahrt, damit sie auch zu heiklen Fragen wie etwa Doping Auskunft geben.
In seiner Forschung will sich Werner Pitsch in den kommenden Jahren mit dem Medikamentenkonsum im Breitensport befassen und untersuchen, wie ein ansonsten der Gesundheit zuträgliches Freizeitverhalten zum Treiber für gesundheitliches Risikoverhalten im Sinn der sportindizierten Selbstmedikation wird. Er wird zudem die langjährige empirische Forschung am Sportwissenschaftlichen Institut der Saar-Universität fortführen, die sich mit dem abweichenden Verhalten inner- und außerhalb des Sports beschäftigt. Dabei geht es um so vielfältige Themen wie körperliche und sexuelle Gewalt im Sport, Doping und Medikamentenmissbrauch, Bestechung etwa im Kontext von Sportwetten und Wettkämpfen, aber auch um Korruption in Sportverbänden und zuletzt auch - außerhalb des Sports - um Lobbyismus unter Parlamentariern in Deutschland.
In seinem dritten Forschungsschwerpunkt will sich Werner Pitsch auf sozialwissenschaftliche Agentenmodelle konzentrieren, mit denen die Karrieren von Spitzensportlern analysiert werden können. Dabei strebt er eine Zusammenarbeit mit dem Interdisciplinary Institute for Societal Computing (I2SC) an der Universität des Saarlandes an. In der Lehre deckt Werner Pitsch neben der Sportsoziologie auch Themen der sozialwissenschaftlichen Methodologie und der Sportökonomik ab.
Zur Person
Werner Pitsch absolvierte an der Universität des Saarlandes ein Studium der Sportwissenschaft, das er 1990 als Diplom-Sportlehrer abschloss. Dieses ergänzte er durch ein Magisterstudium in den Fächern Sportwissenschaft, Allgemeine Psychologie und Soziologie. An der Universität der Bundeswehr München promovierte Werner Pitsch 1998. Nach mehreren Stationen an der Universität des Saarlandes, am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz arbeitete er von 2000 bis 2005 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und wechselte dann an die Universität des Saarlandes. Dort erlangte Werner Pitsch 2020 die Venia Legendi für das Fach Sportwissenschaft mit seiner Habilitationsschrift „Zur Verschränkung des Nutzens aus dem Doping- und Anti-Doping-Phänomen“.
An der Universität des Saarlandes leitet Werner Pitsch die Funktionseinheit Sportsoziologie und Sportökonomie in der Fachrichtung Sportwissenschaft. Derzeit ist er Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die sportwissenschaftlichen Studiengänge und wirkt in einer Arbeitsgruppe mit, um diese Studiengänge neu auszurichten. Zudem engagiert sich Werner Pitsch als ERASMUS+-Fachkoordinator dafür, dass die Lehre noch stärker international ausgerichtet wird. Werner Pitsch wird die neue Professur zum 15. März antreten.
Fragen beantwortet:
PD Dr. phil. Werner Pitsch
Tel.: 0681 302 3733
Mail: we.pitsch(at)mx.uni-saarland.de

