Programm im WiSe 2026/27

Von Mikrowellen zu Monsterwellen: Die Welt ist in Bewegung

Schwingungen begegnen uns überall - in der Natur und im Alltag

Kinder schaukeln hin und her, unser Herz schlägt rhythmisch und Insekten lassen ihre Flügel schwingen. Auch die Töne einer Gitarre entstehen durch schwingende Saiten, während unsere Stimmbänder beim Sprechen und Singen in Schwingung geraten. Selbst bei Erdbeben spielt dieses Phänomen eine wichtige Rolle, wenn der Erdboden zu schwingen beginnt. Und auch im Mikroskopischen geht es weiter: Atome innerhalb von Molekülen schwingen gegeneinander.

Was haben Stimmgabeln, Quarzuhren und Atome in einem Festkörper gemeinsam?

In guter Näherung lassen sich viele physikalische Systeme durch einen harmonischen Oszillator beschreiben. Beispiele hierfür sind die schwingenden Zinken einer Stimmgabel, die mechanischen Schwingungen eines Quarzkristalls in einer Quarzuhr oder Atome, die in einem Festkörper um ihre Gleichgewichtslagen schwingen. Da dieses Modell in vielen Bereichen der Physik eine wichtige Rolle spielt, werden wir uns den harmonischen Oszillator auch in der theoretischen Physikvorlesung genauer anschauen.

Was sind Wellen und wozu brauchen wir sie?

Wellen entstehen, wenn sich Schwingungen räumlich ausbreiten und dabei Energie übertragen wird, ohne dass Materie dauerhaft mittransportiert werden muss. Sie begegnen uns überall: Schallwellen ermöglichen es uns, Musik zu hören, Lichtwellen machen unsere Umgebung sichtbar und elektromagnetische Wellen übertragen Informationen über WLAN, Mobilfunk und Radio. Auch in der Medizin und Technik spielen Wellen eine wichtige Rolle, beispielsweise bei Ultraschalluntersuchungen oder der Materialprüfung. 

Besonders faszinierend sind Wellen als Naturphänomen: Auf den Weltmeeren können sogenannte Monsterwellen entstehen – gewaltige Einzelwellen, die selbst große Schiffe in Gefahr bringen können.

Diese und ähnliche Fragen stehen dieses Jahr im Mittelpunkt des Probestudiums Physik. Die Vorlesungen zeigen, wie Physiker:innen komplexe Phänomene mit Theorie, Mathematik und Experiment verstehen und beschreiben.

Veranstaltungen

  • 1. Vorlesung: Mathematik - Prof. Dr. Jochen Hub
    Zeit: 9. Januar 2027, 10-12 Uhr
    Ort: Gebäude C 6.3, Großer Hörsaal der Physik

     
  • 2. Vorlesung: Theoretische Physik - Prof. Dr. Frank Wilhelm-Mauch
    Zeit: 16. Januar 2027, 10-12 Uhr
    Ort: Gebäude C 6.3, Großer Hörsaal der Physik

     
  • 3. Vorlesung: Experimentalphysik - Prof. Dr. Franziska Lautenschläger
    Zeit: 23. Januar 2027, 10-12 Uhr
    Ort: Gebäude C 6.3, Großer Hörsaal der Physik

     
  • Praktikum: Dr. Thomas John
    Zeit: 30. Januar 2027, 10-15 Uhr
    Ort: Gebäude C 6.4, Räume des Grundpraktikums 

     
  • Gastvortrag
    Zeit: 6. Februar 2027, 11-12 Uhr 
    Ort: Gebäude C 6.3, Großer Hörsaal der Physik

Öffentlicher Gastvortrag

Wird noch bekannt gegeben