Aktuelles

Physikerin Karin Jacobs in Akademie der Wissenschaften zu Göttingen aufgenommen

Karin Jacobs, Professorin für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes, wurde als korrespondierendes Mitglied in die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen aufgenommen. Diese Auszeichnung kommt nur Professorinnen und Professoren zuteil, die in ihrem Fach Außergewöhnliches geleistet haben. Die korrespondie­renden Mitglieder leben in der Regel außerhalb Norddeutschlands und nehmen eher indirekt am Leben der Akademie teil.

Neben Karin Jacobs wurde auch ihre frühere Kollegin Roser Valenti in die Akademie aufgenommen, sie ist heute Professorin für theoretische Physik an der Frankfurter Goethe-Universität. Valenti hatte zu Beginn ihrer wissenschaftliche Karriere mehrere Jahre an der Universität des Saarlandes geforscht.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

Schwerpunktsemester zur Quanteninformation

Vom 12. September 2022 bis zum 9. Dezember 2022 findet an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Deutschland, das Fokussemester Quanteninformation statt.

Ziel ist es, die Quanteninformationstheorie aus den Perspektiven der Mathematik, Physik und Informatik zu untersuchen. Hier ist ein kurzer Video-Teaser auf YouTube.

Zahlreiche internationale Experten werden an der Universität des Saarlandes multidisziplinäre Vorlesungen halten, begleitet von verschiedenen Forschungsgesprächen in Seminaren.

Das Programm richtet sich insbesondere an Masterstudenten im ersten Jahr und bietet eine Einführung in dieses moderne Gebiet. Aber auch Doktoranden, Postdocs und Forscher sind herzlich eingeladen, an dem Programm teilzunehmen.

Es steht eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung. Bewerbungsfrist: 30. April 2022.

Auf dem Weg zum Quantencomputer: Bund fördert Projekte von Saarbrücker Physikern mit zehn Millionen

In Quantencomputer werden große Hoffnungen gesetzt, weil sie wesentlich schneller und komplexer rechnen können als heutige Supercomputer – insbesondere in einem Quanten-Netzwerk. Viele Forschungsfragen dazu sind jedoch noch ungelöst, etwa wie man Fehlerquellen beim Quantenrechnen umgeht oder bestehende Glasfasernetze für die Verknüpfung von Quantenrechnern nutzen kann.

Daran forscht auch ein Physikerteam der Universität des Saarlandes, das in sechs verschiedenen Projekten vom Bundesforschungsministerium mit rund zehn Millionen Euro gefördert wird.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

„Smarter“ Schleim: wie ein Einzeller zeigt, dass aus Zufall intelligentes Verhalten entstehen kann

Physarum polycephalum ist ein wahrer Schlaumeier: Mit Experimenten, in denen der Schleimpilz das Schienennetz von Tokio rekonstruieren und Labyrinthe lösen konnte, landete er bereits in den Nachrichten. Nun hat ein Forschungsteam den Pilz als Vorbild herangezogen, um von dessen Anpassungsfähigkeit zu lernen. Das vom ihm inspirierte mathematische Modell ist so allgemein, dass es nicht nur für effizientere Transportnetzwerke sorgen, sondern auch die Künstliche Intelligenz voranbringen könnte.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

Sechster Sinn entschlüsselt? Forscher kommen dem inneren Kompass von Lebewesen auf die Spur

Woher kennen Lachse die Route zu ihren Laichgründen? Wie finden Tiere ihr Ziel? Ein internationales Forschungsteam aus Oregon, Straßburg, Oldenburg und Saarbrücken ist dem inneren Kompass von Lebewesen auf der Spur und könnte den geheimnisvollen „sechsten Sinn“ entschlüsselt haben. Der Arbeitsgruppe von Professor Uwe Hartmann von der Universität des Saarlandes ist es erstmals gelungen, die „Kompassnadeln“ von Lachsen mit dem Mikroskop sichtbar zu machen.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

Saarbrücker Physiker entwickeln Simulationsmethode zum besseren Verständnis der Membranfusion

Biologische Membranen sind äußerst komplex: Sie bestehen nicht nur aus tausenden verschiedenen Lipid-Arten, sondern sind überdies asymmetrisch aufgebaut. Welchen biologischen Vorteil die hohe Komplexität haben könnte, wollen Saarbrücker Physiker um Prof. Jochen Hub herausfinden. Mithilfe einer neue Computer-Simulationsmethode haben sie Membranfusionen untersucht, die bei vielen biologischen Funktionen eine zentrale Rolle spielen. Die Ergebnisse könnten erste mögliche Erklärungen liefern.

Sie wurden nun in Nature Communications veröffentlicht. 

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

Forschungsverbund zur Quantenkommunikation gestartet - 35 Millionen Euro für drei Jahre

Die Digitalisierung schreitet voran, gleichzeitig braucht der wachsende Austausch sensibler Daten mehr Sicherheit. Ein Kommunikationsnetz, das auf den Gesetzen der Quantenphysik beruht, ist wegen der physikalisch garantierten Abhörsicherheit ein wichtiger Ansatz. Das Verbundprojekt „Quantenrepeater.Link“ (QR.X) verfolgt dieses Ziel. Es wird für drei Jahre vom Bundesforschungsministerium mit rund 35 Millionen Euro gefördert. Koordiniert wird es von Christoph Becher von der Uni des Saarlandes.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

DFG-Förderatlas 2021: Universität des Saarlandes erneut unter den 40 forschungsstärksten Hochschulen

Im aktuellen Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) konnte die Universität des Saarlandes den 39. Rang von insgesamt 225 Universitäten und Fachhochschulen, die von 2017 bis 2019 Fördermittel erhielten, belegen. Dabei ist zu beachten, dass die Rangfolge nicht größenbereinigt berechnet wird, so dass die Hochschulen mit deutlich mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Drittmittel-Ranking anführen.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

Physiker beweisen, dass Mikroplastik Zellmembranen schädigen kann

Über 70 Millionen Tonnen Mikroplastik befinden sich in den Ozeanen. Sie werden dann von Meeresbewohnern und Menschen durch Regen und Übertragung über die Luft aufgenommen. Zwei Physiker, Jean-Baptiste Fleury von der Universität des Saarlandes und Vladimir Baulin von der Universität Tarragona, haben jüngst entdeckt, dass Mikroplastik Zellmembranen mechanisch destabilisieren kann. Sie haben die Studie in der renommierten Fachzeitschrift „PNAS“ veröffentlicht.

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes