Zentrum für europäische Regional- und Minderheitensprachen
Beim Zentrum für Europäische Regional- und Minderheitensprachen (eRMi) dreht sich alles um die “kleinen” Sprachen Europas. Jedes Semester gibt es dazu an der Universität des Saarlandes ein breites Programm mit wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. Für Studierende werden regelmäßig Vorlesungen, Fachseminare und nicht zuletzt auch Sprachkurse für verschiedene Sprachen angeboten. Diese können auch im Rahmen eines Profilbereichs oder eines Zertifikats belegt werden.
Aktuelles
Wintersemester 2026/2027

Romanistisches Kolloquium XLI: Romanische Sprachen und Migration – Mit zahlreichen Bezügen zu Regional- und Minderheitensprachen
Vom 19. bis zum 21. November 2026
Das Romanistische Kolloquium XLI (19.-21. November 2026) wird dieses Jahr vom Lehrstuhl für Romanische Philologie organisiert und widmet sich dem Thema “Romanische Sprachen und Migration”. Dabei werden in einigen Vorträgen auch Aspekte angesprochen, die entweder unmittelbar oder zumindest indirekt mit dem Thema der europäischen Regional- und Minderheitensprachen verbunden sind:
Prof. Dr. Oscar Loureda Lamas (Heidelberg): Migración hispanohablante en Europa y transmisión intergeneracional del español entre los hablantes de herencia (20. November 2026, 9.00-9.45 Uhr)
Prof. Dr. Eva Gugenberger (Flensburg): Zwei Herkunftssprachen – eine Aufnahmesprache. Sprachliche Repertoires und Identitäten von spanischsprachigen Migrant:innen in Deutschland unter Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit im Herkunftsland (20. November, 9.45-10.30 Uhr)
Alice Antonello (Verona): Migration Linguistics and Talian in Brazil: A Micro- and Macro Sociolinguistic Analysis (20. November, 16.00-16.45 Uhr)
Insgesamt ist das “Ziel der 41. Edition des Romanistischen Kolloquiums (RK XLI) (…)ein möglichst breites Spektrum an migrationslinguistischen Themenkomplexen mit romanistischem Bezug zu erforschen, die sich von der Vorstellung einzelner Forschungsaspekte in synchron oder diachron angelegten Fallstudien bis hin zu allgemeinen theoretischen, empirischen und methodologischen migrationslinguistischen Fragestellungen erstrecken und auch Fragestellungen zur Sprachenvermittlung in Bildungssystemen umfassen. Das Phänomen der Migration wird im weiteren Sinne erfasst; neben der klassischen Arbeitsmigration, die sich nicht nur als grenzüberschreitende, sondern auch als Binnenmigration verstanden wird, auch dem Nomadismus, der Transhumanz, der Kolonialisierung u.a. Beachtung geschenkt werden.” (aus dem Reader zur Veranstaltung)
Die Veranstaltung findet auf dem Campus der UdS, Gebäude E1.1, Raum 4.07 statt. Die Vorträge beginnen am 19. November 2026 um 14 Uhr s.t.
Mehr Informationen und das komplette Programm finden Sie auf der Seite des Romanistischen Kolloquiums.
Vortrag von Prof. Dino Manca (Università degli Studi di Sassari): Il sostrato sardo del segno letterario e la proiezione simbolica del suo universale concreto nell’opera di Grazia Deledda, scrittrice tra due mondi
13. November 2026
Vor 100 Jahren erhielt die Sardin Grazia Deledda den Literatur-Nobelpreis. Auch anlässlich dieses Jubiläums widmet sich der Vortrag von Prof. Dino Manca unter anderem der Frage, welche Rolle ihre sardische Prägung für das Werk der Autorin gespielt hat. Im Folgenden der Abstract:
Per intendere compiutamente la personalità e l’opera di Grazia Deledda è necessario innanzi tutto capire da quale complesso di moventi spirituali e culturali abbia preso le mosse quel processo di maturazione umana e artistica che raggiunse il suo culmine il 10 dicembre del 1927 a Stoccolma, quando l’Accademia di Svezia conferì alla scrittrice sarda (prima donna in Italia, seconda al mondo) il premio Nobel per la letteratura.
Si deve tener conto che alla formazione etica ed estetica, intellettuale e umana, della Deledda concorsero: da un lato la solida cultura delle origini (agro-pastorale, orale, sardofona), dall’altro la cultura d’inappartenenza (urbana, scritta, italiana). La sua narrativa è un serbatoio inesauribile di procedure scritturali e di distillati sapienziali ed esistenziali che derivano da quel sostrato antropologico sardo del segno letterario che si fa universale nel momento in cui sa trasmettere in ogni luogo e in ogni tempo, attraverso i meccanismi del racconto, piacere estetico, emozioni, vissuti, memorie individuali e collettive, orizzonti etici, paesaggi dell’anima, profondità ontologiche, saperi antropologici, orientamenti di senso sull’uomo e sulla vita, senso dell’appartenenza e dell’identità. Grazia Deledda divenne la prima grande e riconosciuta interprete di una importante operazione insieme linguistica, culturale e letteraria. Con lei si realizzò quel salto di qualità nell’avvio di una profonda opera di adattamento dei modelli culturali autoctoni ai codici, ai generi, alle tipologie formali proprie di un sistema linguistico e letterario di inappartenenza. Possiamo dire che sia stata per gli autori sardi in lingua italiana del Novecento ciò che Manzoni era stato per gli scrittori ottocenteschi delle tante Italie: un modello letterario e linguistico credibile e perseguibile. A cinquanta dall’unificazione nazionale ebbe il merito di traghettare il romanzo sardo nel Novecento italiano, di renderlo popolare e di successo presso il pubblico della media borghesia «continentale». Fortunatamente grazie agli studi degli ultimi anni il giudizio è stato riveduto e corretto ed è emerso a più livelli ciò che è stato sempre negato: esattamente la sua modernità.
Sommersemester 2026
Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Zentrums für Europäische Regional- und Minderheitensprachen Romania “minor” stehen weiterhin die bündnerromanische Sprache, Literatur und Kultur.

Neue Ausstellung: Galicia. Sprache, Kultur, Menschen.
SULB, IB Romanistik
Ab dem heutigen 7. Juli gibt es in der SULB unsere neue Ausstellung zu bewundern. Über 50 Leinwandbilder geben einen Einblick in die Geschichte, Landschaft und Kultur Galiciens. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der SULB besucht werden und befindet sich im Freihandbereich der Romanistik.

Gastvortrag von Dr. Cinzia Marongiu: Grazia Deledda a 100 anni del Nobel
Brani letti da Canne al vento a cura delle studentesse del corso di lettura espressiva

Sprachkurs: Bündnerromanisch für Fortgeschrittene
Nachdem wir mit den Grundlagenkursen in den letzten Semestern den Grundstein gelegt haben, erreichen wir jetzt ein neues Level: Der Sprachkurs “Bündnerromanische für Fortgeschrittene” bietet die Möglichkeit, vorhandene Grundkenntnisse zu erweitern und mit unserer Dozentin und Muttersprachlerin Maria Zannini noch tiefer in die bündnerromanische Sprache und Kultur einzutauchen. Der Kurs richtet sich an alle Teilnehmer*innen der Kurse für Anfänger*innen sowie an alle anderen Personen mit (leichten) Vorkenntnissen.
Der Kurs findet an 6 Blockterminen statt und das immer freitags und samstags:
19./20. Juni, 3./4. Juli, 10./11. Juli
Die Uhrzeiten sind jeweils 12-16 Uhr.
Anmelden kann man sich über folgenden Link auf LSF (notwendig für die Anrechnung des Kurses): Der Kurs auf LSF
Oder direkt bei der Dozentin: mailto:maria.zannini(at)hotmail.de
Bei organisatorischen Fragen können Sie sich gerne an Johannes Willrett wenden.