02.07.2026

Prof. Martina Maggio erhält ERC Advanced Grant

Das Gleichstellungsbüro freut sich, den herausragenden Erfolg von Professorin Dr. Martina Maggio bekanntzugeben: Die Informatikerin wurde mit einem Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) ausgezeichnet, einer der renommiertesten und kompetitivsten Forschungsförderungen Europas.

Der Grant umfasst eine Fördersumme von bis zu 2,5 Millionen Euro und unterstützt visionäre, risikoreiche Spitzenforschung auf Wissenschaftler*innen mit einer herausragenden Leistungsbilanz, langjähriger Forschungserfahrung und klarer wissenschaftlicher Führungskompetenz. Dass Professorin Maggio diese Förderung bereits zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt ihrer Karriere erhält, unterstreicht ihr bemerkenswertes Engagement, ihre wissenschaftliche Exzellenz und ihre internationale Sichtbarkeit.

 

Forschung zu Sicherheit autonomer Systeme: Projekt SCARF

Martina Maggios Projekt SCARF (Scalable CPS Analysis of Robustness to Failures) startet 2027 und läuft über fünf Jahre. Es widmet sich der Analyse und dem Umgang mit zeitlichen Schwankungen und kritischen Timing-Fehlern, einer zentralen Herausforderung moderner autonomer Systeme.

Die Sicherheit hochkomplexer moderner Systeme hängt maßgeblich von präzisem Timing ab. Schon kleinste zeitliche Abweichungen können sich zu schwerwiegenden Fehlfunktionen aufschaukeln. Ziel des Forschungsprojektes ist es, robuste Sicherheitsgarantien zu entwickeln, die auch in der praktischen Implementierung Bestand haben. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag für sicherheitskritische Anwendungen wie autonome Fahrzeuge, Industrieroboter oder Raumfahrzeuge.

Exzellente Frauen in der Wissenschaft: Ein bedeutender Erfolg für Gleichstellung und Spitzenforschung

Professorin Maggio ist seit 2020 Professorin für Informatik an der Universität des Saarlandes. Ihre Berufung erfolgte – gemeinsam mit zwei weiteren Professorinnen – im Rahmen des Professorinnenprogramms III von Bund und Ländern. Dieses Programm wurde 2008 ins Leben gerufen, um Frauen in ihrer wissenschaftlichen Karriere gezielt zu fördern, den Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen nachhaltig zu erhöhen, und die Gleichstellung in der Wissenschaft strukturell zu stärken.

Für die Teilnahme müssen Hochschulen ein Gleichstellungskonzept erfolgreich begutachten lassen, um Förderanträge für bis zu drei Professuren stellen zu können. Die Berufung von Professorin Maggio ist somit auch ein Erfolg der strategischen Gleichstellungsarbeit der Universität des Saarlandes.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass Professorin Maggio diesen herausragenden Erfolg erzielt hat“, sagt Dr. Sybille Jung, Gleichstellungsbeauftragte der Universität des Saarlandes. „Förderprogramme sind ein entscheidender Baustein, um exzellente Wissenschaftlerinnen mit großem Potenzial für unsere Universität zu gewinnen und sie auf ihrem Weg in die internationale Spitzenforschung nachhaltig zu unterstützen.“

Das Gleichstellungsbüro gratuliert Professorin Maggio herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und freut sich auf die wegweisenden Impulse, die das Projekt SCARF für Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung bringen wird.