Am Campus Homburg werden seit vielen Jahren unheilbar erkrankte Kinder mit besonderem Engagement behandelt und begleitet. Neben der direkten Krankenversorgung spielt die begleitende Forschungsarbeit eine zentrale Rolle.
Das Zentrum für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie sowie die Palliativstation am Universitätsklinikum des Saarlandes bieten ein umfassendes Behandlungs- und Unterstützungsangebot für schwerstkranke Kinder. Das spezielle, altersübergreifende Konzept ermöglicht eine langfristige Begleitung und Therapie.
Bereits jetzt sind in Homburg die Weichen für eine noch intensivere längerfristige Betreuung unheilbar erkrankter Menschen gestellt: Mitte Dezember erfolgte der offizielle Spatenstich für das deutschlandweit erste kombinierte Kinder- und Erwachsenenhospiz "Schmetterling", das zu einem besonderen Ort der Begegnung und menschlichen Nähe werden soll. Das Projekt ist ein wichtiges Signal für die Stärkung der hospizlichen Versorgung am Standort Homburg und im gesamten Saarland.
Was viele nicht wissen: Die Finanzierung der Kinderhospizarbeit wird durch die vorhandenen Systeme nur teilweise gedeckt. Die Betreuung von Eltern, Geschwistern und weiteren Angehörigen in hochbelastenden Situationen ist sogar ausschließlich spendenfinanziert.
"Kinderhospizarbeit bedeutet weit mehr, als junge Menschen, die an einer lebensverkürzenden Krankheit leiden, in ihrer letzten Lebenszeit zu begleiten. Sie schenkt Familien in oft jahrelangen Phasen der Unsicherheit Halt, Entlastung und Momente von Lebensfreude", betont Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für altersübergreifende Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes. "Der Tag der Kinderhospizarbeit erinnert uns daran, wie wichtig es ist, diese Unterstützung sichtbar zu machen – und sie gemeinsam weiter auszubauen."
Palliativzentrum Schmetterling
Zentrum für altersübergreifende Palliativmedizin & Kinderschmerztherapie