Am 28.05.26 referiert Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen (Vor- und Frühgeschichtliche und Provinzial-römische Archäologie, LMU München) zum Thema "Was aßen die antiken Pergamener?"
Der Vortrag informiert über die aktuellen historisch-archäologischen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Ernährung der Bewohner des antiken Pergamon. Dazu stehen Schriften von Galen, archäozoologische, anthropologisch-paläopathologische Untersuchungen und Analysen der stabilen Isotope (C, N, S) zur Verfügung.
Hauptnahrungsquellen waren vorwiegend terrestrisch und basierten überwiegend auf so genannten C3-Pflanzen; C4-Pflanzen wie Hirse wurden anscheinend nur gelegentlich genutzt. Die Ernährung entsprach der auch heute noch typischen mediterrane Ernährung: Getreidebrei oder Brot, Bohnen, saisonales Gemüse und Obst, Olivenöl. Hauptquelle (ca. 90 Prozent) für tierisches Protein waren Ovicapriden, Schweine und Rinder, dann Hühner. Wildsäuger und –geflügel sind vorhanden, aber selten.