Autorinnen des Realismus

Internationale Tagung: „Realistinnen! Weibliche Stimmen in der Epoche des Realismus“
Der Kanon realistischer Literatur ist nach wie vor stark männlich geprägt. Das Fehlen weiblicher Stimmen ist dabei nicht nur ein Ergebnis ihrer zeitgenössischen Marginalisierung. Zwar waren die Möglichkeiten weiblichen Schreibens im Literaturbetrieb des 19. Jahrhunderts eingeschränkt, sodass viele Autorinnen anonym oder unter (männlichem) Pseudonym publizierten. Gleichwohl blieb weibliche Autorschaft keineswegs unsichtbar. Das gilt nicht nur für die sogenannte Populär- und Unterhaltungsliteratur. Auch in anderen Bereichen des Buchmarktes konnten Autorinnen auf sich aufmerksam machen. Zudem traten sie vielfach als Herausgeberinnen und Übersetzerinnen in Erscheinung.
Vor diesem Hintergrund hat die von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Tagung zum Ziel, das Feld des literarischen Realismus neu zu kartieren. In dieser Konzentration erstmalig für die Epoche, sollen Themen, Voraussetzungen und Spielräume weiblicher Autorschaft vorgestellt und diskutiert werden. Zudem möchte die Tagung ein Gespräch über mögliche Forschungsinitiativen anstoßen und so die Beschäftigung mit einem lang vernachlässigten Kapitel der deutschen Literaturgeschichte nachhaltig fördern.
Datum: 29.–31.10.2026
Tagungsort: Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Innovation Center, Raum 0.01
Das vollständige Tagungsprogramm wird in Kürze hier veröffentlicht. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Um Anmeldung unter matthias.gruene(at)uni-saarland.de wird gebeten.
Konzept und Organisation:
Prof. Dr. Lena Wetenkamp (KU Leuven)
Dr. Matthias Grüne (Universität des Saarlandes)