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News

Individualisierte molekulare Strahlentherapie eröffnet Chancen bei fortgeschrittenem Prostatakrebs

17.08.2026

Ein Team um Samer Ezziddin, Professor für Nuklearmedizin an der Universität des Saarlandes und Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum, hat gezeigt, dass eine individuell angepasste PSMA-Radioligandentherapie auch bei Patienten mit weit fortgeschrittenem Prostatakrebs wirksam und gut verträglich eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse der Studie mit 227 Patienten wurden in der Fachzeitschrift European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging veröffentlicht. […]

Neue Professorin für Physiologie am CIPMM: Kristina Lippmann verstärkt die Saar-Universität

11.08.2026

Als international ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Neurophysiologie wird Kristina Lippmann eine Professur für Physiologie an der Universität des Saarlandes übernehmen. Sie wird am Campus Homburg am Center for Integrative Physiology and Molecular Medicine (CIPMM) der Medizinischen Fakultät forschen und lehren. Die Wissenschaftlerin will methodische Pionierarbeit mit konzeptioneller Tiefe, internationaler Vernetzung und persönlichem Engagement verbinden. […]

Steffen Rausch zum Professor für Urologie und Kinderurologie der Universität des Saarlandes ernannt

10.08.2026

Steffen Rausch ist Experte für Uro-Onkologie. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen operativer Therapie, medikamentöser Tumorbehandlung und klinischer Forschung. Ihm ist es wichtig, neue wissenschaftliche Entwicklungen strukturiert und praxisnah in die Patientenversorgung zu überführen. Jetzt wurde er zum Professor für Urologie und Kinderurologie der Universität des Saarlandes ernannt, zudem nimmt er seine Tätigkeit als Klinikdirektor am Universitätsklinikum des Saarlandes auf. […]

Veranstaltungen

Antrittsvorlesungen

Dr. med. Wissam Aljundi
Freitag, 3. Juli 2026, 15:30 Uhr
Hörsaal 1 Innere Medizin, Geb. 41

Campus Seminar Homburg

Freitag, 12. Juni 2026, 14:00 Uhr
Auditorium CIPMM, Gebäude 48, Campus Homburg

Prof. Dr. Kathrin Ulrich
Molecular and Cell Biology | ZHMB | UdS
Redox-Regulated Chaperones: From a Tightly Controlled Thiol Switch to Proteostasis Regulation and Healthy Aging

 

PD Dr. Wiebke Jürgens-Wemheuer
Institute for Neuropathology | UKS
Detection of Pathogenic Protein Aggregates for the Diagnosis of Neurodegenerative Diseases

Promotionsprüfungen

Termine zur mündlichen Promotionsprüfung

Datum UhrzeitNameVornameDr.-Grad

Ort   (sofern nicht anders angegeben, 

           Campus Homburg)

27.08.202615.00TheißElenaDr. med.CIPMM, Auditorium, Raum-Nr. 00.03.01, Geb. 48
28.08.202612.00ZimmermannJuliaDr. med.Anatomie, Besprechungsraum, Raum-Nr. 1.48, Geb. 61
31.08.202615.30DavidScottDr. med.Strahlentherapie, Seminarraum, Raum-Nr. 1.28, Geb. 6.5
31.08.202614.00StarniskeInaDr. med.Radiologie, Büro Prof. Bücker,
Zi-Nr. 022, OG, Geb. 50.1
01.09.202615.30HelwigStefanDr. med.Kardiologie, Besprechungsraum, Raum-Nr. E 01.149, Geb. 41
01.09.202617.00SulgerAdrienneDr. med.Frauenklinik, Bibliothek, DG, Raum-Nr. 3.92, Geb. 9
02.09.202610.45BronderSaskiaDr. rer. nat.IMED, Hörsaal, Raum-Nr. E 01.193, Geb. 41
03.09.202616.30HeinConnorDr. med.Exp. Orthopädie, Bibliothek, Raum-Nr. E 46, Geb. 37
10.09.202616.00TaubertLarsDr. med.Sportmedizin, Raum-Nr. 0.21,
Gebäude B8-2, Campus SB
14.09.202613.30WirknerMarieDr. rer. nat.CIPMM, Auditorium, Raum-Nr. 00.03.01, Geb. 48
21.09.202614.00AtighetchiSarahDr. med. CIPMM, 2. OG, Geb. 48
21.09.202616.00KlühMarie-LuiseDr. med. IMED, Raum-Nr. E1.145, Geb. 41
01.10.202616.00WalterAnnaDr. med.Neuroradiologie, Besprechungsraum, Raum-Nr. 1, Geb. 90.4
26.10.202616.00PaolettiTommasoDr. med. Augenklinik, Bibliothek, Raum-Nr. 73, Geb. 22, Campus Homburg

Neues berufsbegleitendes Universitätszertifikat „Kinderschutz“ an der Universität des Saarlandes

16.07.2026

Zum kommenden Wintersemester erweitert die Universität des Saarlandes ihr Weiterbildungsangebot für Fachkräfte aus Bildung, Medizin, Therapie und psychosozialer Praxis: Das neue berufsbegleitende Modulzertifikat „Kinderschutz“ richtet sich an Fachkräfte, die in ihrem beruflichen Alltag mit Kindern, Jugendlichen und Familien arbeiten oder Hinweise auf mögliche Gefährdungslagen wahrnehmen können. […]

Aktuelle Highlight Paper

Gute Wirksamkeit einer RSV-Impfung bei immungeschwächten Personen

Patienten nach solider Organtransplantation und Personen mit chronischen Erkrankungen weisen ein erhöhtes Risiko für respiratorische Synzytialvirus (RSV)-Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen und schwerwiegenden Folgen auf. Zur präventiven Schutzmaßnahme wurden im letzten Jahr in Deutschland drei neue RSVpreF-basierte Impfstoffe zugelassen und durch die ständige Impfkommission (STIKO) für Personen mit erhöhtem RSV-Risiko ab einem Alter von 60 Jahren empfohlen, wobei die Datenlage hinsichtlich der Immunogenität und Reaktogenität in Patienten mit geschwächtem Immunsystem limitiert war.

In dieser Arbeit konnten wir nachweisen, dass eine einzelne Dosis eines proteinbasierten RSV-Impfstoffs gut vertragen wurde und in der Mehrheit der Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen und Patienten nach solider Organtransplantation die bereits vorhandene Grundimmunität boostert. Die Impfung führte sowohl zu einem signifikanten Anstieg der RSV-spezifischen IgG-Antikörper als auch polyfunktionaler CD4 T-Zellen, mit vergleichbaren T-Zell-Level gegen die beiden RSV-Subtypen A und B. Die niedrigsten CD4 T-Zell-Antworten wiesen Patienten unter einer hohen immunsuppressiven Therapie auf, darunter Lungentransplantierte oder Patienten im ersten Jahr nach der Transplantation. Zudem wurde die Induktion von RSV-F-spezifischen Antikörpern durch das Immunsuppressivum Mycophenolat-Mofetil und seinem Äquivalent Mycophenolsäure negativ beeinflusst.

Die gewonnenen Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf die Auswirkungen eines Immundefektes bzw. einer immunsuppressiven Therapie auf die humorale und zelluläre Immunität nach Impfungen zu. Zudem können die gewonnenen Daten dazu beitragen, Impfstrategien sowie zukünftige Impfempfehlungen für Patienten mit Immunschwäche zu optimieren. 

Cellular and humoral immunogenicity of respiratory syncytial virus vaccination in solid organ transplant recipients - American Journal of Transplantation

 

Diagnostic accuracy and predictive value of the QuantiFERON-TB gold plus assay for tuberculosis in immunocompromised individuals: a prospective TBnet study

In dieser in Homburg koordinierten europäischen Multicenterstudie (2015–2019) mit über 2600 Teilnehmern aus 21 Zentren in 11 Ländern wurde die Aussagekraft des QuantiFERON-TB-Gold-Plus (QFT+)-Tests für den Nachweis einer Tuberkuloseinfektion und zur Vorhersage einer Erkrankung untersucht. 1788 Patienten mit Immundefizienz (Organ- und Stammzelltransplantation, rheumatoide Arthritis, chronische Niereninsuffizienz, HIV) und 861 immungesunde Kontrollpersonen wurden eingeschlossen und über zwei Jahre nachverfolgt. Der QFT+-Test zeigte nur eine geringe Vorhersagekraft für zukünftige Erkrankungen. Nach zwei Jahren entwickelten weder positiv noch negativ getestete Personen eine aktive Tuberkulose, außer einigen wenigen Personen mit HIV-Infektion. Der Test allein reicht nicht aus, um das individuelle Tuberkulose-Risiko in Niedriginzidenz-Ländern zuverlässig zu bestimmen. Künftige Entscheidungen sollten zusätzliche Risikofaktoren wie HIV-Status, Immunlage und Herkunft berücksichtigen. 

Diagnostic accuracy and predictive value of the QuantiFERON-TB gold plus assay for tuberculosis in immunocompromised individuals: a prospective TBnet study - PubMed

Azelastine Nasal Spray for Prevention of SARS-CoV-2 Infections

Die Studie untersuchte, ob Azelastin-Nasenspray zur Vorbeugung von SARS-CoV-2-Infektionen geeignet ist:.

  • Teilnehmer: 450 gesunde Erwachsene (18–65 Jahre, überwiegend geimpft).
  • Intervention: Azelastin 0,1 % Nasenspray vs. Placebo, 3-mal täglich über 56 Tage.
  • Primärer Endpunkt: PCR-bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen.

Ergebnisse:

  • SARS-CoV-2-Infektionen traten in der Azelastin-Gruppe seltener auf (2,2 % vs. 6,7 %; OR 0,31).
  • Infektionen traten später auf (im Mittel 31 vs. 19 Tage).
  • Symptomatische Infektionen und Rhinovirus-Infektionen waren reduziert.
  • Nebenwirkungen waren überwiegend mild und vergleichbar mit Placebo (häufig bitterer Geschmack, Nasenbluten).

Schlussfolgerung:
Azelastin-Nasenspray senkte in dieser Studie das Risiko für SARS-CoV-2-Infektionen signifikant und erwies sich als sicher. Es könnte eine praktikable Möglichkeit für die Präexpositionsprophylaxe sein. 

Das Paper erreichte große Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und in der Presse. Ein wichtiger Aspekt ist die saarländische Kooperation zwischen UDS und einer lokalen Firma, Ursapharm.

Azelastine Nasal Spray for Prevention of SARS-CoV-2 Infections: A Phase 2 Randomized Clinical Trial | Infectious Diseases | JAMA Internal Medicine | JAMA Network

Kontakt

Medizinische Fakultät
der Universität des Saarlandes
Dekanat
Geb. 15
66421 Homburg

Tel.: 06841 16-26000
mf-dekanat(at)uni-saarland.de

Öffnungszeiten: 
Montag bis Donnerstag     08:00 - 12:00 Uhr
                                               14:00 - 16:00 Uhr
Freitag                                   08:00 - 13:00 Uhr