Ausstellung: Das Museum der Materialien - ein Projektraum

Im Wintersemester 2013/2014 erforschten Studierende der Universität des Saarlandes der Fachrichtung Kulturwissenschaften gemeinsam mit den Studierenden der Kunsthochschule die Präsenz der Materialen. Materialien, die uns im Alltag ständig begleiten, die sich aber oft unserer Erkenntnis entziehen.

Kunststoff, Metall, Holz, Keramik sind einige der Protagonisten, die Sie in diesem Projektraum finden werden. Als Work in progress werden Einblicke in die Schritte gezeigt, die im Laufe des Semesters verfolgt wurden, um ein „Museum der Materialien“ zu konzipieren.

Kommen Sie uns besuchen! Wir zeigen Ihnen wie Kunststoff unsere Wünsche nach „Materialechtheit“ ohne Grenzen bedient. Erfahren Sie, wie Holz das Leben von vielen Menschen prägt. Erleben Sie, wie man mit Stahl eine lebenslängliche Beziehung eingehen kann. Hören Sie mit uns, die Stimmen und Klänge der Materialien. Und erfahren Sie, wie aus einem neuen Material-Bewusstsein Musik entstand: Heavy Metal und Rolling Stones.

Die Projektarbeit „Museum der Materialien“ ist eine Kooperation zwischen der Universität des Saarlandes (Fachbereich Theorien und Methoden der Kulturwissenschaften Jun.-Prof. Dr. Amalia Barboza), der HBKsaar (Designtheorie Prof. Dr. Rolf Sachsse) und dem Historischen Museum Saar (Dipl. Des. Thomas Roessler). Ziel der Kooperation war es, gemeinsam an einer anderen Strukturierung des historischen Museums zu arbeiten. Wenn auch das „Museum der Materialien“ wahrscheinlich eine Fiktion oder ein Work in progress bleiben wird, so hoffen wir, dass zukünftig in den Museen dem Besucher die Materialien der ausgestellten Exponate zugänglich gemacht werden. Modelle, wie die Materialien in einem Museum an Beachtung gewinnen könnten, sind in diesem Projektraum präsentiert.

Weitere Informationen finden Sie unter:

materialienblog.wordpress.com

Praxiskurs: Das Museum der Materialien. Ein neues virtuelles Museum für das Saarland

Die Exponate des historischen Museums Saar sind in der aktuellen Dauerausstellung nach Epochen gegliedert. Die Hauptprotagonisten sind die Menschen in der Saarregion und ihre Begleiter, die Dinge. Wie wäre es, wenn wir statt der Menschen und deren Utensilien, die Materialität der Dinge in den Vordergrund stellen würden?

Die Projektarbeit besteht darin, mit Materialien des Alltags wie Holz, Papier, Eisen, Kunststoff, Keramik, Glas o.ä. eine neue Ausstellungskonzeption für das Historische Museum Saar zu erarbeiten. Indem diese Materialien als Hautprotagonisten des historischen Geschehens erlebbar gemacht werden, wird für die Besucher die Geschichte in der Saarregion nun aus einer neuen Perspektive erfahrbar.

In der Projektarbeit soll kulturwissenschaftliche Forschung mit visuellen und medialen Forschungsstrategien verbunden werden, um somit die Zusammenarbeit zwischen HoK und HbK Studierenden produktiv zu nutzen. Arbeitsgruppen von Studierenden der Universität des Saarlandes (HoK) und der Kunsthochschule (HbK Saar) werden sich mit der Geschichte und auch mit der Gegenwart dieser Materialien auseinandersetzen.

Angedacht ist nicht nur mit den Exponaten des Historischen Museums Saar zu arbeiten, sondern auch nach neuen Exponaten außerhalb des Museums zu suchen. Vorgesehen ist es, Video- und Fotokameras zu benutzen, um „das Leben“ der Materialien zu erforschen. Das Programm sieht vor, die Studierenden auf der Grundlage kulturwissenschaftlicher Forschungen in die Sprache und die Ikonologie der Materialien einzuführen, um anschließend eine fiktive Ausstellung für das Historische Museum Saar zu konzipieren. Die Ergebnisse sollen als virtuelle Ausstellung im Netz präsentiert werden.

Eine Kooperation mit der Universität des Saarlandes (Jun.-Prof. Dr. Amalia Barboza), mit der Hochschule für bildende Künste (Prof. Dr. Rolf Sachsse) und mit dem Historischen Museum Saar (Dipl. Des. Thomas Rößler)

Weitere Informationen finden Sie unter:

Das Museum der Materialien. Ein neues virtuelles Museum für das Saarland