Ziel des Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation ist es, eine transmediale Theorie kultureller Reparations­praktiken und -prozesse in historischer und transkultureller Perspektive zu erarbeiten, aus der ein gesellschafts­politisches Verständnis von kultureller Reparations­praxis entstehen soll. So will das Kolleg Wissen über individuelle und kollektive Reparations­prozesse in einer globali­sierten Welt schaffen, das für ein zukünftiges Zusammen­­leben grundlegend ist, und zugleich einen Beitrag zur Neu­ausrichtung der Kultur­wissen­schaften leisten. Im Fokus der Forschung stehen Erinnerungs­kulturen und geschichts­politische Diskurse, individuelle Erfahrungen von Verlust und Beschädigung sowie kultur­ökologische Fragen.

Das Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE) an der Universität des Saarlandes ist ein Institute for Advanced Studies und wird seit 2024 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Direktion des Kollegs liegt bei Prof. Dr. Markus Messling und Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser. Pro Jahr forschen bis zu zwölf internationale Fellows im Kolleg.

News

Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation feierlich eröffnet

Am Freitag, dem 12. April, wurde in der Aula der Universität des Saarlandes das Käte Hamburger Kolleg für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE) eröffnet. Zur Feier waren zahlreiche Gäste aus der Universität gekommen. [mehr...]

 

Markus Messling in die Academia Europaea gewählt

Markus Messling, Professor für Romanische und Allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft und Direktor des Käte Hamburger Kollegs für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE), ist am 25. März 2024 für seine „herausragenden Leistungen als Forscher“ zum Ordentlichen Mitglied der Academia Europaea gewählt worden. [mehr...]

 

Veranstaltungen

Rêver est-ce réparer ? Les rêves de la Shoah face à l’irréparable. Christiane Solte-Gresser hält Lecture #2 der Reihe "Käte Hamburger Lectures"

Traumberichte und Traumerzählungen stellen einen wichtigen Teil unseres Wissens über die Shoah dar. Welche Form des Wissens bringen solche Träume hervor? Wie begegnen Überlebende mittels ihrer Träume dem Problem des Irreparablen? Lässt sich mit Hilfe von Träumen dem Dilemma entkommen, dass die Opfer des Genozids selbst nicht von den historischen Verbrechen zeugen können und die Überlebenden wiederum den Eindruck haben, dass keine Sprache und keine Erzählform ihren Erfahrungen angemessen ist? Der Vortrag untersucht Träume als eine kulturelle Praxis der Reparation, die sich mit der Shoah als irreparablem Ereignis auseinandersetzt. [mehr...]

 

Kontakt

khk(at)uni-saarland.de

Direktion:
Prof. Dr. Markus Messling: markus.messling(at)uni-saarland.de
Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser: solte(at)mx.uni-saarland.de

 

Photo credits (Header)

Mona Kriegler, The Scar (Bagdad’s Al-Mutanabbi Street). From the series Pain and Memory. Sketches Malwina Naskret, photography Dafne Louzioti. © 2012/13 Mona Kriegler