Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Chemie und Funktion von anorganisch-organischen Hybridmaterialien und Nanokompositen. Die Bausteine für diese Materialien, wie z.B. Nanopartikel und Polymere, werden in unserer Arbeitsgruppe synthetisiert und können so für die benötigten chemischen Funktionen kontrolliert angepasst werden. Die gebildeten Materialien besitzen einen hohen Anteil an Grenzflächen zwischen den anorganischen und organischen Komponenten. Diese Grenzfläche nutzen wir aus, um verschiedene Eigenschaften in das Material zu induzieren.
Weitere Arbeitsgruppen am Lehrstuhl:
Speziations- und Elementanalytik
(apl. Prof. Dr. Ralf Kautenburger)
Die Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe WASTe (Working group for Analytical Speciation Techniques) liegen im Bereich der Elementspuren- und Speziationsanalytik sowie in der Entwicklung innovativer Kopplungstechniken.
Molekülchemie und Metallorganische Chemie
(Priv.-Doz. Dr. André Schäfer)
Arbeitsstelle Umweltanalytik
News
12.10.2026 | EFRE-gefördertes Kooperationsprojekt zur Entwicklung innovativer Herstellungsverfahren für Metalloxid-Nanopartikel
Der Lehrstuhl für Anorganische Festkörperchemie von Prof. Kickelbick startet gemeinsam mit dem saarländischen Unternehmen CeraNovis GmbH ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Herstellung hochwertiger Metalloxid-Nanopartikel. Das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Saarland im Rahmen des Zentralen Technologieprogramms Saar (ZTS) gefördert.
Metalloxid-Nanopartikel zählen zu den Schlüsselmaterialien moderner Hochtechnologien. Sie finden Anwendung in optischen Komponenten für Virtual- und Augmented-Reality-Systeme, hochauflösenden Linsen, Displays sowie innovativen Sensorsystemen. Mit der steigenden Nachfrage nach solchen Technologien wächst zugleich der Bedarf an Produktionsverfahren, die eine effiziente Herstellung größerer Materialmengen bei gleichbleibend hoher Qualität ermöglichen.
Ziel des Kooperationsprojekts ist die Entwicklung robuster, wirtschaftlicher und skalierbarer Herstellungsverfahren für Metalloxid-Nanopartikel. Dabei sollen bestehende Syntheserouten auf größere Produktionsmaßstäbe übertragen und gleichzeitig neuartige kontinuierliche Produktionskonzepte erforscht werden. Diese versprechen eine verbesserte Prozesskontrolle, eine höhere Reproduzierbarkeit der Materialeigenschaften sowie den Zugang zu komplexeren Nanomaterialsystemen.
Der Lehrstuhl für Anorganische Festkörperchemie bringt seine langjährige Expertise in der Synthese und Charakterisierung von Nanomaterialien in das Projekt ein. Im Fokus der Arbeiten stehen die Entwicklung kontinuierlicher Herstellungsverfahren, die umfassende analytische Untersuchung der erzeugten Nanopartikel sowie die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Syntheseparametern und Materialeigenschaften. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, innovative Nanomaterialien künftig effizienter, nachhaltiger und in industriell relevanten Mengen verfügbar zu machen.
08.10.2026 | Sustainability@UdS WS2026/27
Alle interessierten Studierenden finden hier eine Übersicht über die Lehre der Fakultät NT im Bereich Nachhaltigkeit/Sustainability an der UdS im Wintersemester 2026/27.
20.08.2026 | Wissenschaft braucht auch Auszeiten
Gemeinsame Auszeiten sind auch im universitären Alltag wichtig. Sie schaffen Raum für den persönlichen Austausch, stärken den Teamgeist und bieten die Möglichkeit, neue Energie für Forschung, Lehre und organisatorische Aufgaben zu tanken. Der diesjährige Betriebsausflug führte uns in die Umgebung von St. Ingbert, wo bei einer gemeinsamen Wanderung Bewegung, Gespräche und Teamgeist im Vordergrund standen. Anschließend ließen wir den Tag bei einem entspannten Grillfest auf dem Campus ausklingen. Den sportlichen Abschluss bildete ein „Sackloch“-Turnier, bei dem Mitglieder unserer Forschungsgruppen mit Geschicklichkeit, Ehrgeiz und viel Spass ihr Können unter Beweis stellten.
07.07.2026 | Kontinuierliche Überwachung der Wasserqualität: Chemie-Fachbereich unterstützt Gewässermonitoring im Saarland
Die Arbeitsgruppe Gewässer-Monitoring führt im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes an den Standorten Lisdorf, Rehlingen und Mettlach kontinuierliche Echtzeitmessungen wichtiger Wasserqualitätsparameter der Saar durch. Erfasst werden unter anderem die Wassertemperatur, die Sauerstoffkonzentration, der pH-Wert sowie die Chlorophyllkonzentration als Indikator für die Phytoplanktonbiomasse. Die aktuellen Messdaten sind unter folgendem Link abrufbar: www.gewaesser-monitoring.de;
Die fortlaufende Überwachung ermöglicht eine zeitnahe Bewertung des ökologischen Zustands der Saar und das frühzeitige Erkennen kritischer Entwicklungen. Insbesondere thermische Belastungen, Sauerstoffmangel oder ein verstärktes Algenwachstum können so schnell identifiziert und bewertet werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Hitze- und Trockenperiode liefern die Messungen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zum Schutz des Gewässers. Dazu können beispielsweise Einschränkungen bei der Entnahme von Beregnungswasser oder Vorgaben für die Einleitung von Kühlwasser gehören.
Zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung und zur Verringerung der Wassertemperatur wird derzeit an den Schleusen ein sogenannter Wehrüberfall betrieben. Durch diese Maßnahme wird die Sauerstoffanreicherung des Wassers gefördert und die ökologische Belastung der Saar reduziert. Über den Einsatz des Wehrüberfalls wurde bereits im „Aktuellen Bericht“ des Saarländischen Rundfunks berichtet (siehe: aktueller bericht - aktueller bericht (07.07.2026) - hier anschauen)
12.06.2026 | Neue Veröffentlichung: Festkörperpolymerisation von Silsesquioxanen
In einer aktuellen Publikation „Substituent-Dependent Structural Trends in Thermal Condensation of Silanetriols and Disiloxanetetraols“ stellt Jan-Falk Kannengießer einen katalysator- und lösungsmittelfreien Ansatz zur Synthese von Oligosilsesquioxanen vor. Die Ergebnisse zeigen, dass die Netzwerkstruktur stark vom aromatischen Substituenten abhängt: Phenyl- und 1-Naphthyl-Systeme bilden leiterartige Strukturen, während 2-Naphthyl zu deutlich unterschiedlichen, zyklischen bzw. schichtartigen Architekturen führt. Die thermische Kondensation ermöglicht dabei einen höheren Kondensationsgrad als klassische nasschemische Verfahren und verläuft direkt über Silanolgruppen ohne Alkoholbildung. Die Studie unterstreicht das Potenzial dieses nachhaltigen Synthesewegs für die gezielte Herstellung neuartiger, strukturdefinierter Materialien. Die Arbeit ist Prof. Ulrich Schubert, dem Doktorvater von Prof. Kickelbick, anlässlich seines 80. Geburtstags gewidmet und ist in der Fachzeitschrift Chemistry - A European Journal erschienen. Zur Publikation.
04.-07.06.2026 | Cedric Kloos und Oliver Janka nehmen am 53.ten Festkörperseminar in Hirschegg teil
Cedric Kloos und Oliver Janka besuchten auch 2026 wieder das Festkörperseminar in Hirschegg. Auf der 53.ten Ausgabe präsentierte Cedric Kloos seine Forschungsergebnisse in einem Vortrag zum Thema „Sulfidierung von Ba1-xEuAl4”.
03.06.2026 | Erfolgreiche Promotion von Aaron Haben
Wir gratulieren Aaron Haben herzlich zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion mit dem Titel „Method development for the quantification of radionuclide retention in repository-relevant construction and backfill materials“. Im Rahmen seiner Dissertation leistete Herr Haben einen wichtigen Beitrag zum Sicherheitsnachweis deutscher Endlagerstätten für hochradioaktive Abfälle. Ziel der Arbeit war es, den Rückhalt relevanter Radionuklide an Bau- und Verfüllmaterialien systematisch zu untersuchen und damit das Verständnis zentraler Prozesse für die Langzeitsicherheit zu vertiefen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung innovativer analytischer Methoden zur präzisen Bestimmung von Retentionsparametern. Hierfür wurden miniaturisierte Säulenexperimente (MSE) etabliert, die erstmals zeit- und ressourceneffiziente Untersuchungen dynamischer Sorptions- und Remobilisierungsprozesse ermöglichen. Ergänzend dazu entwickelte Herr Haben laserablation-basierte Analyseverfahren (LA-ICP-QQQ), die eine hochsensitive Quantifizierung von Spurenelementen sowie Elementverhältnissen in Festphasen erlauben. Diese methodischen Fortschritte erweitern das verfügbare Instrumentarium zur Bewertung der Endlagersicherheit erheblich. Wir freuen uns über diesen bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag zur Endlagerforschung und wünschen Herrn Haben für seinen weiteren beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg.
02.06.2026 | Teamspirit auf der Laufstrecke: Unsere Arbeitsgruppe beim Firmenlauf 2026
Laufschuhe statt Laborkittel: Auch 2026 war unsere Arbeitsgruppe wieder beim Firmenlauf vertreten und hat damit einmal mehr gezeigt, dass Zusammenarbeit nicht am Arbeitsplatz endet. Mit viel Energie, guter Stimmung und einem starken Gemeinschaftsgefühl ging unser Team an den Start. Im Vordergrund stand dabei nicht die Zeitmessung, sondern das gemeinsame Erlebnis. Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren!
06.05.2026 | Erfolgreiche Promotion von Angelika Meyer
Wir gratulieren Angelika Meyer herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion. In ihrer Dissertation mit dem Titel „Advancing Chemical Water Quality Monitoring in Small and Medium-Sized Rivers: The Critical Role of Real-Time Measurements for Detecting Pollution Sources and Evaluating Chemical Status“ widmet sie sich der Weiterentwicklung der chemischen Gewässerüberwachung. Im Fokus der Arbeit stehen insbesondere kleine und mittlere Fließgewässer, die aufgrund ihrer hohen Sensibilität besonders stark auf Belastungen reagieren. Frau Meyer zeigt auf, dass die bislang gängige Praxis der Überwachung mittels monatlicher Stichproben diesen dynamischen Systemen nicht gerecht wird und zu unzureichenden sowie teils fehleranfälligen Bewertungen führen kann. Ein zentraler Beitrag der Dissertation liegt in der Demonstration, wie durch den Einsatz von Echtzeit-Monitoring eine deutlich präzisere und verlässlichere Bewertung des Gewässerzustands erreicht werden kann. Durch die kontinuierliche Messung wichtiger Parameter wie Sauerstoff, pH-Wert, Phosphor, Ammonium, Nitrat und Chlorid lassen sich Belastungsspitzen lückenlos erfassen und deren Ursachen gezielt identifizieren. Der vorgestellte Ansatz ermöglicht nicht nur eine differenzierte Charakterisierung des chemischen Zustands von Gewässern, sondern schafft zugleich eine fundierte Grundlage für effektive Maßnahmen im Gewässerschutz im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Wir freuen uns sehr über diesen bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag und gratulieren Angelika Meyer erneut zu diesem Erfolg.
Veranstaltungen
06.10.2026 | Vorlesungsreihe Raumschiff Erde Wintersemester 2026/27
Hier geht es zum Programm der Veranstaltungsreihe Raumschif Erde - Klimawandel im Wintersemester 2026/27.
03.-05.03.2027 | 60. Hemdsärmelkolloquium in Saarbrücken
Das 60.te Hemdsärmelkolloqium, liebevoll auch HäKo genannt, wird vom Mittwoch, 03. bis Freitag, 05.03.2027 im Hörsaalgebäude der Chemie (C4.3) in Saarbrücken stattfinden.
08.10.2026| Vorträge AC-Kolloquium Wintersemester 26/27
08.10.2026 | Vorträge GDCh Wintersemester 26/27
Programm folgt







