Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Chemie und Funktion von anorganisch-organischen Hybridmaterialien und Nanokompositen. Die Bausteine für diese Materialien, wie z.B. Nanopartikel und Polymere, werden in unserer Arbeitsgruppe synthetisiert und können so für die benötigten chemischen Funktionen kontrolliert angepasst werden. Die gebildeten Materialien besitzen einen hohen Anteil an Grenzflächen zwischen den anorganischen und organischen Komponenten. Diese Grenzfläche nutzen wir aus, um verschiedene Eigenschaften in das Material zu induzieren.
Weitere Arbeitsgruppen am Lehrstuhl:
Speziations- und Elementanalytik
(apl. Prof. Dr. Ralf Kautenburger)
Die Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe WASTe (Working group for Analytical Speciation Techniques) liegen im Bereich der Elementspuren- und Speziationsanalytik sowie in der Entwicklung innovativer Kopplungstechniken.
Molekülchemie und Metallorganische Chemie
(Priv.-Doz. Dr. André Schäfer)
Arbeitsstelle Umweltanalytik
News

09.03.2026 | DFG fördert Projekt zur Oxidation intermetallischer Verbindungen
Die DFG fördert ab sofort ein von PD Dr. Oliver Janka eingereichtes Projekt mit dem Titel “Oxidation intermetallischer Aluminiumverbindungen zur Darstellung (neuer) Chalkogenide” im Rahmen einer Sachbeihilfe. Das Ziel ist hierbei die Synthese bekannter und neuer Oxide, Sulfide, Selenide und Telluride unter Verwendung von intermetallische Aluminiumverbindungen als Startmaterialien. Im Rahmen des Projekts wird zwischen Verbindungen unterschieden, die in ihrer oxidierten Form definierte Oxidationsstufen besitzen und solchen, bei denen eines der Metalle mehrere Oxidationsstufen aufweisen kann. So kann beispielsweise die Bildung von zwei- und dreiwertigem Europium bei der Oxidation von EuAl2 erreicht werden. In Abhängigkeit der verwendeten Reaktionsbedingungen ist dies sogar selektiv möglich.
09.02.2026 | Promotion von Anna Michaely
Wir gratulieren Anna Michaely herzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Doktorarbeit im Bereich der mechanochemischen Reduktion von Metalloxiden. In ihrer Forschung gelang es ihr, neue synthetische Zugänge zu reduzierten Titan‑, Vanadium‑ und Nioboxiden zu entwickeln. Die Ergebnisse eröffnen vielversprechende Perspektiven für nachhaltigere Reduktionsprozesse, da sie zeigen, dass durch mechanochemische Verfahren deutlich niedrigere Temperaturen und somit ein geringerer Energieeinsatz möglich sind als bei klassischen Reduktionsmethoden. Wir freuen uns über diesen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag und wünschen Anna alles Gute für ihren weiteren Lebensweg!
29.01.2026 | Promotion von Svenja Pohl
In ihrer Doktorarbeit befasste sich Svenja Pohl mit der Synthese sogenannter Melting Gele aus Trialkoxysilanen sowie der detaillierten Aufklärung ihrer Struktur und der zugrunde liegenden Struktur‑Eigenschafts‑Beziehungen. Ihre Forschung lieferte entscheidende Erkenntnisse zur Ursache der Bildung dieser besonderen thermoplastischen Hybridpolymere, die aus einem Sol‑Gel‑Prozess hervorgehen. Svenja gelang es dabei nicht nur, grundlegende Mechanismen der Bildung zu identifizieren, sondern auch das Potenzial der gewonnenen Erkenntnisse für Anwendungen im Bereich optischer Materialien aufzuzeigen. Wir freuen uns über diesen bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag und wünschen Svenja alles Gute für ihre Zukunft!

09.01.2026 | Promotion von Elias C. J. Gießelmann
Wir gratulieren Elias C. J. Gießelmann zum erfolgreichen Abschluss seiner Promotion die mit der Bestnote summa cum laude ausgezeichnet wurde! In seiner Doktorarbeit konzentrierte Elias sich auf die Synthese und Charakterisierung intermetallischer Aluminiumverbindungen und deren Oxidationsverhalten. In etwas mehr als drei Jahren entstanden dabei zehn Publikationen bei denen er Erstautor ist, darüber hinaus noch neun weitere Arbeiten bei denen er Untersuchungen beigesteuert hat. Dies betrifft insbesondere die Festkörper-NMR-Spektroskopie an verschiedenen Kernen. Wir freuen uns über diese wichtigen wissenschaftlichen Beiträge und wünschen Elias alles Gute für seine Zukunft!
17.12.2025 | Gemeinsam für saubere Gewässer: Wegweisendes Projekt stärkt Gewässerschutz im Saarland
Die Anorganische Chemie der Universität des Saarlandes und das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV) setzen ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Mit dem Abschluss des bisherigen Projekts und dem Start eines neuen fünfjährigen Verbundprojekts Mitte 2026 wird die Forschung zur Bewertung des Zustands saarländischer Gewässer intensiviert. Ein Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen neuer Anforderungen der EU-Kommunalabwasserrichtlinie und der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Saarland. Hierbei sollen neben den etablierten Echtzeit-Messungen mittels mobiler Messstationen auch automatische Probenehmer zum Einsatz kommen, um organische und anorganische Mikroschadstoffe („emerging pollutants“) aus diffusen und punktuellen Quellen zu erfassen. Ergänzend dazu widmet sich das Projekt der Analyse kleiner Einzugsgebiete, um spezifische umweltrelevante Fragestellungen zu beantworten. Mit diesem Projekt leisten die Partner einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zum Schutz der saarländischen Gewässer.
02.10.2025 | Neue Publikation zur mechanochemischen Aktivierung von NaTi₂(PO₄)₃
In einer neuen Veröffentlichung untersuchten Tobias Straub und Elias Gießelmann, wie sich die mechanochemische Aktivierung (MCA) auf die Natrium-Interkalation in NaTi₂(PO₄)₃ (NTP) auswirkt – einem vielversprechenden Material aus der NASICON-Familie für die Natrium-Ionen-Energiespeicherung. In der Studie wurde gezeigt, dass durch gezieltes Mahlen die Kristallitgröße deutlich reduziert und die spezifische Oberfläche erhöht werden kann. Diese strukturellen Veränderungen beeinflussen maßgeblich die Fähigkeit des Materials, Natriumionen aufzunehmen. Besonders deutlich wurde, dass die Effizienz der Interkalation nicht nur von der mechanischen Aktivierung abhängt, sondern auch stark durch die chemische Natur des verwendeten Natriumquellen bestimmt wird. Die Studie ist in der Fachzeitschrift RSC Mechanochemistry erschienen. Zur Publikation.
02.10.2025 | Erstmalige mechanochemische Synthese von MgV₂O₄
In einer aktuellen Publikation berichtet unsere Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit den Gruppen von Prof. Chris Kay (Universität des Saarlandes) und Prof. Oliver Clemens (Universität Stuttgart) über die erfolgreiche Synthese von Magnesiumvanadat (MgV₂O₄) mittels mechanochemischer Verfahren. Im Rahmen der Arbeit untersuchte Anna Michaely, wie sich die Wahl der Ausgangsstoffe sowie die Intensität des Mahlvorgangs auf die Phasenbildung, Mikrostruktur und elektrochemischen Eigenschaften von MgV₂O₄ auswirken. Die Synthese erfolgte durch Hochenergie-Kugelmühlen, wobei insbesondere die exotherme Reaktion zwischen V₂O₅ und Mg innerhalb von nur 20 Minuten zur Bildung der gewünschten Spinellphase führte. Begleitende DFT-Berechnungen lieferten wichtige thermodynamische Hinweise zur Reaktivität der verschiedenen Eduktkombinationen. Die Ergebnisse zeigen, dass moderate Mahlbedingungen zu einer verbesserten Leitfähigkeit führen, während zu intensive Mahlprozesse strukturelle Defekte und eine erhöhte Korngrenzenresistenz verursachen. Zur Publikation.




