Vorlesungen und Seminare für Studierende

Hier ist eine Liste von Veranstaltungen aus dem Sommersemester 2021 und dem Wintersemester 2021/22, die im Rahmen des Projekts "Eine Uni - Ein Buch" organisiert wurden und werden. Ein Klick auf die Überschrift verlinkt direkt zum LSF.

Seminar "Food Ethics"

Semester: SoSe 2021
Zeit: Di 10-12 Uhr
Person: Thorsten Helfer, M.A.

In diesem Seminar werden wir untersuchen, welche ethischen Normen und Werte unsere Auswahl von Lebensmitteln beeinflussen. Wir werden Themen behandeln, die mit der Agrarindustrie zusammenhängen, mit der Struktur unseres globalen Lebensmittelmarktes, unserem individuellen Lebensmittelkonsum und der Lebensmittelpolitik. Im Zuge dessen werden wir ethische Theorien besprechen, dem moralischen Wert von Wohlergehen und der Autonomie nachgehen und unsere Beziehung zu Lebensmitteln und dem Essen untersuchen. Diese Themen sind auch deswegen relevant, weil sie mit unserer Beziehung zu unseren Meeren in Verbindung stehen. Wenn wir für das Wohlergehen der Tiere keine tierischen Produkte essen dürfen und Fische Tiere sind, die des Wohlergehens fähig sind, dann bedeutet das auch, dass wir keinen Fisch essen dürfen. Um der Überfischung entgegenzuwirken stellt sich, auch wenn man Fisch essen darf, die Frage, wer und wieviele Personen Fisch essen dürfen und es werden gerechtigkeitstheoretische Themen relevant. Wenn des Weiteren manche Personen Fisch essen dürfen, ist auch im Kontext dieses Seminares die Verschmutzung der Meere relevant, denn die Schadstoffe in den Meeren werden auch von den Fischen aufgenommen, die unsere Nahrungsmittel darstellen. So werden ethische Aspekte im Kontext des blauen Wunders in diesem Seminar angesprochen.

Vorlesung "Nachhaltige Chemie 2"

Semester: SoSe 2021
Zeit: Mi 10-12 Uhr
Person: Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Wenz

Die Vorlesung ist adressiert an Studierende aller Fachbereiche als Wahlfach und besteht aus Vorlesung und Vortragsübungen der Studierenden (2 CPs pro Semester). Die Vorlesung beginnt mit den physikalischen Grundlagen der Erderwärmung und der Wirkung von Klimagasen. Die Verwendung fossiler Rohstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) zur Strom- und Wärmegewinnung, in der Stahlindustrie, im Verkehr und in der Kunststoffherstellung führt zu einer ständigen Zunahme des Gehalts des Klimagases CO2 in der Atmosphäre. Es werden Wege zur Vermeidung von CO2-Emissionen (Decarbonisierung) aufgezeigt, z.B. regenerative Energiequellen (Solarenergie, Windkraft, Biogas, Wasserstoff), Energiespeichertechnologien (thermische, mechanische, elektrische, chemische Speicher), Gebäudeisolierung. Ebenso wird aufgezeigt, wie Plastikmüll durch Recycling vermieden werden kann (etwa 10 Teilnehmer*innen).

Vorlesung "Nachhaltige Chemie 1"

Semester: WiSe 2021/22
Zeit: Di 8-10 Uhr
Person: Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Wenz

Die Vorlesung ist adressiert an Studierende aller Fachbereiche als Wahlfach und besteht aus Vorlesung und Vortragsübungen der Studierenden (2 CPs pro Semester). Die Vorlesung beginnt mit den physikalischen Grundlagen der Erderwärmung und der Wirkung von Klimagasen. Die Verwendung fossiler Rohstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) zur Strom- und Wärmegewinnung, in der Stahlindustrie, im Verkehr und in der Kunststoffherstellung führt zu einer ständigen Zunahme des Gehalts des Klimagases CO2 in der Atmosphäre. Es werden Wege zur Vermeidung von CO2-Emissionen (Decarbonisierung) aufgezeigt, z.B. regenerative Energiequellen (Solarenergie, Windkraft, Biogas, Wasserstoff), Energiespeichertechnologien (thermische, mechanische, elektrische, chemische Speicher), Gebäudeisolierung. Ebenso wird aufgezeigt, wie Plastikmüll durch Recycling vermieden werden kann (etwa 10 Teilnehmer*innen).

Vorlesung "Klimawandel – Was ist das?"

Semester: SoSe 2021
Zeit: Fr 8:30-10 Uhr
Dozent: Prof. Dr. rer. nat. Liselotte Diester-Haass

In der Vorlesung wird die Ursache des Klimawandels behandelt, nämlich der stetig zunehmende CO2 Gehalt der Atmosphäre durch Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die daraus resultierenden Folgen und globalen Rückkopplungsmechanismen (in Meeren, auf Kontinenten, in der atmosphärischen Zirkulation, in Ökosystemen, in Wirtschaft, Nahrungsversorgung, Transportwegen, etc.) werden hier mit viel Bildmaterial veranschaulicht und besprochen (etwa 70 Teilnehmer*innen).

Projektpraktikum Lehramt Primarstufe

Studienfach Sachunterricht

- tba -

Seminar "New Advertising" (HBK)

Semester: SoSe
Zeit: Di 14-16 Uhr
Person: Prof. Ivica Maksimovic

Im Rahmen dieses Seminars wird auf die evolutionären Ursprünge des Lebens im Meer Bezug genommen und gemeinsam mit den Studierenden aus der Gestaltungspraxis heraus wertvolle Erkenntnisse für die Kommunikation umweltethischer Themen entwickelt (max. 20 Teilnehmer*innen).

Projekt "Das hier ist Wasser" (HBK)

Forschungsprojekt im Bereich New Advertising

Semester: WiSe 2021/22
Zeit: tba
Person: Jonathan Kunz / Prof. Dr. Ivica Maksimovic

Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: "Morgen Jungs. Wie ist das Wasser?" Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter, und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: "Was zum Teufel ist Wasser?" Dieser kurze Auszug aus einer Rede von David Foster Wallace vor US-amerikanischen Uni-Absolventen erzählt von der Schwierigkeit, sich selbst von außen zu betrachten und das wahrzunehmen, was einen auf natürliche Weise umgibt. Wir wollen in unserem Forschungsprojekt die selbe Frage stellen wie die jungen Fische und uns dem Wasser als solches und als Metapher für unser kommunikatives Umfeld nähern. Als Basis dient das Buch »Das Blaue Wunder« von Frauke Bagusche. Der Kurs wird zunächst online stattfinden. Sollten es entsprechende Lockerungen geben, werden wir den Kurs in eine Präsenzveranstaltung umwandeln.

Vorlesung "Empathetic Union - Die Natur in uns, um uns und zwischen uns" (HBK)

Semester: WiSe 2021/22
Zeit: Mi 16-18 Uhr
Person: Prof. Dr. phil. Christian Bauer

In der hochschulöffentlichen Vorlesung werden wir die Entstehung des Natur- und des Umweltbegriffs nachzeichnen. Dazu untersuchen wir zum einen die Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte und zum anderen den Zugriff der Umweltethik auf die kurrenten Herausforderungen, wie sie im Rahmen der Sustainable Development Goals (SDGs) formuliert sind. In diesem Bezugsfeld stoßen wir wiederum auf anthropologische Basisannahmen über die Natur des Menschen, die durchaus problematisch sein können. Vor dem Hintergrund der SDGs und der planetaren Herausforderung durch Klimawandel und dem Verlust an Biodiversität stellen sich Fragen nach der Vernunftnatur des Menschen, seiner emotionalen Ansprechbarkeit für das Leiden anderer Lebewesen sowie nach der Bedeutung der ästhetischen Erfahrung für ein vertieftes und holistisches Naturverständnis. In diesem Kontext werden wir auf Erfahrungen im Umgang mit der Natur zu sprechen kommen, die auf luzide Weise in “Das Blaue Wunder” zugänglich gemacht werden (max. 70 Teilnehmer*innen).