Literaturwissenschaftliche Ringvorlesung: „Eines Freundes Freund zu sein – Über Freundschaft und Literatur“:
Die literaturwissenschaftliche Ringvorlesung über Freundesbeziehungen in der Literatur wird am Montag, 27. April, um 19 Uhr im Festsaal des Saarbrücker Rathauses fortgesetzt. Dann spricht Claudia Schmitt, promovierte Literaturwissenschaftlerin, über „Ungewöhnliche Brieffreundschaften im Film“. Anhand ausgewählter Beispiele wie „Zwischen den Zeilen“ (1987), „About Schmidt“ (2002), „Mary & Max“ (2009) und „Lunchbox“ (2013) wird sie zeigen, welche erzählerischen und ästhetischen Strategien Filme entwickeln, um Briefe sichtbar, hörbar und emotional wirksam zu machen. Die Filme, auf die der Vortrag von Dr. Claudia Schmitt Bezug nimmt, werden am 30. April sowie am 2. Mai und 3. Mai im Filmhaus der Landeshauptstadt Saarbrücken gezeigt (Kinoeintritt regulär 8 Euro, ermäßigt 7 Euro).
Die öffentlichen Vorträge finden jeweils montags um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Sankt Johann in Saarbrücken statt. Sie dauern in der Regel eine Stunde; im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Organisiert wird die Reihe vom Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes gemeinsam mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken. Programmflyer mit allen Vorträgen: https://www.uni-saarland.de/forschen/literaturarchiv/veranstaltungen/ringvorlesungen.html
Ringvorlesung: „Raumschiff Erde – Nachhaltigkeit”
Am Dienstag, 28. April, um 16.15 Uhr referiert Claus Jacob, Professor für Bioorganische Chemie, über das Thema „Ökonomischer Minimalismus – Neue Deutsche Bescheidenheit oder Rezept für Desaster?“ (Geb. C4 3, kleiner Hörsaal II). Auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen stellt sich unweigerlich die Frage, ob ein unbegrenztes wirtschaftliches Wachstum und der damit verbundene Wohlstand für alle überhaupt möglich ist beziehungsweise nachhaltig sein kann. Diese Wachstums-Kritik betrifft auch sogenanntes „grünes Wachstum“ sowie zirkuläre Prozesse, die ein vom Ressourcenverbrauch entkoppeltes, nachhaltiges Wachstum mit ermöglichen sollen. Ist ein Weniger an ökonomischer Aktivität also die einzige realistische Lösung? Und wie würde sie in der Praxis in einer Industrienation wie Deutschland aussehen?
Die öffentlichen Vorträge der fachrichtungsübergreifenden Vorlesungsreihe zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit finden jeweils dienstags um 16.15 Uhr auf dem Saarbrücker Campus im neuen Chemie-Hörsaalgebäude statt (Geb. C4 3, kleiner Hörsaal II). Auch eine Online-Teilnahme ist möglich. Den Link zur Online-Teilnahme gibt es in der Programmübersicht (unter dem ersten Termin). Weitere Infos zum Vortrag.
Ringvorlesung: „Wirtschaft und Gesellschaft in Zeiten globaler Herausforderungen“
Am Dienstag, 28. April, um 18.15 Uhr hält BWL-Professor Benedikt Schnellbächer einen Vortrag mit dem Titel „Von digitalen Geschäftsmodellen, Plattformen und Gatekeepern – von analoge zu digitalen Geschäftsmodellen“ (in Gebäude B4 1, Raum 0.06). Digitale Geschäftsmodelle schaffen und verändern Märkte; neueste KI-Innovationen befeuern die Entwicklung und stellen bestehende Strukturen auf die Probe. Der Vortrag beleuchtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen etablierten und digitalen Geschäftsmodellen. Darüber hinaus stellt Prof. Schnellbächer erste strategische Ansätze zum Umgang mit diesem Phänomen vor.
Die Ringvorlesung mit dem vollen Titel „Wirtschaft und Gesellschaft in Zeiten globaler Herausforderungen: Verantwortungsvolle Unternehmensführung zwischen Protektionismus, Technologien und Nachhaltigkeit“ zeigt, wie Unternehmen, Politik und Gesellschaft auf die aktuellen globalen Herausforderungen reagieren können. Sie wird organisiert am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Handelsmanagement, von Professor Bastian Popp. Weitere Infos und alle Termine
Vortragsreihe des Historischen Museums:„Von der Saarabstimmung 1955 bis zur ‚Kleinen Wiedervereinigung‘ 1957“
In einem Online-Vortrag in französischer Sprache am Mittwoch, 29. April, um 18.00 Uhr spricht Professor Reiner Marcowitz über „Du conflit à la coopération. La question de la Sarre comme étape clé de la réconciliation franco-allemande après la Seconde Guerre mondiale”. Sein Vortrag zeigt, wie sich nach dem Zweiten Weltkrieg bei den betroffenen Akteuren in der Bundesrepublik Deutschland und in Frankreich allmählich eine „neue Denkweise“ in der Behandlung der Saarfrage durchgesetzt hat: Die ursprünglich sehr umstrittene Frage nach der Zukunft des Saarlandes verlor nach und nach ihren Konfliktcharakter; dies ermöglichte nach dem Scheitern des Saarstatuts eine rasche deutsch-französische Einigung über die Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland. Reiner Marcowitz ist Professor für Germanistik an der Université de Lorraine; davor forschte er an der Technischen Universität Dresden und am Deutschen Historischen Institut in Paris.
Der Vortrag wird in französischer Sprache gehalten und via Zoom-Account des Deutschen Historischen Instituts Paris gestreamt. Den Link und weitere Infos zur Vortragsreihe finden Sie unter: https://landesgeschichte-saar.de/stream/
Informationen zu allen Vorträgen: www.uni-saarland.de/veranstaltungen