Die Badewanne – Vom Kulturgut zum sanitären Auslaufmodel
Saarländischer Rundfunk
„In meiner Badewanne bin ich der Kapitän“. Doch immer weniger Deutsche wollen das noch sein. Die Badewanne stirbt aus. Die Dusche hat die Wanne entthront. Kulturwissenschaftlerin Simone Egger von der Universität des Saarlandes wurde dazu befragt, welche Rolle die Badekultur in der Geschichte hatte.
Kultur WEITER studieren
Online-Mastermesse der Fächer Kulturanthropologie/Empirische Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie
Du möchtest in deinem Master unser Fach vertiefen und fragst dich, wie und wo soll es nach dem Bachelor in Kulturwissenschaften weitergehen? Welcher Masterstudiengang passt zu mir und meinen Interessen? Diese und viele weitere Fragen sollen bei der zweiten Online-Mastermesse von kulturstudieren, einer Initiative des Ständigen Ausschusses für Studium und Lehre der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft, beantwortet werden. Über Breakout-Sessions kannst du digital unterschiedliche Standorte besuchen, mit Ansprechpersonen Vorort ins Gespräch kommen und vielleicht sogar zukünftige Kommiliton*innen kennenlernen.
Die Veranstaltung soll am 29. April von 18:15 bis 19:45 Uhr stattfinden. Eine Übersicht aller Masterstudiengänge der Fächer Kulturanthropologie/Empirische Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie im deutschsprachigen Raum findest du hier.
Die Messe findet über Zoom statt, hier kannst du dich direkt einwählen…
Meeting-ID: 693 0959 7833
Passcode: Meeting26
Was hat es mit Tracht und Identität in der Spätmoderne auf sich?
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger im Interview
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger erklärt auf deutschland.de, wie Dirndl und Lederhosen in den 2000er Jahren an Bedeutung gewonnen, aber mehr mit Vorstellungen von Vergangenheit als mit gelebten Praxen zu tun haben. Traditionelle Gewänder sind in Deutschland heute ebenso vielfältig wie die Bevölkerung.
Zwischen Feld und Text
Schreib- und Deutungswerkstatt zu Räumen, Emotionen und ethnografischer Praxis
Auf der Grundlage von historisch-archivalischen Quellen und ethnografischem Material sollen im Rahmen der Werkstatt exemplarische Forschungsfelder, Forschungsdesigns und Publikationsprojekte vorgestellt werden, die im Fachkontext
Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft gerade in Bearbeitung sind. Der Fokus richtet sich auf das Perspektivieren, das Schreiben und das analytische Verstehen als Modus der ethnografischen Wissensproduktion.
Die thematischen Schwerpunkte des Werkstattformats liegen auf alltäglichen Erfahrungs-, Wissens-, Handlungs- und Imaginationsräumen. Die Verknüpfung von raumtheoretischen Zugängen mit Ansätzen der Emotions- und Affektforschung offenbart Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen Menschen, Institutionen, Dingen, Räumen, Architekturen, Atmosphären und Infrastrukturen. Man denke an Ängste und Vorstellungen von (Un-)Sicherheit, Kriminalität und Gewalt bei Nacht; Wut oder Solidarität bei öffentlichen Protesten und Aktivismen; Zugehörigkeiten in Bezug auf Erinnerungskultur und Museumspraxis; Liebe, Zuneigung und Nähe in Paarbeziehungen und städtischen Lebensformen; Freude, Glück oder Nostalgie in urbanen Vergnügungs- und Erfahrungskontexten, aber auch Verzweiflung und Geborgenheit bei Fragen des Wohnens und des Aufhaltens; Trauer in Bezug auf Gedenkstätten und Friedhöfe oder gar religiöse Dimensionen der Raumproduktion und -konstruktion.
Es sind keine ‚klassischen‘ Vorträge geplant, sondern Material-Sitzungen zu Raumgefühlen und Gefühlsräumen mit kontextualisierenden Erläuterungen zu Projekt, Forschungsdesign und theoretisch-konzeptionellem Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Quellen, ihre Bearbeitung, Deutung und schriftliche Einbettung. Es soll um Überraschungen und Irritationen im analytisch-auswertenden und schreibend-vermittelnden Umgang mit Materialien und daran anschließend um Fragen nach dem Verhältnis von Forscher:in und Feld sowie Theorie und Empirie gehen.
Mitgebracht werden können ethnografische Vignetten, Auszüge aus Feldtagebüchern, Mappings, Fotografien und Interviewausschnitte sowie die Bandbreite an historisch archivalischen Quellen. Neben der Diskussion von Material und Methoden wird es ebenso Raum geben, über grundlegende Ansätze und Konzepte wie „Dichte Beschreibung“, „Writing Culture“ (Repräsentationsfragen; methodologische/methodische Transformationen), Forschungsethiken, kollaboratives Arbeiten und Verknüpfungsmöglichkeiten historischer und gegenwartsorientierter Forschungszugänge zu sprechen.
Wie kann ich mitmachen?
Die Werkstatt findet am Freitag, 12. Juni 2026 (ab 10:00 Uhr) und Samstag, 13. Juni 2026 (bis 15:00 Uhr) auf dem Campus der
Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt. Die Veranstaltung ist als intensiver zweitägiger Austausch geplant. Erwartet
werden empirisch und/oder historisch archivalisch basierte Forschungsprojekte,. Es wird darum gebeten, an beiden Tagen
anwesend zu sein, damit sich ein gemeinsamer Arbeitsprozess entwickeln kann. Die Veranstaltung richtet sich an
Forscher:innen in allen Stufen. Auch englischsprachige Beiträge sind willkommen.
Bitte schickt ein kurzes Abstract zu euren Forschungsprojekten sowie eine kurze biografische Notiz bis zum 15.05.2026
an leonie.mueller(at)uni-saarland.de. Bitte teilt mit, sollte ein Finanzierungsbedarf bestehen. Die Rückmeldung erfolgt bis
zum 20.05.2026.
Wir freuen uns auf einen kollegialen Austausch und eine produktive Zeit!
Sommersemester 2026
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger
Mi. 10:15 bis 11:45
Die europäische Geschichte ist von Migrationsbewegungen geprägt. Im 20. und 21. Jahrhundert war lange Zeit die Auswanderung in die USA eine zentrale Angelegenheit. In Irland und Italien, Österreich-Ungarn und dem Deutschen Kaiserreich machten sich Menschen auf den Weg und verließen ihre Heimat aus wirtschaftlicher Not, um vor allem in Nordamerika auf ein gutes Auskommen und den sozialen Aufstieg der Familie zu hoffen. Seit den 1950er Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland Abkommen mit Staaten wie Italien und der Türkei getroffen, um Arbeitskräfte anzuwerben. Diese ungeheure Dynamik ist in der Gegenwart kaum Gegenstand deutscher oder europäischer Erinnerungskultur, ebenso wenig wird die Vielheit der Bevölkerung, die durch Zuwanderung zustande gekommen ist, thematisiert. Eine gemeinsame, transnationale Geschichte kommt auch im kommunikativen Gedächtnis der postmigrantischen Gesellschaft nur am Rande zur Sprache.
Insbesondere politische Akteur:innen der Zeit erkennen Deutschland und andere europäische Staaten nicht als Einwanderungsländer an, von Problemen mit dem #stadtbild ist in der konservativen deutschen Mitte die Rede, während rechte Gruppierungen unter dem Stichwort „Re:Migration“ unverhohlen ethnische Säuberungen durch den Staat verlangen. Die Problematisierung des Diskurses entspricht der Polarisierung der flüchtigen Moderne. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und Übergriffen auf Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen.
Analog wurden und werden im Diskurs vermehrt Stimmen laut, die Diversität als gelebten Alltag thematisieren. Formen von Empowerment lassen sich vielfach im popkulturellen Kontext beobachten, wie in der Gegenwart zum Beispiel eine Vielzahl von Comedians mit Flucht- oder Migrationserfahrung auf analogen Bühnen wie auch im Netz zeigen. Insbesondere Hiphop galt und gilt als Medium, um über die eigene, mehrheimische Position in Deutschland und anderswo zu reflektieren. Von Advanced Chemistrys „Fremd im eigenen Land“ von 1992 bis hin zu Apsilons „Köfte“ von 2022 lässt sich dieser Diskurs um Zugehörigkeit im Rap verfolgen. Vergleichbare Positionen lassen sich auch in der bildenden und der darstellenden Kunst sowie in der Literatur ausmachen.
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger
Di. 16:15 bis 17:45
Seit rund zwei Jahrzehnten erfährt Heimat eine nie da gewesene Konjunktur. Im Rahmen des Seminars spüren wir dem Empfinden von Zugehörigkeit in einer spätmodernen Gesellschaft nach. Das Saarland behauptet von sich selbst, das „Herz Europas” zu sein. Auch andere Regionen beanspruchen diesen Titel für sich. Das gegenwärtige Heimat-Phänomen ist gekennzeichnet durch seine ästhetische wie auch politische Dimension, zwei Qualitäten, die nicht nur im Hinblick auf die Behauptung eines europäischen Herzens fliessend ineineinanderübergehen.
Wir werden uns im Rahmen des Seminars mit wissenschaftlicher Literatur und populären Publikationen befassen, die den Diskurs aufgegriffen und in den vergangenen Jahren zahlreiche Positionen – sei es in Gestalt von Monografien, Sachbüchern, Sammelbänden oder auch biografischen Erinnerungen – hervorgebracht haben. Der Kurs beinhaltet zudem die Möglichkeit, eine Projektarbeit durchzuführen: Wir werden sowohl empirisch als auch historisch archivalisch danach fragen, was Zugehörigkeit in der Region Saar-Lor-Lux ausmachen kann. Diese Erhebung von Materialien ist als eine Art Zeitschnitt zu verstehen, es geht um Befindlichkeiten von Menschen angesichts immenser Transformationen.
Unter dem Motto "About Heimat" nimmt die Projektgruppe am 12. Juni 2026 außerdem am Tag des offenen Campus teil und wird versuchen, bei dieser Gelegenheit mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Im Vorfeld gibt es ganz unterschiedliche Dinge zu tun: Fragen müssen festgelegt, Flyer bestellt und kreative Mitmachaktionen entwickelt werden. Wir brauchen T-Shirts und Banner, ein Logo und Give aways. Daran werden wir gemeinsam arbeiten und das gesammelte Material im Anschluss zusammentragen und analysieren.
Das Seminar knüpft inhaltlich an ein Projekt an, dass 2026 und 2027 von der Europäischen Kulturanthropologie in Kooperation mit der Germanistik (Prof. Dr. Romana Weiershausen) an der UdS durchgeführt wird.
Seminar / Hauptseminar: About Heimat. Über Zugehörigkeiten im „Herzen Europas“
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger / Dr. Alexander Friedman
Die Termine entnehmen Sie bitte den Einzeleinträgen der beiden Veranstaltungen.
Das Interdisziplinäre Themenmodul ITM "Migration und Konstruktionen von Zugehörigkeit in Geschichte und Gegenwart"
wird veranstaltet von:
- Juniorprof. Dr. Simone Egger: "About Heimat. Über Zugehörigkeiten im „Herzen Europas"" (Europäische Kulturanthropologie) und
- Dr. Alexander Friedman: "Geschichte der Migration in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und im wiedervereinigten Deutschland" (Neuere und Neueste Geschichte)
Die Termine und Räume entnehmen Sie bitte den Einzeleinträgen der beiden Veranstaltungen.
Leonie Müller M.A.
Do. 12:15 bis 13:45
Städte sind keine neutralen Räume, sondern durch soziale Machtverhältnisse, Geschlechterordnungen und Alltagspraktiken strukturiert. Feministische Stadtforschung fragt danach, wie urbane Räume geplant, genutzt, wahrgenommen und verhandelt werden und welche Formen von Ausschluss, Ungleichheit, aber auch Widerstand und Fürsorge dabei entstehen. Das Seminar führt in zentrale theoretische Ansätze der feministischen Stadt- und Raumforschung ein und verbindet diese mit empirischen Zugängen der Kulturanthropologie. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung von Theorie und Empirie. Die Teilnehmenden arbeiten mit ethnografisch inspirierten Methoden wie teilnehmender Beobachtung, Stadtspaziergängen, Mapping, kurzen Interviews oder der Analyse urbaner Praktiken und Infrastrukturen. Ziel ist es, die Stadt als Forschungsfeld zu erschließen und feministische Perspektiven im konkreten urbanen Alltag sichtbar zu machen.
Leonie Müller M.A.
17.09.2026 - 19.09.2026
Die Veranstaltung wird als Exkursion zur 31. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Empirischen Kulturwissenschaft (ÖGEKW) angeboten, die vom 17. bis zum 19. September 2026 in Innsbruck stattfinden wird.
Maribel Graf M.A.
Blocktermin 03.07.2026 - 05.07.2026
Zwischen romantischer Idealisierung und kritischer Entzauberung wollen wir Liebe („whatever that means“) in diesem Seminar in ihrer Ambivalenz und Vielschichtigkeit betrachten. Wie lernen und leben Menschen Liebe historisch und gegenwärtig? Inwiefern prägen Vorstellungen von Liebe zwischenmenschliche Beziehungen und Ordnungen? Wie normativ ist Liebe, wem wird sie zugestanden, wem vorenthalten? Und Liebe – was ist das überhaupt?
Aus einer kulturanthropologischen Perspektive nähern wir uns Liebe als sozialer, kultureller, sinnstiftender, konsumgeprägter, politischer und emotionaler Praxis, Diskurs und Ethik. Entlang verschiedener Achsen von Ungleichheiten, Gewalt und Machtverhältnissen fragen wir danach, wie mit und anhand ‚Liebe‘ individuelle sowie gesellschaftliche Normen, Strukturen und Praktiken stabilisiert, (re)produziert und organisiert – und mitunter auch unterlaufen, umgedeutet und transformiert werden.
Das Seminar verbindet theoretische Texte mit empirischen Beispielen aus der Kulturanthropologie und angrenzenden Disziplinen und lädt dazu ein, eine der scheinbar alltäglichsten und gleichzeitig außergewöhnlichsten Erfahrungen des kulturellen Erlebens neu zu befragen.
Alles Liebe. Beziehungen und Berührungen aus kulturanthropologischer Perspektives
Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Liebe/n“
Leonie Müller wird am 03.02.2026 im Rahmen der Ringvorlesung „Liebe/n. Bilder – Narrative – Praktiken“ der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaft über „Alles Liebe. Beziehungen und Berührungen aus kulturanthropologischer Perspektive“ sprechen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Liebe im Alltag als Praxis in Routinen, Gesten, Worten und insbesondere in Berührungen gelebt wird. Ausgehend von praxistheoretischen und emotionsanthropologischen Ansätzen werden Berührungen als ambivalente Emotionspraktiken diskutiert, die Fürsorge und Zugehörigkeit erzeugen, aber auch Grenzen markieren oder verletzen können. Anhand explorativen empirischen Materials zeigt der Vortrag, wie Liebe, Nähe, Distanz und Zugehörigkeit in unterschiedlichen Beziehungskontexten immer wieder neu ausgehandelt werden. Die Veranstaltung findet im Filmhaus in der Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken statt und beginnt um 18.30 Uhr.
Woher kommen eigentlich Neujahrsvorsätze?
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger im Interview
Seit wann nehmen wir uns vor, zum 1. Januar eines Jahres mehr Gemüse zu essen und öfter ins Fitness-Studio zu gehen? Über diese und andere Fragen, alte und neue Bräuche und Rituale wie die Neujahrsentschuldigungskarte in Bayern und in Tirol hat sich Juniorprofessorin Dr. Simone Egger mit Tabea Prünte vom Saarländischen Rundfunk unterhalten.
Über eine Liebe am Ende des langen 19. Jahrhunderts
Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Liebe/n“ von Jun.-Prof. Dr. Simone Egger
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger wird heute Abend im Rahmen der Ringvorlesung „Liebe/n“ der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaft über ihr Habilitationsprojekt sprechen. Der Titel lautet „Eine transnationale Liebe in Zeiten des Krieges. Historisch anthropologische Gedanken zu einem Europa der Beziehungen und anderen Motiven“. Die Veranstaltung findet im Filmhaus in der Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken statt und beginnt um 18.30 Uhr.
Eine transnationale Beziehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist aus heutiger Sicht im Wesentlichen kein Gegenstand kollektiven Erinnerns und kommt weder im kulturellen Gedächtnis der Stadtgesellschaft noch im nationalen oder supranationalen Kontext tradierter Ereignisse, die den Alltag betreffen, vor. „Der im kulturellen Gedächtnis gepflegte Wissensvorrat ist gekennzeichnet durch eine scharfe Grenze, die das Zugehörige vom Nichtzugehörigen, d. h. das Eigene vom Fremden trennt“, wie der Kulturwissenschaftler Jan Assmann mit Blick auf die Identitätskonkretheit oder Gruppenbezogenheit des kulturellen Gedächtnisses erläutert, das nicht zuletzt auch der Horizontbildung einer Gesellschaft dient (1988: 13). Eine romantische Liebe ist vielleicht am ehesten etwas, das dem Modus des Archivs, wie Jan Assmann es formuliert, und/oder „als der von einer jeweiligen Gegenwart aus aktualisierte und perspektivierte Bestand an objektiviertem Sinn“ (ebd.) rekonstruktiv dem Modus der Aktualität entspricht, und doch handelt es sich dabei gerade um die Praxis, die dem Alltag der Vergangenheit am wenigsten entspricht.
Ebenso wenig vertraut und damit in das kulturelle Gedächtnis übergegangen, ist der Umstand, dass in der ausführlich beschriebenen Konstellation „von gestern“ eine Frau diejenige ist, die sich mit ihren fluiden Zugehörigkeiten zwischen durchaus differierenden Lebenswelten bewegen muss, während ihr Verlobter und später Mann, die längste Zeit in der angestammten Region verblieben ist. Als sozialer Aufsteiger in der sich konstituierenden Großstadt durchläuft er gleichwohl eine vertikale Bewegung, die sich auf dem Stadtplan von München unmittelbar nachvollziehen lässt. Die Geschichte von Aspasia Schönwald aufzuzeigen und festzuschreiben, soll zu einem Selbstbild beitragen, das mit Blick in die Vergangenheit, aber vor allem auch in die Zukunft vielstimmiger erinnert werden kann und muss.
Mapping „Orte für alle"
Studierende der Universität des Saarlandes entwickeln digitale Plattform für die Saar-Lor-Lux-Region
Wo entstehen Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft? Welche Räume stehen allen offen, unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status?
Mit diesen Fragen haben sich Studierende des Masterstudiengangs Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität des Saarlandes im Rahmen eines Projektseminars auseinandergesetzt. Unter der Betreuung von Dr. Ines Heisig entstand dabei die interaktive Webseite www.ortefueralle.com. Sie kartiert Orte des sozialen Austauschs und der Begegnung in der Saar-Lor-Lux-Region und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Von Bibliotheken und Cafés über soziokulturelle Zentren bis hin zu öffentlichen Bücherschränken und Trinkwasserstellen haben die Studierenden vielfältige Beispiele zusammengetragen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und neue Möglichkeiten der Begegnung auch jenseits von Konsumzwängen ermöglichen. Die Plattform lädt dazu ein, eigene Vorschläge beizutragen und gemeinsam darüber nachzudenken, was einen „Ort für alle“ ausmacht.
Das Projekt veranschaulicht, wie kulturwissenschaftliche Forschung in praxisorientierte digitale Formate übersetzt werden kann. Zugleich verdeutlicht es den Anwendungsbezug und die interdisziplinäre Ausrichtung des Masterstudiengangs Angewandte Kulturwissenschaften, der fakultätsübergreifend von der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft getragen wird
Kontakt:
Dr. Ines Heisig
E-Mail: hok(at)uni-saarland.de
Liebe/n. Bilder - Narrative - Praktiken"
Interdisziplinäre Film- und Vortragsreihe der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaften
Im Wintersemester 2025/26 lädt die Kulturanthropologie gemeinsam mit der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaften an ausgewählten Dienstagabenden zur Film- und Vortragsreihe „Liebe/n. Bilder – Narrative – Praktiken“ ein. In Kooperation mit dem Filmhaus Saarbrücken werfen wir einen interdisziplinären Blick auf ein essenzielles Thema – aus kunsthistorischer, kulturanthropologischer und medienkulturwissenschaftlicher Perspektive.
Es geht um das Empfinden, um die soziale Bedingtheit eines Gefühls und seine gesellschaftliche Dimension, um kulturelle Konstellationen im Wandel, um Transformationen, um Subjektivierung, ästhetische Ausdrucksformen und Figurationen, um Widersprüche, Berührungen, Beziehungen und Bezüge, Medien, Sehnsüchte und rationale Aspekte von Emotionalität.
Der Diskurs findet im Wechsel mit einer Filmreihe statt, bei der Kunst, Liebe und ihre filmische Inszenierung im Mittelpunkt stehen. Alle Veranstaltungen finden im Filmhaus Saarbrücken statt.
Programm
Liebe/n im Diskurs
21.10.2025 | 18:30 Uhr L'amour faux. Zur Figur des “Liebestölpels” (m/w/d) im Medienvergleich, Jonas Nesselhauf (Saarbrücken)
28.10.2025 | 18:30 Uhr Ephemeral Love. Medien (und Störungen) romantischer Anbahnung, Fabian Ebeling (Eichstätt)
02.12.2025 | 18:30 Uhr “Qui a deux femmes perd son âme, qui a deux maisons perd sa raison" - Liebe und Architektur in den Filmen von Éric Rohmer, Bernd Mohnhaupt (Saarbrücken)
09.12.2025 | 18:30 Uhr Eine transnationale Liebe in Zeiten des Krieges. Historisch anthropologische Gedanken zu einem Europa der Beziehungen und anderen Motiven, Simone Egger (Saarbrücken)
27.01.2026 | 18:30 Uhr Multiple Minds One Body. Liebe und Identität als Metadaten, Anke Dyes (München)
03.02.2026 | 18:30 Uhr Alles Liebe. Beziehungen und Berührungen aus kulturanthropologischer Perspektive, Leonie Müller (Saarbrücken)
Liebe/n im Film
04.11.2025 | 18:30 Uhr ROMAN HOLIDAY US 1953 OmU
18.11.2025 | 18:30 Uhr LOVEFR 2015 OmU
06.01.2026 | 18:30 Uhr ALL OF US STRANGERS UK/US 2023 OmU
13.01.2026 | 18:30 Uhr MY SUNSHINE JP 2024 OmeU
10.02.2026 | 18:30 Uhr A VIDA INVISÍVEL DE EURÍDICE GUSMAOBR 2019 OmU
17.02.2026 | 18:30 Uhr LIEBE AT/DE/FR 2012 OmU
Hier geht's zur Homepage des Filmhaus Saarbrücken.
Auf geht’s zur Wiesn!

Anlässlich des Oktoberfest 2025 ist Jun.-Prof. Dr. Simone Egger als Expertin für Tracht und Fragen der Identität als Interviewpartnerin gefragt:
- Zeyn, Martin (29. September 2025): Das neue Adidas-Dirndl: Ist das noch Wiesn? In: BR24. Siehe hier, (29. September 2025).
- Wiesn-Tracht. Jun.-Prof. Dr. Simone Egger im Gespräch mit BR24. Siehe hier, (24. September 2025).
- Klette, Kathrin (20. September 2025): Kleid mit reicher Geschichte: Das Dirndl ist mehr als Mode für die Wiesn. In: Neue Züricher Zeitung. Siehe hier, (20. September 2025).
Das Münchner Stadtmuseum hat einen neuen Podcast zur Wissensvermittlung gestartet, Jun.-Prof. Dr. Simone Egger ist an zwei aktuellen Folgen zum Oktoberfest beteiligt.
- Tradition oder Trend? Tracht auf dem Oktoberfest. Folge 1 von Wiesn rewind. In: Zeitschleifen, Podcast des Münchner Stadtmuseums. Siehe hier, (15. September 2025).
- Wer feiert mit? Die Welt zu Gast auf dem Oktoberfest. Folge 3 von Wiesn rewind. In: Zeitschleifen, Podcast des Münchner Stadtmuseums. Siehe hier, (23. September 2025).
19. Doktorand:innentagung der DGEKW: Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive.
Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart

Die 19. Doktorand:innentagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft wird dieses Jahr vom 9. bis zum 10. Juli in Saarbrücken stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Wir bitten um eine Anmeldung per Mail an leonie.mueller(at)uni-saarland.de
Gastvortrag: Hexen der Großstadt.
Urbanität und neureligiöse Praxis in Berlin

Prof. Dr. Victoria Hegner von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hält einen Gastvortrag zum Thema „Hexen der Großstadt. Urbanität und neureligiöse Praxis in Berlin".
Der Vortrag findet am 1. Juli 2025 von 18:15 bis 19:45 UhrOnline und im Gebäude B3.1, Hörsaal II auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Es besteht die Möglichkeit, sich via Teams hinzuschalten, dafür folgen Sie bitte diesem Link. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Gastvortrag: Kunst macht Stadt.
Am Beispiel des Wiener Brunnenmarktes.

+++ Der Vortrag entfällt +++
Dr. Cornelia Dlabaja von der FH Wien hält einen Gastvortrag zum Thema „Kunst macht Stadt. Am Beispiel des Wiener Brunnenmarktes".
Der Vortrag findet am 24. Juni 2025 von 18:15 bis 19:45 Uhr in Gebäude B3.1, Hörsaal II auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Festakt im Montafon - Tracht wird zum immateriellen Erbe
Am 24. Mai 2025 hat der Vorarlberger Landestrachtenverband in der Gemeinde Vandans ein Fest veranstaltet, um die Aufnahme des Wissens um die Montafoner Tracht in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gebührend zu feiern. Jun.-Prof. Dr. Simone Egger war bei dem Festakt dabei und hat als Mitglied des Fachbeirats an diesem Abend die österreichische UNESCO-Kommission repräsentiert.
Gastvortrag: Navigating Normativities.
Zur Aushandlung von Liebe, Moral und Gefühl in polyamoren Beziehungen
Maribel Graf, M.A. von der Universität Tübingen hält einen Gastvortrag zum Thema „Navigating Normativities. Zur Aushandlung von Liebe und Moral in polyamoren Beziehungen“.
Der Vortrag findet am 6. Mai 2025 von 18:15 bis 19:45 Uhr in Gebäude B3.1, Raum 1.30 auf dem Campus der Universität des Saarlandes statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Call for Papers zur 19. Doktorand*innentagung der DGEKW
Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive: Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart
Wir möchten Sie auf unseren Call for Papers für die 19. Doktorand*innentagung der DGEKW "Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive: Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart " aufmerksam machen, die vom 09.–10. Juli 2025 im Graduate Centre der Universität des Saarlandes stattfinden wird.
Der Call for Papers läuft noch bis zum 15. April 2025. Bitte senden Sie einen Vorschlag (300 Wörter) sowie einen kurzen CV an leonie.mueller(at)uni-saarland.de. Wir freuen uns auf inspirierende Beiträge, angeregte Diskussionen und einen kreativen Austausch, der dazu beiträgt, das Potenzial der Empirischen Kulturwissenschaft als gesellschaftskritische und ganzheitlich denkende Disziplin weiter zu entfalten.
Wir freuen uns über Einreichungen!
Für Rückfragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.
Call for Papers: Fluctuating narratives and UNwritten stories: The ephemeral memory of the city, 3.-6. June 2025, Panel at SIEF-Congress „Unwriting“, Aberdeen, Scotland
The call for papers is open: Cornelia Dlabaja and Simone Egger are looking forward to proposals which deal with the topic of ephemeral knowledge in context of art production and the making of city space. Don’t hesitate to contact us for any further questions!
Kommentar: „Kein Grund zum Feiern.“ Architektur der Nachkriegsmoderne erhalten!
In ihrem Beitrag auf der Grazer Plattform GAT widmen sich Simone Egger und der Architekturforscher Lukas Vejnik einem Bau von Ottokar Uhl. Das erst 50 Jahre alte Bundesgymnasium in der Kärntner Gemeinde Völkermarkt soll abgerissen werden – es geht den Autor*innen um den immateriellen, aber auch um den materiellen Verlust, der mit dem Verschwinden des Gebäudes einhergeht: warum war die Schule so geplant? Welches pädagogische Konzept war in der Gestaltung mitgedacht? Wurden Aspekte wie Nachhaltigkeit oder der Transfer von Wissen im Kontext von Abbruch und Neuplanung ausreichend thematisiert?
Hier geht es zum Artikel (2. Oktober 2024).
Neuer Artikel: Mini-München - Stadt der Kinder

Seit mehr als 40 Jahren hat München einen Zwilling. In der kleinen Stadt „Mini-München“ („Mini-Munich“) können Kinder spielerisch erproben, wie die große Stadt funktioniert. Und mehr als das: Kinder lernen in dem Projekt, dass sich das städtische Leben aktiv gestalten lässt. Simone Egger hat sich in der Spielstadt umgesehen und für das Online-Magazin “The Urban Activist” darüber geschrieben.
Den vollständigen Artikel zu Mini-München finden Sie in englischer Sprache hier.
Verleihung des Richard-van-Dülmen-Preises

Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährige Hilfskraft Lina Agne im Rahmen der diesjährigen Zeugnisverleihung in den Historisch orientierten Kulturwissenschaften (HoK) mit dem Richard-van-Dülmen-Preis ausgezeichnet worden ist.
Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie sich mit kolonialen Frauenbildern und Rassismen befasst.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Lina.
Näheres zu dem Richard-van-Dülmen Preis finden Sie bei der Koordinationsstelle Historisch orientierte Kulturwissenschaften.
Klimajournalismus-Seminar der Stiftung Forum für Verantwortung
Herausforderungen für den Klimajournalismus in Zeiten multipler Krisen (07.-09. November)

Gerne wollen wir auf das Klimajournalismus-Seminar der Stiftung Forum für Verantwortung aufmerksam machen, das in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. November an der Europäischen Akademie in Otzenhausen im Saarland stattfinden wird.
Die Erderwärmung richtet heute schon beträchtliche Schäden an mit stark steigender Tendenz. Die Kosten hierfür liegen heute schon weitaus höher als die Kosten für notwendige Klimaschutzmaßnahmen. Gleichzeitig erschwert die geopolitische Neuausrichtung der Welt die Durchsetzung global gültiger Klimamaßnahmen. Künstliche Intelligenz bietet hierfür bahnbrechende neue Möglichkeiten, stellt jedoch zugleich extreme Herausforderung für die Gesellschaft dar.
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis vermitteln im Rahmen des Seminars bis zu 30 Kommunikationsschaffenden zunächst fundiertes Hintergrundwissen, das in Kleingruppen gemeinsam vertieft wird. Diese Workshopsbieten neben den informellen Möglichkeiten Raum für einen intensiven Erfahrungsaustausch, wie komplexe Zusammenhänge verständlich aufbereitet werden können. Best-Practice-Beispiele der Teilnehmenden sind herzlich willkommen!
Anmeldungen sind bis zum 4.10.2024 erbeten an info(at)forum-fuer-verantwortung.de
Bitte ergänzen Sie ein kurzes Motivationsschreiben unter Angabe Ihrer aktuellen Tätigkeit und/oder Ihres Studienfaches bzw. Ihres Interessenschwerpunktes sowie Ihrer persönlichen Kontaktdaten.
Nähere Informationen finden Sie unter Forum für Verantwortung | Journalismus-Seminar (forum-fuer-verantwortung.de)
Ankündigung
Unsere Tagung "Die Welt von gestern deuten." in der Saarbrücker Zeitung
Die Saarbrücker Zeitung berichtet vorab zu unserer dreitägigen Tagung "Die Welt von gestern deuten.", die vom 20- bis zum 22. Juni zu Ehren von Barbara Krug-Richter im Graduate Center der Universität des Saarlandes stattfinden wird. Die Veranstaltung ist öffentlich und auch externe Besucher*innen sind sehr gerne gesehen.
Den Beitrag mit näheren Informationen zu einzelnen Vorträgen finden Sie hier.
Wenn möglich, bitten wir um eine schriftliche Anmeldung unter sek-kulturanthropologie(at)uni-saarland.de
Tagungsprogramm: Die Welt von gestern deuten.
Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit
Wir freuen uns, Sie auf unser Tagungsprogramm für das Symposium "Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit" aufmerksam machen zu können, das vom 20.–22. Juni 2024 an der Universität des Saarlandes stattfinden wird.
Eine Übersicht des Programms und den vielseitigen Beiträgen der Referent*innen finden Sie hier.
Bei organisatorischen oder inhaltlichen Fragen kontaktieren Sie uns gerne über unser Sekretariat oder persönlich.
Ausschreibung Forschungsstipendien
Für das Projekt „Heimat Bayern im Wandel“ werden Forschungsstipendiat*innen gesucht

Der 1902 gegründete Bayerische Landesverein für Heimatpflege führte in den Jahren 1908/09 – damals noch unter dem Namen Bayerischer Verein für Volkskunst und Volkskunde – die erste große volkskundliche Erhebung in Bayern im 20. Jahrhundert durch. Für diese Umfrage erstellte man einen Katalog von rund 400 Einzelfragen zu diversen Themenbereichen, darunter Bräuche, Nahrung, Kleidung, Wohnung und Mundart, mit denen materielle und immaterielle Aspekte des Alltagslebens sowie Glaubens- und Wertvorstellungen der breiten Bevölkerung ermittelt werden sollten. Sie sollte damit kulturelle Praktiken, Lebensformen und Wertvorstellungen in einer Epoche gravierender gesellschaftlicher Umbrüche erfassen. Auch heute ist die Lebenswelt in Bayern von tiefgreifenden Transformationsprozessen geprägt. Der Landesverein für Heimatpflege führt daher mit einem problemorientierten und qualitativen Zugang in einem mehrstufigen Verfahren erneut eine alltagskulturelle Erhebung durch.
Mit dem Projekt „Heimat Bayern im Wandel“ sollen aktuelle kulturelle Praktiken und deren Bedeutungen erfasst und dokumentiert, aber auch Persistenz und Veränderung sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse sollen in die heimatpflegerische Arbeit einfließen und für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stehen.
In Konzeption und Umsetzung der Erhebung sind einschlägige Fachinstitutionen (Universitäten Bamberg, Regensburg und Saarbrücken, Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Heimatpflege in Bayern) in beratender Funktion eingebunden.
Die Befragungen werden im Rahmen von Stipendien durchgeführt. Das Projekt wird gefördert durch die Otto und Therese Stumpf Stiftung, Eberfing.
Projektlaufzeit: September 2024 bis August 2027.
Nähere Informationen finden Sie hier.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an Simone Egger.
Arrival City im Münchner Norden: Dr. Simone Egger im Interview mit der Münchner Abendzeitung
Wo die Stadt der Zukunft geplant worden ist

Juniorprofessorin Dr. Simone Egger und der Künstler Christian Weiß haben im Herbst 2023 einen leerstehenden Kiosk in der U-Bahn-Station Hasenbergl bespielt. In der Münchner Abendzeitung hatten sie jetzt Gelegenheit, ihr Projekt an der Schnittstelle von Kunst und Kulturwissenschaft noch einmal abschließend vorzustellen und dabei auf wesentliche Punkte einzugehen, die das Quartier im Münchner Norden ausmachen und für die gesamte Stadt von Bedeutung sind.
Weitere Infos zum Projekt „Wunschkiosk“ finden sie hier.
Dr. Simone Egger zu Gast bei SWR2
"Deutsche Werte, deutsche Sitten – Brauchen wir eine Leitkultur?"
In der Sendung „Forum“ hat Simone Egger mit der Moderatorin Marion Theis, der Soziologin Dr. Yasemin El-Menouar von der Bertelsmann-Stiftung und Christopher Hauß, Vorsitzender der Jungen Union Rheinland-Pfalz diskutiert. Die Idee einer europäischen Leitkultur als Wertekonsens stammt von dem syrisch-deutschen Politikwissenschaftler Bassam Tibi, eine „deutsche Leitkultur“ gibt es als wissenschaftliches Konzept nicht. Kultur ist immer etwas Dynamisches und lässt sich nicht an einem Staatsgebiet festmachen. Die Rede von der „deutschen Leitkultur“ ist ein politisches Statement und stammt aus den Reihen der CDU, die diesen Begriff auch in ihrem Grundsatzprogramm verwendet.
Sendung vom Do., 15.2.2024 22:05 Uhr, SWR2 Forum, SWR2
Hören Sie jetzt rein.
CfP: Die Welt von gestern deuten.
Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit

Wir möchten Sie auf unseren Call for Papers für das Symposium "Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit" aufmerksam machen, das vom 20.–22. Juni 2024 an der Universität des Saarlandes stattfinden soll.
Der Call for Papers läuft noch bis zum 15. März 2024. Bitte senden Sie einen Vorschlag (300 Wörter) sowie einen kurzen CV an simone.egger(at)uni-saarland.de. Wir bemühen uns um die Finanzierung von Reisekosten für Teilnehmer:innen, die nicht institutionell angebunden sind. Der Verständigung darüber, wie sich historisch Forschende in der DGEKW sowie Interessierte aus anderen Disziplinen längerfristig vernetzen können, wird im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls Platz eingeräumt.
CfP: Die Welt von gestern Deuten
Wir freuen uns über Einreichungen!
Für Rückfragen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.
Online-Berufsfeld-Kolloquium der DGEKW:
"Kollektive und Kollaborationen"
Die nächste Sitzung des Online-Berufsfeld-Kolloquium der DGEKW findet diesen Mittwoch (10. Januar 2024) von 18:15 bis 19:45 Uhr mit einer Sitzung zum Thema "Kollektive und Kollaborationen" statt:
Referent*innen: Cornelia Dlabaja (FH Wien), Lisa Riedner (Ludwig-Maximilians-Universität München), Andrea Vetter (Haus des Wandels Brandenburg)
Moderation: Michi Knecht (Universität Bremen), Simone Egger (Universität des Saarlandes)
In welchen Berufsfeldern arbeiten Absolvent*innen der Empirischen Kulturwissenschaft, Europäischen Ethnologie, Volkskunde, Kulturanthropologie? Wie bereitet das Studium auf die verschiedensten Arbeitsgebiete vor und welche Kompetenzen bringen Studierende mit? Was sind die Erwartungen unserer Studierenden an ein berufsfeldorientiertes Studium? Wie sehen Arbeitsalltage von Kulturwissenschaftler*innen in den Medien, in der Kulturvermittlung oder in politischen Feldern aus?
Unter anderem diesen Fragen widmet sich das zweite standortübergreifende Kolloquium, das die Deutsche Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft in Kooperation mit ihrem Ständigen Ausschuss Studium und Lehre sowie mit vielen Instituten des Fachs als Online-Veranstaltung ausrichtet.
Zugangsdaten sowie weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter:
https://dgekw.de/studium/veranstaltungsreihen/
Ausschreibung des Hessischen Rundfunks
Journalistisches Volontariat 2025
| "Du hast Lust auf guten Journalismus? Du willst über Storys berichten, die die Menschen in Hessen bewegen und weiterbringen? Du denkst und lebst digital? Du hast Bock auf Hessen? Dann komm zum Hessischen Rundfunk für dein Volontariat – eine der umfangreichsten und abwechslungsreichsten journalistischen Ausbildungen!" |
Der Hessische Rundfunk sucht noch bis zum 5. Februar 2024 kreative Köpfe im Bereich Social Media, Online, Fernsehen und Radio an den Standorten Frankfurt und Wiesbaden sowie in den umliegenden Regionalstudios. Auch außerhalb des hr sind viele verschiedene Stationen möglich!
Interesse geweckt?
Alle Informationen finden Sie unter:
https://1.ard.de/hr-volo
Bräuche und Rituale:
Talk mit Jun.-Prof. Dr. Simone Egger um 21.45 Uhr auf ARD alpha
„Ob Weihnachten oder Chanukka, Ostern oder Ramadan, Jom Kippur oder das Opferfest, kleine oder große Geburtstagsfeiern und die Gute-Nacht-Geschichten für die Kleinsten, sie alle wiederholen sich meist in eingespielten Abläufen. Warum sind Rituale im Leben so wichtig und wann können sie auch zu einem Problem werden?“
Jun.-Prof. Dr. Simone Egger hat mit der Moderatorin Özlem Sarikaya und dem Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am LMU Klinikum München über Bräuche und Rituale gesprochen. In der Sendung geht es um alte und neue Gewohnheiten sowie Bedeutungen im Wandel. Nichts ist traditioneller als die Einführung von Traditionen!
Heute Abend um 21.45 Uhr ist der Talk aufARD alpha zu sehen und außerdem in der Mediathek verfügbar.
Online-Gastvortrag:
"Der Alltag der Mode. Zum fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt"
Im Rahmen unserer Veranstaltung "Mode, Kleidung und Gesellschaft. Eine Einführung in die Kulturanthropologie" hält Dr. Jan C. Watzlawik (TU Dortmund) einen Online-Gastvortrag zum Thema "Der Alltag der Mode. Zum fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt."
Dr. Jan C. Watzlawik vom Seminar der Kulturanthropologie des Textilen an der TU Dortmund spricht über sein laufendes Forschungsprojekt. Es geht um den fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt, Chefredakteurin der deutschsprachigen Ausgabe des Modemagazins Vogue von 1989 bis 2002. An der Schnittstelle von Medien-, Kultur- und Zeitgeschichte gibt die einzigartige Sammlung Einblicke in das Geschehen vor und hinter den Kulissen der Modewelt und lässt auf Körperbilder, Machtverhältnisse und anderes schließen. Wie an der Archivierung des Bestandes und der Analyse der Inhalte gearbeitet wird, stellt der Kulturwissenschaftler Jan Watzlawik im Rahmen seines Gastvortrags vor.
Der Vortrag findet am 23. Januar 2024 um 18.15 Uhr via MS Teams statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und werden um eine Anmeldung per E-Mail an simone.egger@uni-saarland.de gebeten.
„DGEKW-Kongress goes YouTube":
Kultur erklärt auf YouTube
„Was machen Empirische Kulturwissenschaftler*innen eigentlich so? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus – und ist eine Kongressteilnahme für sie auch ganz alltäglich?"Vom 4.-7. Oktober 2023 fand an der TU Dortmund der 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft unter dem Titel „Analysen des Alltags: Komplexität, Konjunktur, Krise“ statt. In dem dabei entstandenen Kongressfilm erzählt Simone Egger, was wir unter „Analysen des Alltages" verstehen können.
Das Filmkonzept entstand im Rahmen des Workshops „DGEKW-Kongress goes YouTube. Neue Formate der Fachvermittlung. Werkstatt der kulturwissenschaftlichen Filmreihe überalltag“, der am 5. Oktober 2023 auf dem DGEKW-Kongress in Dortmund durchgeführt wurde.
Neuerscheinung
Kuratierte Erinnerungen: Das Fotoalbum
In dem gerade veröffentlichten Band „Kuratierte Erinnerungen: das Fotoalbum“ von Ulrich Hägele ist auch Simone Egger mit einem Beitrag vertreten. In ihrem Artikel „Aus meiner Jugendzeit und von meiner Heimat in Smyrna / und von unserem Heim seit September 1918-32 in München“ geht es um „Das Fotoalbum als (Re-)Konstruktion einer (Auto-)Biografie“ (In: Hägele, Ulrich (Hg.): Rekonstruierte Erinnerungen: das Fotoalbum (Visuelle Kultur. Studien und Materialien, 15). Münster 2023, S. 252-262).

Herzlich Willkommen an der Universität des Saarlandes:
Neue Juniorprofessorin Dr. Simone Egger
Seit 15. September 2023 ist Simone Egger als Juniorprofessorin für Europäische Kulturanthropologie an der Universität des Saarlandes tätig. Barbara Krug-Richter bleibt außerdem als Seniorprofessorin in der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaften.
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