Tagungen
Zwischen Feld und Text
Schreib- und Deutungswerkstatt zu Räumen, Emotionen und ethnografischer Praxis
Auf der Grundlage von historisch-archivalischen Quellen und ethnografischem Material sollen im Rahmen der Werkstatt exemplarische Forschungsfelder, Forschungsdesigns und Publikationsprojekte vorgestellt werden, die im Fachkontext
Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft gerade in Bearbeitung sind. Der Fokus richtet sich auf das Perspektivieren, das Schreiben und das analytische Verstehen als Modus der ethnografischen Wissensproduktion.
Die thematischen Schwerpunkte des Werkstattformats liegen auf alltäglichen Erfahrungs-, Wissens-, Handlungs- und Imaginationsräumen. Die Verknüpfung von raumtheoretischen Zugängen mit Ansätzen der Emotions- und Affektforschung offenbart Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen Menschen, Institutionen, Dingen, Räumen, Architekturen, Atmosphären und Infrastrukturen. Man denke an Ängste und Vorstellungen von (Un-)Sicherheit, Kriminalität und Gewalt bei Nacht; Wut oder Solidarität bei öffentlichen Protesten und Aktivismen; Zugehörigkeiten in Bezug auf Erinnerungskultur und Museumspraxis; Liebe, Zuneigung und Nähe in Paarbeziehungen und städtischen Lebensformen; Freude, Glück oder Nostalgie in urbanen Vergnügungs- und Erfahrungskontexten, aber auch Verzweiflung und Geborgenheit bei Fragen des Wohnens und des Aufhaltens; Trauer in Bezug auf Gedenkstätten und Friedhöfe oder gar religiöse Dimensionen der Raumproduktion und -konstruktion.
Es sind keine ‚klassischen‘ Vorträge geplant, sondern Material-Sitzungen zu Raumgefühlen und Gefühlsräumen mit kontextualisierenden Erläuterungen zu Projekt, Forschungsdesign und theoretisch-konzeptionellem Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Quellen, ihre Bearbeitung, Deutung und schriftliche Einbettung. Es soll um Überraschungen und Irritationen im analytisch-auswertenden und schreibend-vermittelnden Umgang mit Materialien und daran anschließend um Fragen nach dem Verhältnis von Forscher:in und Feld sowie Theorie und Empirie gehen.
Mitgebracht werden können ethnografische Vignetten, Auszüge aus Feldtagebüchern, Mappings, Fotografien und Interviewausschnitte sowie die Bandbreite an historisch archivalischen Quellen. Neben der Diskussion von Material und Methoden wird es ebenso Raum geben, über grundlegende Ansätze und Konzepte wie „Dichte Beschreibung“, „Writing Culture“ (Repräsentationsfragen; methodologische/methodische Transformationen), Forschungsethiken, kollaboratives Arbeiten und Verknüpfungsmöglichkeiten historischer und gegenwartsorientierter Forschungszugänge zu sprechen.
Wie kann ich mitmachen?
Die Werkstatt findet am Freitag, 12. Juni 2026 (ab 10:00 Uhr) und Samstag, 13. Juni 2026 (bis 15:00 Uhr) im Graduate Center (C9.3) auf dem Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt. Die Veranstaltung ist als intensiver zweitägiger Austausch geplant. Erwartet werden empirisch und/oder historisch archivalisch basierte Forschungsprojekte. Es wird darum gebeten, an beiden Tagen anwesend zu sein, damit sich ein gemeinsamer Arbeitsprozess entwickeln kann. Die Veranstaltung richtet sich an Forscher:innen in allen Stufen. Auch englischsprachige Beiträge sind willkommen.
Anmeldungen bitte an sek-kulturanthropologie(at)uni-saarland.de. Bitte teilt mit, sollte ein Finanzierungsbedarf bestehen.
Wir freuen uns auf einen kollegialen Austausch und eine produktive Zeit!
19. Doktorand:innentagung der DGEKW: Kulturanalyse als ganzheitliche Perspektive.
Vom erkenntnistheoretischen Zugang zur reflexiven Forschungspraxis in Vergangenheit und Gegenwart

Die 19. Doktorand:innentagung der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft wird dieses Jahr vom 9. bis zum 10. Juli in Saarbrücken stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Wir bitten um eine Anmeldung per Mail an leonie.mueller(at)uni-saarland.de
Tagungsprogramm: Die Welt von gestern deuten.
Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit
Wir freuen uns, Sie auf unser Tagungsprogramm für das Symposium "Die Welt von gestern deuten. Historische Anthropologie als Zugang zu einer komplexen Vergangenheit" aufmerksam machen zu können, das vom 20.–22. Juni 2024 an der Universität des Saarlandes stattfinden wird.
Eine Übersicht des Programms und den vielseitigen Beiträgen der Referent*innen finden Sie hier.
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