Dr. Lukas Schaefer

2012-2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Filme(n) für eine „bessere Welt“ – Filmkritik und Gesellschaftskritik im Westeuropa der Nachkriegszeit in Vergleich, Transfer und Verflechtung"

Kontakt:

lukas.schaefer(at)uni-saarland.de

 

 

Vita

2012-2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Filme(n) für eine „bessere Welt“ – Filmkritik und Gesellschaftskritik im Westeuropa der Nachkriegszeit in Vergleich, Transfer und Verflechtung"

 

2011-2012: Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes

 

2009-2011: Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Hüser und Lehrbeauftragter im Fach Geschichte (Universität Kassel)

 

2005-2008: Studentische Hilfskraft und Tutor (Universitäten Marburg und Kassel)

 

2004-2010: Studium der Geschichte und Politikwissenschaft sowie im Master „Westeuropa“ an der Universität Kassel, Auslandssemester an der Università degli studi di Verona

 

2003: Abitur in Hamburg

Lehrveranstaltungen

Universität Kassel

SoSe 2011
Seminar „Deutschland und Italien – Vom Faschismus zum Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit“

 

WS 2010/11
„Historisches Propädeutikum“

 

SoSe 2010
Seminar „Film und Filmkritik im Westeuropa der 1950er Jahre“

 

Dissertationsprojekt

Filme(n) für eine „bessere Welt“ – Filmkritik und Gesellschaftskritik im Westeuropa der Nachkriegszeit in Vergleich, Transfer und Verflechtung

 

Das Projekt untersucht die von Siegfried Kracauer schon 1932 geforderte Verbindung von Filmkritik und Gesellschaftskritik auf der Folie massiv beschleunigter sozio-ökonomischer und sozio-kultureller Veränderungen im Westeuropa der 1950er und 1960er Jahre. Im Zentrum steht eine vergleichs-, transfer- und verflechtungsgeschichtlich angelegte Analyse linksgerichteter Filmzeitschriften, allen voran der Cinema Nuovo aus Italien, begründet 1952 durch Redakteure, die andere Magazine aus politischen Gründen verlassen mussten, sowie der französischen Positif von 1952 und der bundesdeutschen Filmkritik von 1957, entstanden jeweils in Kreisen studentischer Cinéasten. Im Abgleich mit weiteren Organen aus diesen Ländern, mit britischen und amerikanischen Zeitschriften sowie mit den Feuilletons der überregionalen Tagespresse sollen Cinema Nuovo, Positif und Filmkritik jeweils im ersten Bestandsjahrzehnt erschöpfend betrachtet und einander gegenübergestellt werden: was die respektiven Maßstäbe der Filmkritik angeht, das Verständnis von Film und Filmpolitik, den Umgang mit dem filmischen „Mainstream“, die Diagnose der gesellschaftlichen Verhältnisse und die Verbindungen der Kritikergruppen zu den aufkommenden Protestbewegungen und Alternativkulturen der Zeit. Darüber hinaus zielt das Projekt unter transfer- und verflechtungshistorischen Prämissen auf die wechselseitigen Einflüsse und transnationalen Kritikerkontakte, auf filmische Netzwerkbildung in Europa und die Festivals als Kommunikationsräume, auch auf die Rezeption internationaler Trends in nationalen Kontexten. Gerade transatlantische Kulturströme – die Aufnahme von Hollywood-Produktionen durch die Filmkritik in der „Alten Welt“ – sind dabei zu berücksichtigen und mit innereuropäischen Austauschprozessen in Bezug zu setzen.

Publikationen und Vorträge

Publikationen

"Sie nennen es Realismus". Die Zeitschrift "Filmkritik" und der
internationale Film der 1950er Jahre, in: Bastian Blachut/Imme
Klages/Sebastian Kuhn (Hg.): Reflexionen des beschädigten Lebens?
Nachkriegskino in Deutschland zwischen 1945 und 1962, München (edition text + kritik) 2015, S. 314-332.

Vorträge

Populärkultur und Gesellschaftskritik in den 1950er Jahren -
Filmzeitschriften aus Italien und der Bundesrepublik Deutschland als
Beispiel, Journées doctorales internationales/Internationales
Doktorandenkolloquium der Université Paris-Sorbonne und der
Universität des Saarlandes, Saarbrücken, 11. Dezember 2014


"Von Italien lernen" - Filmpublizistik der zweiten Nachweltkriegszeit
als transfer- und verflechtungsgeschichtliches Untersuchungsfeld,
Tagung: Populärkultur transnational - Lesen, Hören, Sehen, Erleben in
(west-)europäischen Nachkriegsgesellschaften der langen 1960er Jahre,
Saarbrücken, 7. Oktober 2014 (Tagungsband in Vorbereitung)

 

Präsentation und Diskussion des Dissertationsprojekts beim Kolloquium
des "Kasseler Internationalen Graduiertenzentrums
Gesellschaftswissenschaften" (KIGG), Kassel, 17. Juli 2013

 

"Sie nennen es Realismus". Die Zeitschrift für "Filmkritik" und der internationale Film der 1950er Jahre, Tagung der Hans-Böckler-Stiftung: "Das Nachkriegskino in Deutschland. Reflexionen des beschädigten Lebens?", Frankfurt/Main, 6. Juli 2012

 

"Filme(n) für eine bessere Welt". Filmkritik und Gesellschaftskritik im Westeuropa der Nachkriegszeit in Vergleich, Transfer und Verflechtung", Tagung der Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens: "150 Jahre Risorgimento - geeintes Italien?", Saarbrücken, 16. Juni 2012