Über uns

Die Fachrichtung Romanistik ist mit sieben Professuren (sowie einer Honorarprofessur) und 35 in der Lehre tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines der größten Romanischen Seminare in Deutschland. Im CHE-Ranking belegt sie stets Spitzenplätze. Sie umfasst die Bereiche Französisch (einschließlich Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation), Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Katalanisch.

Die Saarbrücker Romanistik positioniert sich im Geiste Erich Auerbachs über eine Öffnung in weltweite Kulturbezüge. So verbindet sie die Erforschung der europäischen Sprach-, Literatur- und Kulturgeschichte mit dem Anspruch, über frankophone und hispanophone Weltbezüge Globalisierungsprozesse der Gegenwart zu verstehen.

In einer für die Europäische Union zentralen Region gelegen nimmt die Saarbrücker Romanistik die Europäisierung der Bildungspraxis ernst, indem sie in gut funktionierenden bi- und trinationalen Studiengängen für Französisch (mit Metz und Luxembourg), Spanisch (mit Sevilla) und Italienisch (mit Salerno) neben den einzelnen fachwissenschaftlichen auch inter- und transkulturelle Kompetenzen vermittelt. Die angebotenen Zertifikate Portugiesisch und Katalanisch runden das gesamtromanische Profil der Fachrichtung ab. Die Lehramtsstudiengänge eröffnen eine vertiefte Kenntnis von Sprache, Literatur und Kultur der romanischen Länder (regelmäßig findet ein Französisch- und Spanischlehrertag statt).

Die Fachrichtung ist nicht nur regional gut vernetzt (Universität der Großregion), sondern profitiert auch von intensiven akademischen Beziehungen zu Partnern in Europa und weit darüber hinaus, vor allem in Subsahara-Afrika, dem Maghreb, Lateinamerika und Kanada. Neben der philologischen Erforschung der romanischen Sprachen und ihrer reichen Literaturen beschäftigen sich sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Lehre und Forschung mit wissensgeschichtlichen und sprachpolitischen, ästhetischen und ethischen Aspekten der medialen und kulturellen Umbrüche in der Globalisierung, postkolonialen Fragestellungen, der Mehrsprachigkeit und Diversität europäischer und außereuropäischer Gesellschaften und der Neuorientierung der europäischen Weltrelationen. In einer einzigartigen Kooperation ist die Fachrichtung Romanistik eng mit dem Institut Français in der Villa Europa verbunden, richtet zudem zahlreiche Kulturveranstaltungen wie das Latino-Filmfestival und die italienischen und afrikanischen Filmtage aus und begleitet die französischen Theaterfestivals Perspectives und Primeurs.