Nachhaltige Metallurgie (TP2)

Die Zukunft der Metallindustrie liegt in der Sekundärmetallurgie – doch die Nutzung von recycelten Materialien bringt neue Herausforderungen mit sich. Schwankende Schrottqualitäten und zunehmende Verunreinigungen erschweren bisher eine verlässliche Materialqualität.

„Wir entwickeln technologische Lösungen für dieses Problem: Wir machen Werkstoffe fehlertolerant. Durch eine intelligente Steuerung der inneren Materialstruktur sorgen wir dafür, dass die Produktion auch bei heterogenen Rohstoffströmen prozessstabil und leistungsfähig bleibt – ganz ohne wachsende chemische Komplexität. So wird die Qualität im Kreislauf gesichert und senkt die Abhängigkeit von kritischen Legierungselementen.“

Die Sekundärmetallurgie steht vor einem Paradigmenwechsel: Recyclingströme werden heterogener, Rückläufe steigen, und Begleitelemente wie Cu, Sn, Sb, Pb oder Ni reichern sich zunehmend an. Diese verändern die Eigenschaften von Stählen und NE-Metallen und führen zu Herausforderungen für Prozessführung und Eigenschaftserhalt. 

Wir untersuchen deshalb, wie sich Werkstoffe so gestalten lassen, dass sie trotz zunehmender Schwankungen in den chemischen Zusammensetzungen prozessstabil und leistungsfähig bleiben. Der Schlüssel liegt in der Mikrostruktursteuerung – über Wärmebehandlung, Prozessführung, Gefügeausbildung und gezielte Nutzung metallurgischer Mechanismen wie Kornfeinung, Ausscheidungshärtung oder Umformtexturen.

  • Reduktion der chemischen Komplexität zugunsten mikrostrukturgetriebener Werkstoffdesigns
  • Robuste Werkstoffe, die Schwankungen in Sekundärrohstoffen tolerieren
  • Verbesserte Recyclingfähigkeit durch einfachere Zusammensetzungen
  • Metallurgische Prozessrouten, die mit künftig dominierenden Sekundärmaterialien funktionieren

So entsteht eine neue Generation metallischer Werkstoffe:
funktional leistungsfähig, prozesssicher in der Sekundärmetallurgie und zirkulär optimiert.

Sprechen Sie uns an

… wenn Sie Ihre Prozesse an die steigenden Recyclingraten anpassen möchten. Wir zeigen Ihnen, wie metallische Spitzenleistung durch gezielte Mikrostruktursteuerung entsteht – selbst bei steigenden Recyclingraten und heterogenen Rohstoffströmen.

Kontakt

Koordinatorin des Teilprojekts

Dr.-Ing. Jutta Luksch
j.luksch(at)matsci.uni-saarland.de
Telefon: +49 681 302 5162
Campus D2 3 | Raum B 0.12 | 66123 Saarbrücken