► Forschungsinteressen

► Untersuchung intermetallischer Aluminiumverbindungen

Wir untersuchung die Bindungssituation und das Verständnis des Elektronenübertrags in elektronenarmen ternären Alkali-, Erdalkali-, sowie Europium- und Ytterbium-haltigen (M) intermetallischen Aluminiumverbindungen der allgemeinen Zusammensetzung MxTyAlz. Dies erfolgt mittels theoretischer Rechnungen sowie komplementärer spektroskopischer Untersuchungen. Die Synthese und strukturelle Charakterisierung sowie die NMR-spektroskopischen Untersuchungen finden dabei in der Gruppe Janka statt, die Untersuchungen der physikalischen Eigenschaften (Magnetismus, elektrische Leitfähigkeit, spezifische Wärme) sowie 151Eu Mößbauer-spektroskopische Untersuchungen finden in Kooperation mit der Gruppe Pöttgen in Münster statt.

Ausgewählte Publikationen zu diesem Projekt:

P. C. Müller, L. S. Reitz, S. Engel, R. Dronskowski, O. Janka:
Differences and similarities in the chemical bonding of intermetallic phases in the Ca–Al–Pt system
Chem. Sci. 2025, 16, 17900-17910.
[DOI: 10.1039/D5SC02993G]

L. Schumacher, J. A. Baldauf, S. Engel, R. Pöttgen, O. Janka:
Pressure Dependence of the Second-Order Valence Phase Transition in Eu2Al15Pt6 and the Solid Solutions Eu2Al15(Pt5/6T1/6)6 (T = Pd, Ir, Au)
Chem. Mater. 2025, 37, 10030–10035.
[DOI: 10.1021/acs.chemmater.5c02813]

S. Engel, L. Schumacher, O. Janka:
Modifying the valence phase transition in Eu2Al15Pt6 via the solid solutions Eu2Al15(Pt1–xTx)6 (T = Pd, Ir, Au; x = 1)
Z. Naturforsch. B 2024, 79b, 21-27.
[DOI: 10.1515/znb-2023-0072]

DFG-Projekt: "Studien zur Bindungssituation und zum Elektronenübertrag in elektronenarmen intermetallischen Verbindungen"
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/441210509

 

► Oxidationsverhalten intermetallischer Aluminiumverbindungen

In diesem Projekt beschäftigt sich die Gruppe Janka mit der Oxidation intermetallischer Aluminiumverbindungen. Das Ziel ist hierbei die Synthese bekannter und neuer Oxide, Sulfide, Selenide und Telluride. Hierfür werden zunächst literaturbekannte intermetallische Aluminiumverbindungen dargestellt. Die Synthese erfolgt in der Regel aus den Elementen mittels Lichtbogenschmelzen oder in Refraktärmetallampullen. Die erhaltenen Vorläuferverbindungen werden anschließend mittels Pulverdiffraktometrie und, falls noch nicht erfolgt, mittels 27Al Festkörper-NMR-Spektroskopie charakterisiert. Die Oxidation erfolgt in einem zweiten Schritt in einem Strömungsofen, welcher mit Sauerstoff, feuchtem Argon oder Ozon begast werden kann. Im Falle von Oxidationen mit den schwereren Homologen Schwefel, Selen oder Tellur kann in abgeschmolzenen Kieselglasampullen gearbeitet werden. Nach der erfolgreichen Darstellung der Chalkogenide sollen diese auch mittels Beugungs- und verschiedener Spektroskopie-Methoden (NMR, IR, Raman, etc.) untersucht werden. Hierbei wird zwischen Verbindungen unterschieden, die in ihrer oxidierten Form definierte Oxidationsstufen besitzen und solchen, bei denen eines der Metalle mehrere Oxidationsstufen aufweisen kann. Während die Reaktionen im ersten Fall klar ablaufen sollten, wird im zweiten Teil auf die Darstellung einer bestimmten Oxidationsstufe abgezielt. Als Beispiel sei die Oxidation von EuAl2 mit Sauerstoff genannt. Hier kann es zur Bildung von zwei- und dreiwertigem Europium kommen. Wird die Verbindung im Überschuss von Sauerstoff oxidiert, findet man ausschließlich Eu3+, während mit stöchiometrischen Mengen O2 zweiwertiges Europium erhalten werden kann. Ein weiterer Aspekt stellt die Erforschung der entsprechenden Reaktionsmechanismen dar. Im Fall der Oxidation von CaAl2 konnte gezeigt werden, dass sich nicht wie erwartet direkt CaAl2O4 bildet, sondern ein Calcium-reicheres Oxid (Ca12Al14O33). Neben der Untersuchung der Reaktionsmechanismen soll auch die mechanochemische Behandlung der Startmaterialien sowie die daraus folgende Veränderung des Reaktionsmechanismus studiert werden.

Ausgewählte Veröffentlichungen zu diesem Projekt:

E. C. J. Gießelmann, S. Engel, S. Pohl, M. Briesenick, L. P. Rüthing, C. Kloos, A. Koldemir, L. Schumacher, J. Wiethölter, J. Schmedt auf der Günne, G. Kickelbick, O. Janka:
Rapid synthesis of a green emitting phosphor by sulfidation of intermetallic EuAl2 and its use in a hybrid material
Chem. Mater. 2025, 37, 97-108. [DOI: 10.1021/acs.chemmater.4c02093]

E. C. J. Gießelmann, G. Kickelbick, O. Janka:
Changing the reaction pathway of the CaAl2 oxidation using ball milling
Dalton Trans. 2025, 54, 1173-1181.
[DOI: 10.1039/D4DT02459A]

E. C. J. Gießelmann, S. Engel, J. G. Volpini, H. Huppertz, G. Kickelbick, O. Janka:
Mechanistic Studies on the Formation of Ternary Oxides by Thermal Oxidation of the Cubic Laves Phase CaAl2
Inorg. Chem. Front.  2024, 11, 286-297.
[DOI: 10.1039/d3qi01604h]

DFG-Projekt: "Oxidation intermetallischer Aluminiumverbindungen zur Darstellung (neuer) Chalkogenide"
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/577884074

 

Untersuchte Eigenschaften

Untersuchungsmethoden

► Mitarbeiter

Aktuelle Doktoranden

seit 08/2025

Cedric Kloos, MSc.
Thema der Dissertation: “Oxidationsreaktionen intermetallischen Aluminiumverbindungen”
im Rahmen des DFG geförderten Projekts: Oxidation intermetallischer Aluminiumverbindungen zur Darstellung (neuer) Chalkogenide 

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ehemalige Mitarbeiter

08/2021 bis 04/2025

Stefan Engel, MSc.
Thema der Dissertation: "Studien zur Bindungssituation und zum Elektronenübertrag in elektronenarmen intermetallischen Verbindungen"

(DFG-Projekt: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/441210509)

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05/2022 bis 01/2026

Dr. Elias Gießelmann
Thema der Dissertation: "Strukturelle und spektroskopische Untersuchungen von (oxidierten) intermetallischen Aluminiumverbindungen der frühen Übergangsmetalle"

Gemeinsame Betreuung mit Prof. Guido Kickelbick

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Publikationen aus der Zeit vor der Forschung an der UdS finden sich auf der Seite von Oliver Janka.