Lehrstuhl für Genetik und Epigenetik

Unsere Forschung fokussiert auf dem grundlegenden Verständnis epigenetischer Mechanismen und deren Bedeutung für Gesundheit und Erkrankung. Wir verfolgen dabei das Ziel, funktionelle Veränderungen der Gensteuerung auf verschiedenen epigenetischen Ebenen in allen menschlichen Zellen unterschiedlicher Entwicklungs-, Gesundheits- und Altersstadien zu verorten und zu interpretieren. Mit Hilfe unserer Forschung möchten wir so dazu beitragen, natürliche epigenetische Prozesse der Entwicklung von fehlerhaften Prozessen in menschlicher Erkrankung unterscheiden zu können. Für die Forschung nutzt und entwickelt die AG neueste molekulargenetische und bioinformatische Methoden und produziert ihre Daten in einer eigenen NGS-Einheit. Als koordinierender Standort des nationalen Projektes DEEP (http://www.deutsches-epigenom-programm.de/) hat sie zur Erstellung des ersten humanen epigenetischen Atlas aller menschlichen Zelltypen beigetragen und ist als Mitglied im Internationalen Humanen Epigenom Konsortium IHEC (http://ihec-epigenomes.org/) eingebunden.

 

NEWS

Vortrag über Enhancer-Promoter-Interaktionen in tumorinfiltrierenden Lymphozyten

Am 06. Mai hält Christian Schmidl, LIT Regensburg, einen Vortrag über die Kartierung von Enhancer-Promotor-Interaktionen in menschlichen tumorinfiltrierenden Lymphozyten durch die Integration von Einzelzell-Chromatin-Zugänglichkeitsdaten mit Einzelzell-RNA-seq-Daten. Der Vortrag mit dem Titel ‚Integrated single-cell profiling dissects cell-state-specific enhancer landscapes of human tumor-infiltrating T cells‘ (auf Englisch) ist Teil einer virtuellen Vortragsreihe des Einzelzellnetzwerks 'Single Cell Omics Germany', die die neuesten Fortschritte auf dem Gebiet der Einzelzell-Omik beleuchtet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Podcast über die Methoden der heutigen Genomforschung

Eine neue Podcast-Episode mit Interviews mit Dr. Julia Philipp (EMBL) befasst sich mit der Frage, wie Genomforschung in der Praxis funktioniert und zeigt den neuesten Stand der Wissenschaft. Die Episode ist Teil des Wissenschaftspodcasts des Deutschen Humangenom-Phenomarchivs (GHGA) mit dem Titel "Der Code des Lebens", der sich mit verschiedenen Aspekten der Humangenomforschung beschäftigt.

Der Podcast sowie weitere Informationen sind hier verfügbar.

 

Podiumsdiskussion ‚Epigenetik – Die Sprache der Gene‘, mit Prof. Jörn Walter

Sind traumatische Erlebnisse vererbbar? Geben wir individuelle Erfahrungen durch unsere Gene an die nächste Generation weiter? Diese und weitere Fragen wurden in einer spannenden Podiumsdiskussion mit Isabelle Mansuy, Professorin für Neuroepigenetik an der ETH Zürich, Eva Winkler, Professorin für Medizinethik an der Universität Heidelberg sowie Prof. Jörn Walter beleuchtet. Die Diskussionsrunde wurde im November 2021 gemeinsam vom Futurium Berlin und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet. Eine Aufzeichnung ist auf dem YouTube Kanal des Futuriums abrufbar.