Aktuelles

Vortrag Adeline Schwabauer (Frankfurt/Main): „Umgenutzt und angepasst. Vom mittelalterlichen Trinkhorn zum Reliquienbehältnis“

Das Institut für Kunstgeschichte lädt herzlich alle Interessierten zum Vortrag von Adeline Schwabauer (Goethe-Universität Frankfurt) ein: Umgenutzt und angepasst. Vom mittelalterlichen Trinkhorn zum Reliquienbehältnis.

Mittwoch, 24. Juni, 18:15 Uhr,
Gebäude B3 1, Raum 1.30

Horn aus den Stirnwaffen von Rinderartigen ist ein allgegenwärtiges und vielfältiges Material im Mittelalter. Aus den keratinhaltigen Konen wurden Kämme und Laternenfenster gefertigt, Brillen, Pfeilbögen, Werkzeuggriffe oder Sätrichter. Im Spätmittelalter wurden die Hornscheiden durch passgenaue Metallfassungen zu aufrechtstehenden Trinkgefäßen, welche an der Festtafel, im Gildenmahl oder Willkommenstrunk angewandt wurden. Doch auch hier findet die Transformation des Hornes kein Ende: So sind zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert Trinkhörner vermehrt in Kirchenschätzen zu finden, wo sie vor allem als Reliquiare umgenutzt wurden. Adeline Schwabauer wird in ihrem Vortrag die Objektgeschichten von Hornreliquiaren darlegen, um deren Weg vom ordinären Alltagsmaterial zum repräsentativen Reliquienbehältnis zu erklären. 

Adeline Schwabauer promovierte im Jahr 2025 an der Universität zu Köln mit der Arbeit „Hörner im Dienst der Kirche. Mittelalterliche Trinkhörner, Greifenklauen und gefasste Horngefäße in sakraler (Um-)Nutzung“, welche mit dem Forschungspreis für Angewandte Kunst 2026 ausgezeichnet wurde. Seit 2025 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalter der Goethe-Universität Frankfurt am Main tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Umnutzungs- und Wiederverwendungsprozesse, Material, Materialität und künstlerisch-handwerkliche Goldschmiedetechniken sowie die Objektkultur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.

 

 

Neuer Fachschaftsrat Kunstgeschichte gewählt

Bei den Wahlen in der vergangenen Woche sind sieben Studierende in den neuen Fachschaftsrat Kunstgeschichte gewählt worden: Gabriele Dimerets, Sophie Harig, Ophelia Kornbrust, Barbara Lifchits, Annalena Meszkatis, Anna Penner und Fabienne Vaillant. Herzlichen Glückwunsch an die Fachschaftlerinnen und vielen Dank an alle Wähler:innen!

Vortragsreihe des Instituts für Kunstgeschichte im Sommersemester 2026

Das Institut für Kunstgeschichte hat auch in diesem Jahr eine Vortragsreihe organisiert — erneut in Kooperation mit der Fachschaft Kunstgeschichte. Alle Interessierten sind zu dem internationalen und vielseitigen Programm herzlich eingeladen. Nähere Informationen und Daten sind dem untenstehenden Verzeichnis und dem Plakat zu entnehmen. Zu den einzelnen Vorträgen werden zeitnah weitere Informationen folgen.  

29. April 2026
Maurice Saß, Bonn
Trauer, Schuld und Empathie: Mehr-als-menschliches Leiden in Jacopo Vignalis „Cyparissus“

13. Mai 2026 
Oskar J. Rojewski, Katowice
Bridging the Hanseatic League and the Iberian Peninsula: Michel Sittow (c.1469–1525) and Europe as a Network

27. Mai 2026
Jessica Ullrich, Münster
Vom Wappentier zum Mitgeschöpf. Leonine Kunstgeschichte im Zeichen des Animal Turn

24. Juni 2026
Adeline Schwabauer, Frankfurt a.M.
Umgenutzt und angepasst. Vom mittelalterlichen Trinkhorn zum Reliquienbehältnis

Ort: Die Vorträge finden im Seminarraum 1.30, Gebäude B3 1 statt
Zeit: Alle Veranstaltungen beginnen um 18:00 Uhr c.t.

 

Neue Mitarbeiterin am Institut: Dr. Karina Pawlow

Dr. Karina Pawlow verstärkt seit Februar 2026 das Institut für Kunstgeschichte als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Zuvor war sie als Doktorandin am Kunsthistorischen Institut in Florenz (Max-Planck-Institut) in der Lise-Meitner-Gruppe Coded Objects sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln in der Forschungsgruppe Dimensionen der techne in den Künsten: Teilprojekt 'Techniknarrative' tätig. Ihre Promotion schloss sie an der Universität zu Köln mit höchster Auszeichnung (summa cum laude) ab.

In ihrer Forschung untersucht Dr. Pawlow Kunst als kulturelles System, in dem Material, Technik, Wissen und gesellschaftliche Ordnung miteinander verflochten sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der frühneuzeitlichen Glaskunst in Venedig und Murano. In der Dissertation ("Patente Leute. Glaskunst in Murano zwischen Tradition und Innovation, fama und Geheimnis") analysierte sie anhand venezianischer Glaspatente, gegossener Glasmedaillons, geblasener Fadengläser sowie deren Darstellung in Malerei und Zeichnung, wie sich Neuerungsansprüche, Autorschaft und Exzellenz formierten und historisch erzählbar wurden. Die Erforschung von Glas wird auch künftig einen zentralen Bestandteil ihres Profils bilden und perspektivisch um Aspekte von Umweltgeschichte und Spacemaking erweitert.

Ein weiterer Forschungsbereich umfasst die analoge und digitale Produktion von (Bewegt-)Bildern. Hier untersucht die Kunst- und Bildhistorikerin, wie technische Verfahren Bildlichkeit formen, Wahrnehmung strukturieren und visuelle Öffentlichkeiten konstituieren.

Am Institut wird Dr. Pawlow in Forschung und Lehre tätig sein. Im Lehrprogramm des Sommersemesters 2026 ist sie mit der Übung „Was ist Bild? Was ist Text? - Formen, Grenzen, Übergänge" (LSF-Nr. 162610) und dem Proseminar „Zwischen Feuer und Wasser - Materielle Welten der Kunst in Venedig" (LSF-Nr. 162598) vertreten.

 

Lehrangebot im Sommersemester 2026

Alle Lehrveranstaltungen des Instituts für Kunstgeschichte im Sommersemester 2026 sind nun im LSF freigeschaltet und Sie können sich für die einzelnen Veranstaltungen anmelden. Eine Übersicht über das Lehrangebot zeigt der Wochenplan

Sprechstunden während der Vorlesungszeit (07.04.-17.07.2026)

Die Sprechstunden der Dozierenden des Instituts für Kunstgeschichte sowie die Öffnungs- und Schließzeiten des Sekretariats und der Mediathek während der Vorlesungszeit (07.04.-17.07.2026) finden Sie hier

Ab Sommersemester 2026: Erweiterte Sprechstunde

Diese zusätzliche Sprechstunde bei Dr. Karina Pawlow ergänzt die reguläre Sprechstunde, die sich in erster Linie auf inhaltliche Fragen zu Lehrveranstaltungen, Prüfungen und wissenschaftlichen Arbeiten konzentriert.

Im Mittelpunkt dieses Zusatzangebots stehen alle Fragen rund um das Studium als Ganzes: Orientierung im Hochschulsystem, Unsicherheiten im Studienalltag, implizite Erwartungen an Studierende oder individuelle Herausforderungen, die nicht immer direkt im Seminar thematisiert werden.

Die Sprechstunde richtet sich insbesondere an Studierende, die sich im universitären Umfeld noch orientieren oder für die bestimmte Abläufe und „ungeschriebene Regeln" nicht selbstverständlich sind, etwa weil sie als Erste in ihrer Familie studieren oder unterschiedliche Bildungswege und Erfahrungen mitbringen.

Ziel ist es, einen offenen und unterstützenden Raum für Austausch zu schaffen, in dem auch vermeintlich „kleine" oder informelle Fragen Platz haben. Gleichzeitig steht das Angebot ausdrücklich allen Studierenden offen, die Gesprächsbedarf über ihren Studienalltag hinaus haben.

Das Angebot finden Sie hier

Exkursionen im Sommersemester 2026

Eine Auflistung der Exkursionen des Instituts für Kunstgeschichte im Sommersemester 2026 mit Informationen zu Programm, Kosten, Anmeldung etc. finden Sie hier.

Neues Merkblatt zu Seminar- und Abschlussarbeiten

Die Dozierenden des Instituts für Kunstgeschichte haben Informationen zur Gestaltung und den Textumfängen von schriftlichen Arbeiten im BA-Studiengang Kunst- und Bildwissenschaft und im MA-Studiengang Kunstgeschichte in einem neuen Merkblatt zusammengefasst. Bitte beachten Sie besonders die unter Punkt 2 aufgeführten Umfangsangaben für schriftliche Arbeiten im Propädeutikum und den Pro- und Hauptseminaren. Auch die Umfangsanforderungen für Bachelor- und Master-Arbeiten wurden angepasst. Die Präzisierung der Textumfänge trägt dem Verhältnis zwischen Kenntnisstand und Zeitaufwand bei der Anfertigung schriftlicher Arbeiten in der jeweiligen Studienphase Rechnung. Die neuen Richtwerte gelten mit Beginn des Sommersemesters 2025 und sind somit für alle schriftlichen Arbeiten, die aus Lehrveranstaltungen dieses Semesters hervorgehen relevant. Studierende, die im laufenden Semester ihre Bachelor- oder Master-Arbeit angemeldet haben oder anmelden werden, können sich bei eventuellen Unklarheiten bezüglich des Textumfangs jederzeit an die/den Erstbetreuer*in wenden. 

Neues Deckblatt für alle Prüfungsleistungen

Bitte beachten Sie, dass ab sofort nur noch das neue Deckblatt-Formular (mit Textbaustein zur Verwendung von KI-basierter Software) gültig ist. 

Leitfaden Studienabschluss BA-Studiengang "Kunst- und Bildwissenschaft"

Das Institut für Kunstgeschichte hat für die Studierenden des BA-Studiengangs "Kunst- und Bildwissenschaft" einen Leitfaden für die Planung der Studienabschlussphase und die Durchführung der Bachelor-Arbeit entwickelt. Das Dokument enthält wichtige Informationen für Studierende ab dem 3. Fachsemester und kann hier heruntergeladen werden.